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Mit 50ccm über die härtesten Pisten Australiens


THE GREAT OUTBACK CHALLENGE



Die Reise ∙ Alle Zahlen & Fakten

 

Die Reise im Überblick:

  • Gesamtstrecke: ca. 15.000 km
  • Davon offroad: ca. 8.000 - 9.000 km
  • Weit über 1.000 Sanddünen
  • Unzählige Flussdurchquerungen
  • 3 Guiness World Records (neue Kategorie 50 ccm Mopeds gerade in der Überprüfungsphase)

Wann solls losgehen?

  • Juli 2024
  • Startpunkt: Brisbane/Australien
  • geplante Dauer ca. 4 - 6 Monate (australischer Winter & Trockenzeit)

 


Womit sind wir unterwegs?

Zwei Kreidler Florett 50ccm Oldtimer Mopeds, Bj. 69 & 75, die Helmut von Grund auf neu aufgebaut, restauriert und fernreisetauglich umgebaut hat. Mit einem Tankvolumen von jeweils 12 Litern und einem Verbrauch von 2,5 - 3 Litern (auf Schotter) schaffen die beiden gut 400 Kilometer, was schon mal ganz ordentlich ist.

Da wir aber hauptsächlich auf Outback Tracks unterwegs sein werden, wird der Transport von zusätzlichem Benzin, Wasser und Essen auf den Mopeds eine der größten Herausforderungen darstellen. Obwohl die Floretts eine Zuladung von sage und schreibe 165 kg haben, wollen wir aus Gewichtsgründen natürlich so wenig Gepäck wie möglich mitnehmen und dieses so optimal wie möglich auf den kleinen Mopeds verteilen. Welche Modifikationen Helmut dafür vorgenommen hat, könnt ihr im fernreisetauglichen Umbau nachlesen. Mehr über unser Gepäcksystem Setup und unsere Fahrerausstattung erfahrt ihr in der Rubrik Reiseplanung.

 


Für ein echtes Abenteuer braucht es nicht mehr als ein wenig Mut und Neugier!

 ~ Bea & Helmut ~


Wo wollen wir hin?

Old Telegraph Track nach Cape York

Dieser gut 800 km lange Track gehört zu den bekanntesten und anspruchsvollsten Pisten Australiens. Die größte Herausforderung dieses Tracks – speziell für unsere Mopeds - sind die unzähligen Flussdurchquerungen, die je nachdem, wie viel es geregnet hat, gerade so machbar sind, oder auch eine schier unüberwindbare Herausforderung darstellen können. Die Krokos, die die Gewässer im Norden Australiens zu tausenden bevölkern, machen die Strecke zusätzlich kniffelig!

 

 

Savannah Way

Dieser 3.500 km lange, über weite Teile ungeteerte Track verbindet Cairns im tropischen Norden Queenslands mit Broome an der Westküste von Western Australia. Die Strecke ist berühmt-berüchtigt für seine materialmordenden Wellblechpisten, die sicher auch vor unseren Oldies nicht halt machen.

 

 

Gibb River Road

Auf 660 km länge führt dieser Track durch die atemberaubend schöne Kimberley Region im Nordwesten Australiens. Staubige Pisten, Flussdurchquerungen und grüne Oasen inmitten von steilen Felsformationen – dies Strecke bietet alles, was sich unser Abenteurer-Herz erträumt, aber unsere Mopeds sicher auch auf eine harte Probe stellen wird!

 

 

Canning Stock Route

Dürfen wir vorstellen, unser Endgegner! Mit fast 2.000 km länge führt die CSR durch absolut menschenleere Wüstenlandschaften und überquert dabei knapp 1.000 Sanddünen. Damit gehört die Canning Stock Route zu den abgelegensten und anspruchsvollsten Offroad Tracks der Welt. Und wir haben uns vorgenommen, die CSR mit unseren 50ccm Mopeds zu bezwingen. Nicht nur, dass wir ausreichend Benzin für diese Strecke transportieren müssen, auch Wasser und Lebensmittel für geplant 3-4 Wochen sind ein herausforderndes Thema. Ob uns das gelingt, oder ob wir uns aus Sicherheitsgründen gegen diese Strecke entscheiden müssen, das werden die nächsten Monate zeigen.

