Tagebuch Südamerika

 Über die interaktive Google Maps Karte könnt ihr mit nur einem Klick direkt den Reisebericht (orangefarbenes Motorrad) anwählen, der euch interessiert.

Nun noch die Beschreibung angewählt und schon öffnet sich ein separater Tab mit dem gewünschten Bericht!

 


Südamerika #38 - Kolumbien - Karibische Weihnacht!

 Während unser Freund Weindi kurz vor Weihnachten zu einem zweimonatigen Heimatbesuch nach Österreich fliegt, beschließen wir über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage noch bei unserer kolumbianischen Gastfamilie zu bleiben, um unsere letzten Aufgaben und Projekte abzuschließen.

 

Am 23.12. fahren wir in einen großen, gut 30 km entfernten Supermarkt, denn wir benötigen einige „Spezialzutaten“, da wir unsere Gastfamilie mit typisch deutschem Weihnachtsgebäck überraschen wollen. Leider finden wir selbst in diesem Shopping-Tempel, in dem wir von Weihnachtsmusik beschallt durch über und über mit Weihnachtsdeko geschmückten Gängen rollen, nicht alle benötigten Zutaten. Dann heißt es eben improvisieren…


Es ist bereits später Nachmittag, als wir endlich von unserem Einkauf zurück sind. Wir leihen uns bei unserer Gastfamilie einige ziemlich antiquarisch anmutende Küchengeräte aus und schon geht´s los!

 

Auf unserem ambitionierten Programm stehen Schokobrot, Vanillekipferl, traditionelle Ausstecher-Plätzchen, Spitzbuben und Schoko-Nuss-Plätzchen. So kommt es, dass wir bis spät in die Nacht wie die wilden verschiedenste Teige anrühren, ausrollen, ausstechen, formen, backen und, und, und…

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Südamerika #37 - Kolumbien - Work & Travel!

 Die Wiedersehensfreude ist groß, als wir den Freisinger Stefan und seinen riesigen MAN-Truck auf dem Gelände einer Dirt-Track Rennstrecke nördlich von Bogota erspähen. Stefans Frau Petra ist gerade die Familie besuchen, so hütet Stefan das mobile Eigenheim ganz alleine, einzig Hund Mandu leistet ihm Gesellschaft.

 

Stefan hatte den kolumbianischen Besitzer des Geländes zufällig getroffen und nach einem interessierten Gespräch über die Reise der beiden Freisinger hatte ihm der Kolumbianer angeboten, dort kostenlos campen zu können und auch wir dürfen für ein paar Tage unser Zelt auf einer Wiese direkt neben der Rennstrecke aufschlagen. Da das Wetter seit Tagen regnerisch und kühl ist – Kolumbiens Hauptstadt liegt auf über 2.600 m – sind wir froh unser Zelt unter einem kleinen Unterstand aufstellen zu können, der uns wenigstens etwas Schutz vor den regelmäßigen Regenschauern bietet.

Auch unser Freund Weindi, der nach wie vor mit uns unterwegs ist, parkt seine Landrover so, dass die Leiter und der Eingang zu seinem Dachzelt etwas geschützt unter dem Unterstand stehen.

 

Schnell richten wir es uns in unserem neuen „Eigenheim“ gemütlich ein und kochen ein kräftiges Abendessen, das uns ordentlich von Innen wärmt, denn mit der Dämmerung wird es richtig kühl. Auch Strohwitwer Stefan ist eingeladen und so verbringen wir einen gemütlichen Abend zusammen und tauschen Reisegeschichten aus. Es ist immerhin schon wieder fast ein Jahr her, dass wir Stefan & Petra auf einem Campingplatz in Salta/Argentinien das letzte Mal getroffen hatten.

 

Außerdem leisten uns zwei junge Hunde, die den Besitzern der Anlage gehören, Gesellschaft und vor allem Bea hat sofort einen Narren an den beiden Rackern gefressen.




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Südamerika #36 - Kolumbien - El Padrón de Colombia!

 An unserem zweiten Tag im kolumbianischen Bergdorf Salento machen wir uns auf, das wunderschön restaurierte historische Zentrum des gut 7.000 Einwohner zählenden Ortes zu erkunden.

 

Die Fenster und Türen der weiß getünchten Häuser sind in bunten Farben gestrichen und unterstreichen so die freundliche, lebensfrohe Art ihrer Bewohner. Aus vielen der weit geöffneten Fenster und Türen dringen lateinamerikanische Klänge und in einer kleinen Gasse haben sich zwei ältere Herren im Schatten eines Hauses niedergelassen und geben dort kolumbianische Volkslieder zum Besten, die sie mit ihren Gitarren begleiten.


