Motorradverschiffung nach Südamerika


Reisebericht Neuseeland



Einreise & Motorradimport:

Detaillierte Infos zu Einreisebestimmungen sowie zum temporären Fahrzeugimport findest du in unseren Länderinfos & Reisetipps Neuseeland

 

Route:
  -

 

Die Route auf der Google Karte dient der Übersicht und zeigt im Großen und Ganzen unsere gefahrene Strecke, im Detail kann es aber zu Abweichungen


Gefahrene Kilometer von Burghausen: 

73.709 Km

Spritpreis: 

1,30 € (91 Oktan)
         
Währung: 

Neuseeland Dollar

Probleme mit den Motorrädern:

- Verkleidung geklebt (Dicke Rosi)

- Ventildeckel abgedichtet (Dicke Rosi)

- Kupplungszug gewechselt (Dicke Rosi)

- Koffer ausgebeult (Dicke Rosi)

- Öl abgelassen und Tanks entleert (beide Motorräder)

-Batterien abgeklemmt (beide Motorräder)

 
Stürze/ Umfaller: -

Gesundheit/ Verletzungen: -


 

 

Vier Tage bevor die Motorräder abgeholt werden, beginnen wir mit dem Zusammensetzen der hölzernen Transportboxen und dem Einladen unserer Bikes in eben diese. Da wir unsere Motorräder zuvor noch nie in Crates verpacken mussten, müssen wir erst mal schauen wie das so funktioniert, wie wir die Motorräder am besten auf die Holzpalette bekommen und was wir alles abbauen müssen, damit die Bikes in die relativ knapp dimensionierten Kisten passen. 

 

Zu unserem Glück sind unsere Motorräder trotz montierter Seitenkoffer immer noch schmal genug um in die Transportkisten zu passen. Das liegt daran dass wir nur relativ kleine 32 Liter Alukoffer benutzen. Das erste Problem stellt allerdings der Holzsockel dar, in dem die Achse der Gabel während des Transports sitzt. Da wir gebrauchte BMW Kisten benutzen, sind diese natürlich auch für BMW-Motorräder ausgelegt und so müssen wir erst mal die Holzsockel um gut 5 cm aufstocken. Als nächstes müssen die Windschilder sowie Topboxen unserer Bikes weichen, denn diese sind deutlich zu hoch für die Kisten. Und leider muss auch der Motorschutz samt Werkzeugkiste abmontiert werden, da dieser Aufgrund des ausgebauten Vorderrads zu tief in die Transportpalette hinunter ragen würden.

 

 

 

 

Bevor wir unseren restlichen Kram in die Transportboxen einräumen können, müssen wir noch auf einen Mitarbeiter von Experience Motorcycles warten, der uns extra einen Hausbesuch abstattet, um uns ein sogenanntes „Dangerous Goods“ Zertifikat auszustellen. Da wir Benzin und Motoröl abgelassen haben, sind unsere Motorräder kein Gefahrgut mehr, doch um das zu beweisen brauchen wir einen offiziellen Gutachter, der uns ein entsprechendes Zertifikat ausstellt. Normalerweise bringen die Leute ihre Motorräder zu Experience Motorcycles, um sie dort vorbereiten zu lassen, doch da Helmut bekanntermaßen ungern fremde Mechaniker an unsere Motorräder lässt, hatten wir mit dem Motorradhändler vereinbart, dass er uns einfach einen Hausbesuch abstattet, um die Bikes zu überprüfen, was wirklich sehr zuvorkommend und hilfsbereit von ihm ist. Außerdem sparen wir uns so den Aufwand des Rücktransports der entleerten und somit ja nicht mehr fahrtüchtigen Motorräder vom gut 30 km entfernten Motorradladen zurück in Rik´s Garage.

 

 

 

 

Als wir gerade dabei sind, die Motorräder auf den Paletten zu verzurren, fällt Bea plötzlich ein kleiner rosa Aufkleber auf dem Windschild ihrer „Dicken Rosi“ auf, der da Gestern sicher noch nicht geklebt ist. Es handelt sich um einen kleinen rosafarbenen Frosch. Wer den kleinen Kerl da hin geklebt hat, ist uns natürlich sofort klar, denn der Spitzname unseres Hausherrn Rik ist „Frogman“, zu Deutsch „Froschmann“! Diesen ungewöhnlichen Spitznamen hat Rik im Übrigen deshalb bekommen, weil er seit Jahren leidenschaftlich alles sammelt, was irgendwie mit Fröschen zu tun hat. Egal ob Frosch-Stofftiere, Plakate, Flug-Drachen… sogar seinen ganzen rechten Arm hat er sich mit einem bunten Frosch-Motiv tätowieren lassen! Bei genauerem Hinsehen entdecken wir dann auch auf der Scheinwerfermaske von Helmuts „Alperer“ einen weiteren kleinen rosa Frosch, das war ja klar!