Wie es ist, diese Strecke mit einem Motorrad unsupported zu meistern, könnt ihr in dem sehr empfehlenswerten Buch* "Spurensuche" von Andreas Hülsmanns & Jörg Becker nachlesen.

 

 

Great Central Road

Eine knapp 1.200 km lange Piste bis zum Horizont, umgeben von nichts als roter Erde, Kängurus und Kamelen. Das ist, was Australien für uns ausmacht.

 

 

Oodnadatta Track

Wiedersehen mit einem guten Bekannten, denn auf dieser Strecke, die am Rande des gigantischen Lake Eyre Salzsees entlangführt, waren wir vor einigen Jahren bereits mit unseren Transalps unterwegs. Damals hätten wir uns nicht träumen lassen, dass wir noch einmal zurückkommen – und schon gar nicht auf 50ccm Mopeds.

 

Und wer weiß, viellecht kommt noch der ein oder andere Track hinzu...

Ist das überhaupt möglich?

Australien - Ein Land so weit weg, dass selbst manche Planeten näher scheinen. So groß, dass einige der dortigen Rinderfarmen größer sind als so manches Land. Und so dünn besiedelt, dass in ganz Australien weniger Menschen leben als in einer einzigen Großstadt wie Tokyo.

 

Und genau dort wollen wir hin. Aber nicht mit dem Rucksack, auf dem Motorrad oder im Geländewagen, sondern mit unseren rund 50 Jahre alten 50ccm Kreidler Floretts. Klingt ungewöhnlich? Ist es vermutlich auch!

 

Wir waren während unserer Motorradweltreise bereits 1 ½ Jahre in Australien unterwegs und haben vor Ort einiges an praktischen Erfahrungen und Wissen sammeln können. Außerdem haben wir uns damals unsterblich in Land & Leute verliebt und wollten unbedingt noch einmal wiederkommen - auch wenn wir zu dieser Zeit nicht geahnt haben, dass das auf zwei alten Mopeds sein wird! Ja, unsere Mopeds. Mit denen sind wir bereits gut 10.000 km durch Europa gereist und haben unter anderem auf dem TET in Polen und Schweden die Gelände- und Offroad-Tauglichkeit unserer Kleinen ordentlich auf die Probe gestellt. Und bisher haben sie sich sehr wacker geschlagen!

 

Aber um unser neues Abenteuer noch spannender zu machen, haben wir uns einige der härtesten und abgelegensten Offroad Tracks der Welt herausgepickt. Strecken, die bereits mit einem Geländewagen oder auf einer Sportenduro tough sind. Auf einem 50 Jahre alten 50 ccm Moped sind sie aber definitiv next Level! Gerade auf Sand – und davon wir es im Outback reichlich geben – zählen vor allem die Breite der Reifen und die Leistung. Und mit beidem können unsere Floretts nicht gerade Punkten!

Deshalb wissen wir nicht, ob wir alle Strecken so wie wir sie aktuell geplant haben, auch wirklich meistern können. Denn obwohl wir die Herausforderung und das Abenteuer lieben, wollen wir uns nicht leichtsinnig in Gefahr bringen. Gerade im australischen Outback, wo die nächste menschliche Ansiedlung unter Umständen mehrere Tagesfahrten entfernt liegt, müssen wir uns ganz genau überlegen, was im Bereich des Möglichen liegt und was nicht. Dementsprechend werden wir uns langsam an die Offroad-Tracks herantasten und mit jeder gemeisterten – oder unter Umständen auch nicht gemeisterten – Strecke neu entscheiden, wie unsere weitere Reiseroute verlaufen wird.

 

Auch das Wetter spielt eine große Rolle. Spätestens ab November beginnt im Norden die Regenzeit und im Süden wird es unangenehm heiß. Ab dann sind viele der Tracks gesperrt. Es kommt also auch darauf an, wie gut wir vorankommen, denn unser Zeitfenster ist nicht unbedingt groß.

