Gesundheit & Reisemedizin // Motorrad Weltreise


Neben den organisatorischen Angelegenheiten gibt es natürlich auch in gesundheitlicher Hinsicht einige Punkte, die es zu beachten bzw. vorzubereiten gilt:

Auslandskrankenversicherung

Je nachdem, wie lange deine Motorradreise dauert, gibt es verschiedene Reisekrankenversicherungen:

  • Für normale Motorradtouren, die nicht länger als 6 Wochen dauern, gibt es bereits Policen für unter 10 € / Jahr.
  • Die nächste Stufe sind Auslandskrankenversicherungen bis 365 Tagen – also einem Jahr.
  • Und dann gibt es noch spezielle Langzeit-Reisekrankenversicherungen, die sogar eine Reisedauer von bis zu 5 Jahren abdecken.

Ein weiteres wichtiges Kriterium, dass den Preis für die Versicherungspolice oft ganz maßgeblich mitbestimmt ist die Frage ob die USA & Kanada mit abgedeckt sein sollen oder nicht. Wenn ja, so wird die Versicherung je nach Versicherungsgesellschaft oft gleich um mehrere hundert Euro pro Jahr teurer!

 

Das ist aber nur ein ganz kleiner Teil dessen, was es bei der Wahl der für dich optimalen Reisekrankenversicherung zu beachten gibt!  Welche Punkte du unbedingt noch beachten solltest, das erklärt dir Michael – seines Zeichens leidenschaftlicher Motorradfahrer & Spezialist für Auslandskrankenversicherungen für Reisende – in unserem Interview.

Impfungen

Sinnvolle Impfungen:

  • Hepatitis A (zwei Impfungen zeitlich versetzt)
  • Hepatitis B (drei Impfungen zeitlich versetzt)
  • Pneumokokken
  • Meningokokken
  • Tollwut (drei Impfungen zeitlich versetzt)
  • Cholera (zwei Impfungen zeitlich versetzt)
  • Japanische Enzephalitis (zwei Impfungen zeitlich versetzt)
  • Gelbfieber (in manchen Regionen z.B. Südamerika zur Einreise notwendig)
Vorsorge Impfungen sind je nach Reiseland mehr oder weniger unfangreich

 

Verträglichkeit:

  • Die Hepatitis A + B Impfungen haben wir beide sehr gut vertragen.
  • Die Pneumokokken-Impfung war kein Problem. Nur Bea hatte 2 Tage lang etwas Schmerzen an der Einstichstelle.
  • Die ersten beiden Tollwut-Impfungen haben wir recht gut vertragen. Bei der dritten Impfung hatten wir beide leicht erhöhte Temperatur, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit.
  • Die beiden Schluckimpfungen Cholera und Typhus waren problemlos
  • Die Impfungen gegen Japanische Enzephalitiswaren problemlos

Erste Hilfe

Auch wenn Helle nicht sehr begeistert war, so haben wir dennoch einen Erste-Hilfe-Kurs besucht. Wir hoffen natürlich, dass wir das dort erlernte Wissen niemals anwenden müssen, aber wir wollen lieber auf Nummer sicher gehen, denn gerade auf unserer ersten Etappe durch Osteuropa wird es sicherlich Gegenden geben, in denen meilenweit kein Arzt oder Krankenhaus zur Verfügung steht und dort sollte man wenigstens ein paar Grundregeln der Ersten Hilfe beherrschen!

 

Ein Erste-Hilfe Kurs zur Vorbereitung auf eine Reise macht durchaus Sinn.

Reiseapotheke

Verbandsmittel:

  • Desinfektions-Spray
  • Mullbinden
  • Sprühpflaster (kann ggf. auch als Pfefferspray-Ersatz hergenommen werden )
  • normale Pflaster
  • sterile Einmal-Kompressen
  • Klammerpflaster

Medikamente:

Standard:

  • versch. Antibiotika (Ofloxiacin, Amoxicillin, Doxiciclin)
  • Malarone als Malaria-Stand-by Medikament
  • leichtes und starkes Schmerzmittel
  • Tropfen gegen Magen-Darm-Beschwerden
  • Mittel geg. Durchfall
  • Mittel geg. Übelkeit- u. Erbrechen
  • Kohletabletten
  • Elektrolyt-Pulver
  • Magnesium- und Multivitaminbrause (auch ganz gut um Trinkwasser geschmacklich etwas aufzupeppen)
  • Kreislauftropfen
  • Hustenstiller
  • Ohrentropfen
  • Augentropfen
  • MCP-Jod-Salbe
  • Wund- und Heilsalbe
  • Voltaren-Gel
  • Mittel geg. Allergien
  • Buscopan (für die Frau)

Homöopathisch:

  • Komplexmittel geg. Grippe, Belladonna, Arnica, Apis, Arsenicum Album

Sonstiges:

  • Fieberthermometer
  • steriles Skalpell
  • sterile Nadeln
  • Zeckenzange

Nachtrag:

Da wir zu Beginn unserer Reise nicht abschätzen konnten, wie die medizinische Versorgung in den einzelnen Ländern ist und wir, gerade beim Thema Gesundheit, lieber auf Nummer sicher gehen wollten, haben wir eine sehr umfangreiches Sortiment an Medikamenten dabei.

 

Im Nachhinein müssen wir allerdings sagen, dass man (vielleicht mal abgesehen von entlegeneren Teilen Osteuropas) so gut wie überall zumindest eine Apotheke findet, wo man die benötigten Medikamente kaufen kann. Gerade in Südostasien sind die Medikamente sogar oftmals deutlich billiger als in Deutschland. Wir würden mittlerweile nur noch eine Grundversorgung mit Erste-Hilfe-Mitteln und persönlichen Medikamenten mitnehmen und alles andere bei Bedarf vor Ort kaufen.

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