 

 

 

 

Nachdem die Motorräder also passend gemacht und „zertifiziert“ sind, verzurren wir sie ordentlich und beginnen dann mit dem Einräumen der „Kleinteile“. Helme, Motorradstiefel, Windschilder, Motorschutz, Topcase, Tankrucksack, Kofferdeckeltaschen, Gore-Tex-Motorradgewand… all das und noch einiges mehr muss so neben den Motorrädern verstaut werden, dass zum einen während des Transports nichts herum fallen kann und zum anderen die Abmessungen der Transportkisten eingehalten werden. Nach einem Tag hin und her räumen hat dann tatsächlich alles seinen Platz gefunden und wir beginnen die Seitenwände der Kisten festzuschrauben. Leider fällt uns erst jetzt auf, dass einige Holzlatten, die eigentlich im Deckel für zusätzliche Stabilität sorgen, fehlen. So ein Mist! Aber auch das ist halb so wild, denn Rik hat zum Glück einige alten Bretter herumliegen, die Helmut einfach nur auf die richtige Länge kürzen muss und schon sind die Boxen stabil. Nun noch die Deckel drauf und mit Nylon-Spannbändern umwickelt und unsere Motorräder sind tatsächlich ready to go!

 

 

 

 

Am nächsten Morgen warten wir auf den LKW, der die Transportkisten mit unseren Motorrädern abholen soll. Und warten. Und warten… Eigentlich hatten wir die Spedition bereits früh morgens erwartet, doch es ist bereits nach Mittag, als der LKW endlich auftaucht. Da die Paletten der Transportkisten niedriger sind als normale Euro-Paletten gibt es hier gleich das erste Problem, denn die Zinken des von der Spedition mitgebrachten Hubwagens passen nicht unter die Palette. Na super! Mit ein wenig gutem Willen, einigen Unterleg-Brettern und etwas Muskelkraft bekommen wir die erste Transportkiste dann aber doch noch auf eine normale Euro-Palette und damit auf den Hubwagen, nur um dann gleich vor das nächste Problem gestellt zu werden. Die Ladefläche des LKWs scheint nämlich nicht breit genug für unsere Transportkisten zu sein. Oh je, das wäre ein echter Supergau!

 

 


Wann wir unsere Motorräder wohl wiedersehen?


 

 

Nachdem der Mitarbeiter der Spedition und Helmut die erste Transportbox mehrmals zu Recht gerückt haben kommt dann aber doch die Entwarnung, an beiden Seiten des LKWs ist noch ca. 5 mm Luft. Dieser Minispielraum reicht gerade so aus, um die Kisten auf die Ladefläche und in den Bauch des LKWs zu befördern. Puh, da haben wir aber nochmal Glück gehabt!

 

Nach gut einer Stunde ist der ganze Zauber vorbei, beide Transportkisten mit unseren Motorrädern sind auf den LKW geladen und machen sich nun auf den Weg zum Hafen. Bye, Bye Motorräder, wir werden euch vermissen! Hoffentlich sehn wir euch bald und vor allem heil wieder! Nun heißt es für uns nur noch auf die Rückmeldung der Reederei und die sogenannte „Bill of Lading“ zu warten. Die „BoL“ ist ein Dokument, mit dem von der Reederei bestätigt wird, dass die Motorräder bei ihnen eingegangen sind. Sobald wir diese Bestätigung in Händen haben, können wir uns auf zum Zoll machen, um unsere Carnets ausstempeln zu lassen und dann war es das mit der Verschiffung unserer Motorräder. Naja, zumindest auf Neuseeländischer Seite. Da heute allerdings Freitag ist, wird vor dem Wochenende nicht mehr viel passieren und so heißt es für uns die nächsten beiden Tage erst mal abwarten.

 

 

 

 

Kaum sind unsere Transportkisten aus Riks Garage verschwunden, da kommt auch schon die nächste an. Kev, Riks Freund und gleichzeitig Redakteur beim Neuseeländischen „Bike Rider Magazin“, hat nämlich gerade seine gut 30 Jahre alte GS1000 Suzuki vom Hafen abgeholt, mit dem er am letzten Wochenende in Australien ein Rennen gefahren ist. Diesmal heißt es also Motorradtransportkiste runter vom Hänger, Motorrad ausladen und Transportkiste in Riks Garage verstauen. Kev´s Bike hingegen kommt zurück auf den Hänger und wird von ihm mit nach Hause genommen.

 

Unsere Motorräder sind weg, der Hauptstress der Verschiffung liegt hinter uns und es ist Wochenende. Warum nicht also endlich mal wieder etwas unternehmen? Gesagt, getan und so fahren wir zusammen mit Rik und Kev nach Waikato. Wir hatten mit Rik, Kev und Ehefrau Jane dort bereits Neujahr gefeiert und hatten jede Menge Spaß mit den dreien. Auch diesmal werden wir sehr herzlich empfangen. Nach einem leckeren Abendessen und ein paar Einstimmungs-Bieren geht es weiter ins örtliche Pub und etwas später von dort aus noch zu einem Live-Konzert eines Alleinunterhalters. Die Musik des Künstlers ist zwar etwas… „speziell“, aber im Großen und Ganzen ist es ein sehr netter und gelungener Abend und es ist bereits ziemlich spät, als wir zurück bei Kev und Jane sind und ziemlich erledigt in unsere Betten fallen.

 

 

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