 

Aber eines ist sicher: Trotz aller Unwägbarkeiten wollen wir uns den Herausforderungen des Outbacks stellen und wir sind bereit, uns und unsere Mopeds bis an unsere Grenzen und darüber hinaus zu pushen.

WARUM machen wir das?

Vor allem natürlich, weil wir gerne auf zwei Rädern unterwegs sind. Der frische Wind im Gesicht, das Campen im Outback, alleine der Gedanke daran lässt unsere Herzen schon jetzt höher schlagen. Aber diese Reise wird mit Sicherheit auch eines der härtesten Abenteuer, dem wir uns in unserem Leben bisher gestellt haben und ja, es wird definitiv nicht einfach, aber dafür umso lohnender.

 

Falls ihr euch nun fragt, warum wir zwei 50ccm Oldtimer Mopeds für diese Reise gewählt haben, wenn diese Bikes doch alles andere als optimal für die bevorstehenden Pisten sind? Der Grund ist einfach: Wir lieben Herausforderungen. Einfach mal wieder die Komfortzone verlassen und den Fokus auf das lenken, auf was es am Ende wirklich ankommt

 

Nämlich LEBEN!

 

Uns erreichen regelmäßig Emails von Menschen, die ihre Träume gerne in die Tat umsetzen würden, aber aufgrund des Hamsterrades aus Arbeit und Konsum keine Chance dazu finden. Ein großes Haus, ein teures Motorrad, ein schicker Urlaub im 5 Sterne Hotel und regelmäßig das neueste Smartphone... Alles tolle Dinge. Aber wieviel Zeit und Geld bleibt uns am Ende dieses Kreislaufes übrig, um mit all diesen tollen Dingen auch wirklich Geschichten zu erleben, von denen wir ein Leben lang erzählen können? Oder anders gefragt: An wie viele Erlebnisse im letzten Jahr könnt ihr euch wirklich auf Anhieb erinnern? Besondere Momente, die bleiben?

 

Genau deshalb ist es umso wichtiger, eure Prioritäten auf die wirklich wichtigen Dinge zu lenken. Eure Kinder, Familien, Freunde, ein leckeres Essen, einem regelmäßigen Hobby nachgehen oder euren großen Traum in die Tat umsetzen – egal was, Hauptsache es zaubert euch ein Lächeln aufs Gesicht. Und wenn dafür nicht das Beste oder exklusivste Material zur Verfügung steht, scheiß drauf!

Hauptsache ihr LEBT!

 

Und genau deshalb haben wir uns die Challenge gesetzt, mit unseren 50ccm Oldies, bepackt mit nicht viel mehr als unserem Zelt, Schlafsäcken, ein paar Unterhosen und natürlich unserer Kamera einige der härtesten und abenteuerlichsten Offroad-Strecken unter die Reifen zu nehmen, die die Welt zu bieten hat. Denn für ein Abenteuer braucht es nicht viel mehr als ein wenig Mut und Neugier!

 



Wie werden wir euch mitnehmen?

Diesmal werden wir keine Reiseberichte im klassischen Sinn schreiben, sondern die Reise verfilmen und Euch in regelmäßigen Abständen (sofern es das Outback zulässt, denn das ist eine weitere Herausforderung!) in einer Serienstaffel auf YouTube mit auf die Reise nehmen. Allerdings werden die einzelnen Episoden künftig in englischer Sprache (mit einem hervorragenden bayerischen Akzent) zu sehen und zu hören sein. Der Grund dafür ist einfach: Zum einen können wir so auch die Australier selbst mit auf dieses Abenteuer nehmen, zum anderen wollen wir diese Geschichte so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen - und Englisch verbindet die Menschen auf der ganzen Welt. Für uns ist das natürlich nochmal eine zusätzliche Herausforderung und wir werden sehen, wie wir das alles umsetzen können. Aber es sind genau diese Herausforderungen im Leben, die uns am Ende wachsen lassen und unseren Horizont erweitern. Und die uns spüren lassen, dass wir LEBEN!

 

Zu den Videos werden wir euch auf Social Media natürlich wie gewohnt mit Bildern versorgen.

