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Unsere Weltreise Motorräder im Technikmuseum Sinsheim


 Vom Scheunenfund zum Weltreisemotorrad mit Alterswohnsitz im Technikmuseum – eine fast unglaubliche Geschichte


 

 

 

Als Helmut seinen Alperer im Jahr 2007 hinter der Scheune eines guten Freundes entdeckt, hätte er sich niemals träumen lassen, dass er mit diesem verrosteten und heruntergewirtschafteten „Eimer“ einige Jahre später einmal um die Welt fahren würde. Geschweige denn, dass der Alperer einmal in einem so renommierten Museum wie dem Technikmuseum Sinsheim-Speyer zwischen so berühmten Exponaten wie einem Formel-1-Rennwagen von Michel Schumacher oder einer echten russischen Raumfähre seinen Alterswohnsitz finden würde.

 

Aber alles der Reihe nach!

Unsere beiden Transalps Baujahr 1989 und 1993 haben mittlerweile beide jeweils gut 300.000 km auf dem Tacho. Rund 155.000 km davon über Stock und Stein während unserer Motorradweltreise. Obwohl sie uns immer treue Begleiter waren, die uns auf all unseren Abenteuern nie im Stich gelassen haben, hatten wir sie die letzten ein, zwei Jahre nur noch selten im Einsatz. Das hat mehrere Gründe. Zum einen haben wir uns im Winter 2020/21 zwei Kreidler Florett Oldtimer zugelegt, die Helmut in liebevoller, monatelanger Detailarbeit von Grund auf neu aufgebaut hat. Und was neu ist, ist natürlich immer superspannend. Ihr kennt das bestimmt von euch selbst?

 

 

So waren wir im letzten Jahr fast 10.000 km mit unseren „Neuen“ – wir haben sie Lotte & Schorsch getauft - in Europa unterwegs, während unsere Hondas die meiste Zeit nur in der dunklen Garage standen.

Wir stellen unser Leben mal wieder komplett auf den Kopf

Außerdem ist bei uns die letzten Monate sowohl privat wie auch beruflich sehr viel im Wandel. Wir haben schon ein ganz schlechtes Gewissen, dass bei uns so viel passiert und wir so viele wichtige Entscheidungen treffen und euch aktuell gar nicht auf unserer „Reise“ mitnehmen. Aber manches mussten wir erst mit uns selbst ausmachen und ins Reine bringen, bevor wir damit nach außen gehen. Wir hoffen ihr versteht das und wir danken euch für eure Geduld! In Kürze werden wir euch aber ausführlich von unseren neuen Plänen & Projekten erzählen und euch wieder viel mehr mitnehmen und Teil haben lassen – versprochen!

 

Langer Rede kurzer Sinn… wir werden in den nächsten Monaten nicht die Zeit haben, den Alperer und die Dicke Rosi auf größere Touren auszuführen und da wir sie auch nicht in einer dunklen Garage versauern lassen wollten, haben wir überlegt, was wir tun können… und da kam uns recht schnell die Idee, sie in einem Museum auszustellen!

 

An einem Ort, wo sie den Besuchern von ihren Abenteuern und Erlebnissen erzählen können und wo sie hoffentlich viele Menschen inspirieren werden selbst aufzubrechen und die Welt zu entdecken.

Vielen Dank an unsere Community für die vielen Tipps

Ganz spontan haben wir dazu auch einen Aufruf auf Facebook und Instagram gestartet und euch gebeten, uns Tipps und Empfehlungen für Museen zu geben, für die unsere Motorräder interessant sein könnten. An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank an euch alle für das viele Feedback , die Anregungen und Tipps!

 

Facebook Aufruf zu einem geeigneten Museum für unsere Reisemotorräder

 

Unser erster Gedanke war es Honda Deutschland anzuschreiben - die sich zu unserer großen Freude auch wirklich ganz zeitnah bei uns gemeldet haben! Da sie aber kein eigenes Museum oder eine Ausstellung betreiben, nannten sie uns das Technikmuseum in Sinsheim-Speyer als mögliche Anlaufstelle. Ein Tipp, den wir auch von einigen von euch erhalten haben. Gesagt, getan. Gleich am nächsten Tag kontaktieren wir das Technikmuseum und was sollen wir sagen… nur wenige Tage später meldet sich Ausstellungsleiter Martin mit einer supernetten und vor allem interessierten Mail bei uns. Nach einem gemeinsamen Telefonat steht schnell fest: Jawohl, unsere Weltreisemotorräder haben die große Ehre als Leihgabe ins Technikmuseum in Sinsheim einzuziehen!

 

Wie cool ist das denn bitte!?

Eigentlich sogar unfassbar, denn wir hätten uns nie träumen lassen, dass unsere Motorräder und Helmuts Alperer - der einstige Scheunenfund und Rosthaufen - im speziellen, ihren Altersruhesitz einmal in einem so renommierten Museum finden würden.

Abschied auf Zeit

Es ist Ende Mai, als wir nach gut 6 Stunden Fahrt auf dem Vorplatz des Technikmuseums in Sinsheim ankommen. Wir sind super aufgeregt. Wie werden wir empfangen? Wie wird das Museumsteam auf unsere Motorräder reagieren? Werden sie ihnen gefallen?

 

Am Ende ist all unsere Aufregung völlig unnötig, denn die zuständigen Mitarbeiter empfangen uns so offen und herzlich, als wären wir gute Freunde und schon seit Jahren Teil der Museumsmannschaft. Nach einem entspannten Gespräch, in dem neben der weiteren Vorgehensweise auch allerlei Reiseanekdoten ausgetauscht werden, geht es dann ans Abladen der Motorräder.

