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Kretas Motorradfahrer-Paradies zwischen Küsten und Bergen


Eine Motorradtour über die vielleicht schönste Insel Griechenlands




Auch wenn die mehrstündige Fährfahrt nach Kreta nicht gerade günstig ist, sie hat sich für uns mehr als gelohnt. Denn die vielleicht schönste Insel Griechenlands begeistert uns mit traumhaften Motorradstrecken entlang wunderschöner Küsten und durch die unberührte Natur der steil aufragenden Küstengebirge.


 

 

Neben dem griechischen Festland wollen wir zumindest auch die größte der griechischen Inseln mit den Motorrädern unsicher machen.

Von Athen, oder besser gesagt dem Hafen von Piräus, geht es für uns und die Bikes deshalb per Autofähre in einer mehrstündigen Überfahrt nach Kreta. Neben pittoresken Hafenstädten, historischen Palästen und unzählige kleine Buchten hat die Insel auch absolut fantastische Küsten- und Bergstrecken für uns Motorradfahrer zu bieten – und die werden wir natürlich ausgiebig unter die Räder nehmen.

 

Die Nordküste Kretas ist relativ dicht besiedelt und touristisch sehr erschlossen. Die Städte entlang der Küste sprudeln nur so vor hippen Cafés, traditionellen Tavernen und Geschäften aller Art, in denen sich von Souvenirs über Schnorchelausrüstung bis hin zu lokalen kretischen Spezialitäten so ziemlich alles kaufen lässt, was das (Touristen)Herz begehrt.

Das ist uns etwas zu viel Troubel und so zieht es uns in die Bergregion im Süden Kretas, wo es noch wesentlich ruhiger und beschaulicher zugeht. Obwohl die Insel von West nach Ost von einer Hochgebirgskette durchzogen wird, in der es sich fantastisch wandern und natürlich auch Motorrad fahren lässt, zieht es die meisten (Pauschal-) Urlauber an die Strände. Da haben wir allerdings gar nichts dagegen, denn so haben wir die kurvenreichen, nur wenig befahrenen Bergstraßen meist für uns ganz alleine!

 

 


Kreta ist ein wahrer Traum für jeden Motorradfahrer


 

 

Neben einem wahren Kurveneldorado bieten die Gebirge mit ihrem deutlich kühleren Klima für uns auch eine sehr willkommene Verschnaufpause von den brütend heißen Temperaturen im Flachland. Kurzum, es ist einfach fantastisch hier und wir können gar nicht genug davon bekommen, den „Alperer“ und die „Dicke Rosie“ um die Kehren zu scheuchen.

Außerdem schürt der Blick auf unser Navi-Display, das eng geschlungene Linien am Laufenden Band anzeigt, zusätzlich unsere Vorfreude auf mächtig Fahrspaß auf einer der spektakulärsten Strecken, die wir bisher in Griechenland unter die Räder nehmen durften!

 

 

 

 

Viel zu schnell verlassen wir die Berge wieder, denn es geht hinab an die Südküste Kretas. Da die Hochgebirge, die die Insel von West nach Ost durchziehen, teilweise fast 2.500 Meter hoch sind und Richtung Südküste hin relativ steil abfallen, sind erneut bombastisch kurvige Strecken für uns Motorradfahrer geboten. Bei dem fantastischen Ausblick über die verwundenen Kehren, hinunter ins Tal und bis weit hinaus auf die türkisblauen Wellen des Libyschen Meeres stellen sich uns die Haare auf und wir bekommen Gänsehaut, so beeindruckend ist Fernsicht und das Gefühl von Weite und Freiheit.

Ja, wir sind verliebt, Kreta ist wirklich ein absolutes Motorradfahrer-Paradies!

 

 

 

 

Bei der vielen Zeit, die wir währen unserer Motorradreisen auf den Motorrädern verbringen, finden wir kleine Wanderungen oder andere körperliche Aktivitäten als Abwechslung zur eher sitzenden Position auf den Bikes immer prima.

Die Samaria-Schlucht im Südwesten Kretas bietet für uns deshalb eine willkommene Möglichkeit in der wunderschönen Natur Kretas unterwegs zu sein und etwas für unsere Fitness zu tun!

 

 


Die Samaria-Schlucht zählt zu den längsten Europas


 

 

Mit stolzen 17 km Länge gehört die Samaria-Schlucht zu den längsten Schluchten Europas und alleine der Abstieg entlang der über 600 Meter hohen Felswänden ist für uns mehr als beeindruckend. Obwohl die Temperatur hier im Gebirge deutlich angenehmer ist als an der Küste ist die Wanderung durchaus schweißtreibend. Festes Schuhwerk und eine einigermaßen brauchbare Kondition sind ein Muss, denn sonst wird der Abstieg schnell zur echten Herausforderung. Zum Glück finden sich entlang des Wegs immer wieder kleine Quellen, deren glasklares, eisig kaltes Wasser eine hervorragende Abkühlung bietet und ohne Bedenken auch getrunken werden kann.