 

Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr und versuchen aktuell den riesigen Berg an Aufgaben abzuarbeiten, den es noch zu erledigen gilt, bevor es in Kürze dann endlich losgeht. Und wir sind natürlich sehr gespannt, was ihr zu unserer Outback Challenge sagt und freuen uns auf euer Feedback unten in den Kommentaren!

 

Bis bald, 

Außerdem freut es uns riesig, dass wir mit diesem ganz besonderen Abenteuer auch einige der Partner, die uns bereits seit dem Beginn unserer Motorradweltreise begleiten und mit denen sich über die Jahre zum Teil echte Freundschaften entwickelt haben, vom Fleck weg begeistern konnten und sie auch für unser neues Abenteuer wieder mit an Bord sind.

 

Das ist alles andere als selbstverständlich, denn der „Werbefaktor“ einer Kreidler Florett im Vergleich zu einer neuen GS beispielsweise ist weit entfernt vom Mainstream und alles andere als attraktiv. Das die Verantwortlichen trotzdem so begeistert von unseren Mopeds und unserer Outback Challenge sind und dass der Spirit des Zweirad-Reisens und des Abenteuers auch für sie im Vordergrund steht, dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

 

Danke, dass ihr Teil unseres Abenteuers seid und hinter der Message steht, die wir mit dieser Reise erzählen wollen:

 

 

~ Egal welches Motorrad du fährst, das Erlebte ist das, was zählt. ~



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Kommentare: 5
  • #5

    Dieter Bachmann (Dienstag, 09 Juli 2024 21:29)

    Respekt zu so einem Projekt. Ich habe 1979 selber mit Rucksack, per Bahn, Bus, Auto oder Daumen einen großen Teil der Strecke zurückgelegt und bin nach 3 Monaten noch durch Neuseeland, auch 3 Monate. Für mich war es ein Weg Abstand zu gewinnen, nachdem ich 1978 einen spektakulären Abflug bei Tempo 180 unverletzt überstanden hatte und ich danach 35 Jahre nicht mehr Motorrad gefahren bin. Seit 2013 fahre ich allerdings wieder und es macht immer wieder Spaß.

    Ich wünsche Euch eine tolle Tour, dass die beiden Schnapsgläser ohne große Probleme durchhalten und vor allem das Ihr Beide gesund bleibt.

    Schönen Gruß
    Dieter

  • #4

    Franck Thomas (OldMan54) (Freitag, 21 Juni 2024 23:33)

    Bin gespannt, war mit einer 11 Ps Sommer Diesel 95.000 km unterwegs, auch quer durch Marokko…

    Haut rein,

    Gruß Thomas

  • #3

    Marc (Donnerstag, 20 Juni 2024 15:59)

    Hallo Bea & Helle,

    Down Under also. Geile Sache! Bin auf jeden Fall (virtuell & in Gedanken) mit dabei und freue mich auf eure Abenteuer mit den PS starken und hochgezüchteten Adventure-Bikes.

    Schöne Grüße aus dem Schwabenland :)

  • #2

    Jack Schinagl (Mittwoch, 19 Juni 2024 22:51)

    Servus Bea & Hele,
    Die Old Telegraph Road bin ich 1988 mit zwei Kumpel auf XT 500 u. 600 gefahren. Wir hatten nur eine Zahnbürste und eine Unterhose dabei. Geplant war eine Woche hin und zurück. Durch zwei Kolbenfresser unterwegs hat es 3 Wochen gedauert. Dementsprechend sahen wir dann auch aus�� Teile von euren anderen geplanten Routen sind wir auch gefahren. Das war wirklich ein Abenteuer mit der primitiven Ausrüstung. Ich wünsche euch eine pannenfreie Tour und unvergessliche Erlebnisse. See you Jack �

  • #1

    Christian Fürst (Mittwoch, 19 Juni 2024 21:05)

    Good on ya mates!!!
    Das wird cool
    Bin schon sehr gespannt auf die Berichte
    Simone und ich waren 1994 8000 km off-road in Aussie und sind auch mit mate Hülsmann 4 Wochen gemeinsam Tanami Track gefahren und Gibb River Road gefahren
    Lasst es euch gut gehen mit den leichten Mopeds…

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