Außer uns haben allerdings leider noch viele andere Touristen den bezaubernden Charme des kleinen Dorfs inmitten der mit Kaffeplantagen überzogenen Berge erkannt und so geben sich die Souvenirläden, Touranbieter und andere leicht schräge Touristenattraktionen in den kleinen Gassen die Klinke in die Hand.

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Südamerika #35 - Ecuador/Kolumbien - Guerillas & weißer Schnee!

 Die Grenzformalitäten zwischen Peru und Ecuador sind schnell erledigt und im Grenzort Macará ist auch schnell ein williger Geldwechsler gefunden, der uns unsere restlichen peruanischen Sol in USD wechselt. Ja, richtig gehört, in Ecuador wird seit dem Jahr 2000 offiziell mit USD bezahlt, was die Preise für Unterkunft und Lebensmittel etwas teurer macht als in den Nachbarländern.

 Benzin ist zu unserer Überraschung deutlich billiger, doch unsere Freude über die niedrigen Kraftstoffpreise währt nicht lange… aber das ist eine andere Geschichte.

Grenzübertritt in Macara zwischen Ecuador und Peru - Motorad Weltreise

Eine gut ausgebaute Teerstraße führt uns in herrlichen Kurven immer an den mit dichtem, leuchtend grünem Dschungel bewachsenen Berghängen entlang gen Norden.

Vor allem Helmut gefällt Ecuador sofort, grillen die Einheimischen hier doch alle paar Meter ganze Schweine über offenem Feuer und bieten das Grillfleisch zusammen mit Kartoffeln und Mais als leckeres Mittag- oder Abendessen an.

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Südamerika #34 - Peru Nord - Emergency Room!

 Bea geht es schon den ganzen Morgen über nicht besonders gut, sie hat Bauchschmerzen und leichten Durchfall. Trotzdem entscheiden wir uns, weiter zu fahren. Mittags kehren wir in einem kleinen Lokal ein, in dem unter anderem eine peruanische Delikatesse namens Cuy angeboten wird. Da es Bea eher schlechter als besser geht, bestellt sie nur eine Suppe, während Helmut tatsächlich ein gegrilltes Cuy ordert. Na, erkennt ihr, was er da genüsslich vertilgt?


Bea kann gar nicht hin schauen, während Helmut genüsslich sein Meerschwein zerlegt und so lange daran herum knabbert, bis nur noch das Gerippe übrig ist. BÄH!!!

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Südamerika #33 - Zentral-Peru - Der Straßenkrieg!

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den weiteren Weg gen Norden. Da wir die gut 200 km bis Cusco nicht wieder zurück fahren wollen, beschließen wir eine Abkürzung über die Berge nordwestlich von Maccu Picchu zu nehmen.

 

Im Gespräch mit Einheimischen haben wir erfahren, dass es dort eine Straße bis in die nächste größere Stadt geben soll. Man rät uns allerdings die Straße lieber nicht, oder wenn dann nur bei Tag zu fahren, da sie wegen ihrer Abgeschiedenheit angeblich eine beliebte Route für Schmuggler und Drogenkuriere ist.

Obwohl besagte Strecke auf unserer Landkarte nicht existiert und augenscheinlich nicht unbedingt die Beste Wahl ist, will Helmut unbedingt einen Versuch wagen. Bea, die sich noch gut daran erinnern kann, was beim letzten Mal passiert ist, als Helmut eine Strecke fahren wollte, die nicht auf unserer Landkarte verzeichnet ist – Stichwort Abenteuer Rio Bio Bio! – willigt schließlich auch ein und so machen wir uns auf den Weg.

 

Die ersten Kilometer der kleinen Landstraße sind noch asphaltiert und schlängeln sich idyllisch durch ein Flusstal und an sanften, mit dichtem grünem Dschungel bewachsenen Hügeln entlang. Das Wetter ist herrlich, die Sonne strahlt vom blauen Himmel und unsere Stimmung ist super.


Immer wieder passieren wir kleine Dörfer, die aber mit ihren staubigen Gassen und verrosteten Blechdächern eher heruntergekommen und wenig einladend wirken.

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Südamerika #32 - Peru Süd - Das Erbe der Inka!

 Die Ausreise aus Bolivien ist in wenigen Minuten erledigt, doch da heute nicht nur Wochenende ist, sondern auch noch ein großes Kirchenfest in dem direkt am Ufer des Titicacasee gelegenen Grenzort stattfindet, wimmelt es nur so von Einheimischen.