 

 

 

 

Wir lieben es die von uns bereisten Länder nicht nur zu „erfahren“, sondern auch kulinarisch kennen zu lernen. Manchmal war das für unsere deutschen Mägen schon eine ziemliche Herausforderung, hier in Griechenland sind wir hingegen in unserem persönlichen Schlaraffenland gelandet.

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Könnte man Oliven direkt vom Baum essen, dann brächten wir in weiten Teilen des Landes und auch auf Kreta dafür noch nicht mal von den Motorrädern absteigen. Leider sind frisch geerntete Oliven ziemlich bitter, weshalb sie über mehrere Monate in Salzlake entbittert werden müssen, bevor sie ihren typischen Geschmack annehmen und bereit für den Verzehr sind.

 

Wie die alten Griechen bereits vor über 4.000 Jahren auf die Idee kamen, diese eigentlich wenig schmackhaften Früchte so zu behandelt um daraus einen unglaublich leckeren Snack zu machen ist uns zwar schleierhaft, aber wir sind ihnen echt dankbar dafür.

 

 

 

 


Die lokale griechische Küche begeistert uns mit unglaublich intensivem Geschmack


 

 

Gerade in den kleinen Lebensmittelgeschäften abseits der touristischen HotSpots finden sich tolle Frischetheken, an denen wir fast täglich die regional produzierte Oliven und den Schafskäse sowie frisches Gebäck, Obst und Gemüse kaufen.  Die lokalen Produkte schmecken einfach himmlisch und so viel intensiver als die abgepackte Ware, die wir in Deutschland bekommen. 

 

Ein toller Nebeneffekt unserer Einkäufe in diesen kleinen Läden – wir haben jeden Tag einen Heidenspaß mit den Griechen, denn die amüsieren sich immer köstlich, wenn wir versuchen mit unseren drei Brocken Griechisch und dem regen Einsatz von Händen & Füßen unsere Einkaufswünsche durchzugeben.

 

 

 

 

Obwohl wenn wir uns die meiste Zeit selbst versorgen, so wollen wir natürlich auch die lokalen Speisen  probieren und suchen uns dafür hin und wieder eine kleine, urige Taverne abseits der belebten Touristenviertel aus, um so viel „echtes Griechenland“ wie möglich auf den Tellern zu haben.

 

Überraschend für uns ist, dass trotz der eher fleischlastigen griechischen Küche auch eine riesige Auswahl an vegetarischen Gerichten – angefangen bei gefüllten Weinblättern über geschmorte, gefüllte Tomaten bis hin zu einer Gemüse-Moussaka-Variante – angeboten werden. Bea ist in jedem Fall begeistert und auch Helmut kann sich bei Souvláki, Gyros und gegrilltem Lamm definitiv nicht beschweren. Und natürlich darf ein kleiner kretischer Raki zur Verdauung darf nach dem Essen natürlich auch nie fehlen...

 

 

 

 

Unsere Zeit auf Kreta geht leider viel zu schnell zu Ende, denn die Insel bietet neben tollen Motorradstrecken und Stränden auch wunderschöne Natur und lokales Brauchtum und Kultur, die zu entdecken unglaublich interessant sind.

An unserem letzten Tag auf der Insel geht es für uns erneut hinauf in die Berge, denn wir sind auf der Suche nach den historischen, mit leuchtend weißen Tüchern bespannten Windrädern, für die das Lasithi-Plateau so berühmt ist. Als wir auf einer kleinen, kurvenreichen Bergstraße hinauf auf die Hochebene fahren begleitet uns noch der Sonnenschein, doch über den Berggipfeln des Plateaus kündigen dunkle Wolken und ein tiefes Gewittergrollen bereits ein Unwetter an. Die Stimmung könnte spektakulärer kaum sein, als erste heftige Regenfälle die Berge bereits in weißliche Schleier hüllen, während die letzten kräftigen Sonnenstrahlen einen gigantischen Kontrast zu den immer dunkler werdenden Gewitterwolken bilden.

 

Schon Minuten bevor auch wir von der Unwetterfront getroffen werden, riechen wir den Regen bereits. Die Luft wird deutlich schwerer und schwüler und duftet herrlich nach frischem Sommerregen. Und natürlich müssen wir dieses beeindruckende Naturschauspiel bis zur letzten Sekunde auskosten und fotografisch festhalten, bevor wir eine heftige kühle Dusche von oben bekommen, die uns in Nullkommanichts so richtig einweicht.

 

 

 

 

Zum Glück zieht die Gewitterfront schnell weiter und dank nach wie vor warmen Temperaturen und des Fahrtwinds sind wir im Nu wieder trocken und bereit für unsere letzten, wunderschönen Kilometer auf Kretschem Boden.

 

Wir sind pünktlich zurück im Hafen von Heraklion, wo wir die Abendfähre zurück in Richtung  Athen nehmen, denn auf dem griechischen Festland warten noch eine ganze Reihe mythischer Orte, toller Strecken und wunderschöner Gegenden darauf, von uns erkundet zu werden.

 

 

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