 

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Museumsfotograf Sebastian für die großartigen Bilder, die er bei dieser Aktion von uns und unseren Bikes geschossen hat und die wir für diesen Beitrag (inkl. Titelbild) verwenden dürfen.

 

 

Es ist schon ein komisches Gefühl, als wir den Alperer und die Dicke Rosi in eine Nebenhalle des Museums schieben und uns verabschieden. Natürlich sind es eigentlich „nur“ Fahrzeuge, doch wir haben auf unserer Weltreise so viel mit den beiden erlebt, dass sie für uns einen hohen persönlichen, sentimentalen Wert haben, und so fällt uns der Abschied durchaus schwer. Aber auf der anderen Seite bleiben sie ja unsere Motorräder, denn sie sind eine Leihgabe an das Museum und wir werden sie nach Ausstellungsende – wann auch immer das sein mag – auch wieder abholen.

Im Interview mit dem Technikmuseum Sinsheim-Speyer

Bevor uns das Team entlässt und wir das Museum erkunden, machen wir noch ein kurzes… äh, eher etwas Längeres (wir sind aber auch immer solche Plaudertaschen!) Interview mit Alla, die im Museum unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Es hat uns riesig Spaß gemacht mit Alla über unsere Motorradweltreise zu sprechen und deshalb freut´s uns umso mehr, dass daraus gleich eine dreiteilige Interviewreihe entstanden ist, die ihr auf der Webseite des Technikmuseums nachlesen könnt.

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Bevor unsere Motorräder in der Ausstellung platziert werden, vergehen dann nochmals einige Wochen, denn es müssen noch Aufsteller und ein Bildschirm mit Laufbildern von unserer Weltreise vorbereitet werden.

Ein Ort, an dem sie den Besuchern von ihren Abenteuern & Erlebnissen erzählen können

Mitte August ist es dann aber soweit und es heißt Bühne frei für den Alperer und die Dicke Rosi!

Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, noch einmal nach Sinsheim zu fahren und unsere Motorräder in der Ausstellung – sie stehen im Übrigen in Halle 2! – zu besuchen. Unsere beiden alten Transalps, die Dicke Rosi und den Alperer, zwischen vielen wirklich berühmten und historischen Fahrzeugen stehen zu sehen, dahinter beleuchtete Aufsteller mit Fotos von unserer Weltreise, das ist echt unfassbar!

 

Ein wahrer Gänsehautmoment. Und für uns einmal mehr ein Beleg dafür, dass Henry David Thoreau mit seinem berühmten Zitat, dass wir uns nicht nur als Motto für unsere Motorradweltreise, sondern auch für unseren gemeinsamen Lebensweg ausgesucht haben, verdammt recht hat.

 

 

 

Wenn wir uns von unseren Träumen leiten lassen,

dann wird der Erfolg all unsere Erwartungen übertreffen.

~ Henry David Thoreau ~

 

 

 

Während wir voller Begeisterung Fotos und Videos der Motorräder aus allen erdenklichen Perspektiven aufnehmen, kommen wir bereits mit einigen motorradbegeisterten Besuchern ins Gespräch. Zum Teil können es unsere Gesprächspartner gar nicht fassen, dass wir nur mit Motorrad und Zelt über fünf Jahre lang die Welt bereist haben!

 

 

Am späten Nachmittag treffen wir im Biergarten des Museumsrestaurants noch eine bunte Truppe Motorradfahrer, die unserem spontanen Social Media Aufruf gefolgt sind und die kurzfristig Lust & Zeit auf einen Ratsch und ein Getränk haben. So lassen wir diesen unglaublich spannenden und ereignisreichen Tag in einer sehr tollen, sympathischen Runde ausklingen. Bei dieser Gelegenheit auch noch einmal vielen Dank an alle, die spontan nach Sinsheim gekommen sind, es hat uns mega viel Spaß gemacht euch zu treffen uns sich mit euch auszutauschen!

 

PS: Bea´s Papi hat sich ebenfalls hier mit auf eines der Bilder geschlichen.

 

Ein fettes Dankeschön an das Museumsteam

Unser abschließender Dank geht an das super Team vom Museum. An den Museumspräsidenten Herrn Layher, an Martin, Moritz, Sebastian, Alla, Sofia und den netten Herren vom Infostand in Halle 2 (sorry, Namen vergessen…)!

 

Ohne euch und all die anderen enthusiastischen Mitarbeiter wäre das Technikmuseum sicher nicht das was es ist. Nämlich ein Ort, an dem historische Fahrzeuge und technische Raritäten – und Kuriositäten – für die Besucher lebendig und erlebbar werden. Von uns gibt´s (und natürlich auch von Bea´s Papi, der bei unserem zweiten Besuch mit von der Partie war) auf jeden Fall ein ganz fettes Daumen hoch! Und das nicht nur, weil unsere Motorräder jetzt bei euch im Museum stehen, sondern weil uns beide Museen, sowohl Sinsheim als auch Speyer, echt beeindruckt haben und wir jedem einen Besuch absolut empfehlen können!

 

 

Wenn ihr Lust bekommen habt unsere Weltreisemotorräder im Technikmuseum Sinsheim zu besuchen, dann macht auf jeden Fall ein Foto von euch und den Bikes und mailt es uns oder verlinkt uns auf Social Media! Wir würden uns riesig freuen!

 

 

 


Und wir haben die Motorräder schon besucht


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Kommentare: 1
  • #1

    Heiko (Freitag, 02 September 2022 20:35)

    Echt coole Sache. Finde das Museum in Sinsheim echt sehenswert und Eure zwei Moppeds passen da super hin!

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