Generell haben wir die Menschen in Bolivien als eher zurückhaltend und scheu gegenüber Fremden erlebt und auch jetzt werden wir erst mal nur mit verstohlenen Blicken aus der Ferne gemustert. Doch irgendwann siegt die Neugierde und wir werden von einem Mann angesprochen, ob er denn nicht ein Foto von sich und den Motorrädern machen darf. Es dauert nicht lange, da hat sich auch schon eine regelrechte Menschentraube um unsere Motorräder gebildet und vom kleinen Mädchen bis zum alten Greis, dem wir regelrecht in den Sattel helfen müssen, will sich plötzlich jeder in cooler Pose mit unseren Bikes fotografieren lassen. Helmut wird sogar von einem älteren Herrn gefragt, was denn ein Foto kosten würde. Als Helmut ziemlich perplex „nada“ also „nichts“ antwortet, drückt ihm der Bolivianer kurzerhand sein Fotohandy in die Hand und reiht sich in die Schlange der Wartenden ein. Wie lustig!


Nach gut einer halben Stunde – die Warteschlange der Foto-Willigen ist noch kein bisschen kürzer geworden – beschließen wir schließlich aufzubrechen, denn sonst stehen wir in zwei Stunden wahrscheinlich noch immer hier und die Grenze macht Feierabend.


Während Bea auf der peruanischen Seite der Grenze unsere letzten Bolivianos in peruanische Sol wechselt, kümmert sich Helmut um die Einreiseformalitäten.

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Südamerika #31 - Bolivien - Bolivien knallhart!

Unseren nächsten Stopp legen wir im „nur noch“ 2.800 m hoch gelegenen Sucre ein. Für unsere Verhältnisse sind wir nach wie vor im Hochgebirge, doch Sucre liegt über 800 m tiefer als der Salar de Uyuni in einem Tal und so ist das Klima hier deutlich gemäßigter und milder.

 

Die Stadt wurde bereits im 16. Jahrhunder gegründet und gilt heute dank ihrer gut erhaltenen, vom Kolonialstil geprägten Altstadt mit ihren weiß getünchten Gebäuden, den vielen Kirchen und Kathedralen und den gepflegten Plätzen und Parkanlagen als eine der schönsten Städte in ganz Südamerika.


Es dauert allerdings eine ganze Weile, bis wir uns unseren Weg durch den dichten Feierabendverkehr sowie Horden von Fußgängern, die sich in den teilweise recht schmalen Gassen tummeln, bis in Stadtzentrum gebahnt haben. Wir haben von anderen Reisenden GPS-Koordinaten für ein Hostel bekommen, das über einen großen Innenhof verfügt, in dem wir auch unsere Motorräder sicher parken können (GPS: S19 02.553 W65 15.375). Zum Glück hat man noch ein kleines Zimmer im Erdgeschoss für uns frei und so checken wir gleich ein.

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Südamerika #30 - Paraguay/Bolivien - Niemandsland!

In dem kleinen und staubigen Ort Mariscal José Félix Estigarribia gut 300 km vor der eigentlichen Grenze zu Bolivien müssen wir bereits unsere Ausreiseformalitäten erledigen, so viel also zur Infrastruktur auf der kommenden Strecke.


 Wir wurden bereits mehrfach von paraguayischen Motorradfahrern gewarnt, dass es so gut wie keine Besiedelung und Infrastruktur im westlichen Chaco gibt und dass der Trans-Chaco-Highway auf diesem Stück extrem schlecht sein soll.

Doch diese Aussagen hindern uns natürlich nicht daran, uns selbst ein Bild der Gegend zu machen. :-)

 

Einzige Sicherheitsvorkehrung die wir treffen sind drei 2 L PET-Flasche mit Extra-Sprit sowie eine extra Ration Wasser, denn das Klima hier im Chaco ist extrem heiß und trocken und so steigt unser täglicher Trinkwasserbedarf deutlich an.

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Südamerika #29 - Paraguay - Plaat im Chaco!

 In Paraguays Hauptstadt Asuncion sind wir zu Gast bei dem deutschen Auswanderer und Motorradenthusiasten Friedhelm, mit dem wir bereits seit über einem Jahr in Kontakt sind, und der bereits mehrfach als Anlaufstelle für Ersatzeilpakete von uns herhalten musste. :-)

 

Friedhelm nach all der Zeit endlich auch einmal persönlich kennen zu lernen (www.paraguay-motos.org), ist klasse und wir verstehen uns auf Anhieb prima. Zufällig ist auch noch Charly, ein weiterer Motorradreisender bei ihm zu Gast und so gibt es natürlich jede Menge zu erzählen.

 

Gleich an unserem ersten Tag in Asuncion statten wir dem örtlichen Touratech-Händler einen Besuch ab. Wer die großen Touratech-Filialen aus Deutschland kennt, der wird beim Anblick der winzigen paraguayische Filiale staunen, doch was der Laden nicht an Größe bietet, das machen seine Mitarbeiter mit ihrer super freundlichen Art wett! :-)


Wir hinterlassen einen unserer Sticker und natürlich darf auch ein Gruppenfoto samt Friedhelm und Charly nicht fehlen.

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Südamerika #28 - Brasilien/Paraguay - Motorradfahrer - Eine weltweite Gemeinschaft!

 Zum Glück haben wir über unseren Motorradreise-Freund Harry Kontakt zum Biker Club “Cobras do Asfalto” in Cascavel bekommen und werden dort bei Sandro und seiner Familie herzlich aufgenommen. Wir bekommen ein kleines Gästezimmer zugewiesen und können dort auch unsere nach mehreren verregneten Fahrtagen mittlerweile klitschnassen Sachen trocknen. Naja, wir versuchen es zumindest. :-)




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Südamerika #27 - Brasilien - Brasiliens "Sanfte Hügel"

 Heute Morgen starten wir mit einer Großwaschaktion, denn die Außenhaut unserer Motorradkombis ist seit Monaten nicht mehr gewaschen worden und steht schon förmlich vor Dreck. Da unsere Unterkunft eine richtig große Waschmaschine und ausreichend Wäscheleinen besitzt, nutzen wir die Gelegenheit und gönnen unserem Gewand eine ordentliche Reinigung.

Brasilien - Südamerika - Motorrad - Weltreise - Rio de Janeiro - Endlich wieder eine Waschmaschine.

 Danach geht es aber los, denn heute stehen zwei weitere touristische Sightseeing Highlights auf dem Programm. Als erstes geht es an die berühmte Copacabana, der etwa vier Kilometer lange Strand im gleichnamigen Stadtteil liegt im Süden von Rio, etwa 7 km von unserer Unterkunft entfernt.

Wir parken unser Motorrad auf etwa halber Strandlänge und machen uns dann zu Fuß auf den Weg. 

Schnell entledigen wir uns unserer Turnschuhe und laufen über den weltberühmten, strahlend weißen Sandstrand der Copacabana, der trotz Wintersaison mit Touristen und Einheimischen gefüllt ist. Die Menschen genießen die Sonne, nehmen ein Bad in den stürmischen Wellen des Atlantischen Ozeans oder verausgaben sich bei einer Runde Beach Volleyball.

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Südamerika #26 - Brasilien - Gegensätzliches Rio!

Als unser Wecker um 7 Uhr klingelt, erwachen wir aus einem recht erholsamen Schlaf, doch wir haben leider keine Zeit unser tolles Hotelzimmer so richtig zu genießen, denn die Straße ruft. Schnell bepacken wir unsere Motorräder, die die Nacht über sicher im Eingang zum Küchenbereich geparkt waren und schon sind wir back on the Road.


 Wir sind noch nicht lange unterwegs, da entdecken wir an einer Weggabelung einen kleinen Laden, der neben frischen Früchten und Eingemachtem auch Flaschen mit frisch gepresstem Maracuja-Saft anbietet.

Die alte Dame die uns bedient zeigt uns geduldig all ihre Produkte und wir versuchen so gut es geht zu erfragen, was sie da für Köstlichkeiten anbietet.

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Südamerika #25 - Brasilien - Ein "frostiger" Empfang!

Die ersten gut 150 km durch Brasilien sind zugegebenermaßen wirklich langweilig, denn es geht immer nur gerade aus durch recht eintöniges Farm- und Weideland und außer einigen großen Silos und grasenden Kühen gibt es nichts zu sehen.


Erst circa 50 km vor Rio Grande wandelt sich die Landschaft, es wird sumpfig, die Straße ist zu beiden Seiten mit kleinen Tümpeln und Kanälen gesäumt und die Vegetation wird deutlich grüner.

Die Sumpflandschaft beherbergt auch jede Menge verschiedener Wasservögel und wir erspähen sogar ganze Herden von Wasserschweinen, die mit ihren Jungen am Ufer sitzen und sich sonnen oder flink ins Wasser gleiten, nur um wenige Sekunden später unter zu tauchen und einfach auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

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Südamerika #24 - Uruguay/Brasilien - Hasta la vista Uruguay!

Wir haben uns ausnahmsweise ein Hostal direkt im Zentrum von Montevideo gebucht, da wir die „Ciudad Vieja“, die historische Altstadt, gerne ohne allzu lange Anfahrtswege erkunden wollen (GPS: S34 54.635 W56 09.020)

 

Als wir am späten Nachmittag an dem vorgebuchten Hostal ankommen, schwant uns allerdings schon böses, denn der schmale Gang seitlich des Hostals, wo wir eigentlich unsere Motorräder sicher hinter einem Gittertor hätten parken wollen, ist derart schmal, dass unsere Bikes trotz abmontierter Koffer nicht durch passen. Scheiße!!! Was machen wir denn nun?


Uruguay - Südamerika - Reise - Motorrad - Honda Transalp - Unser Hostal in der Innenstadt von Montevideo
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Südamerika #23 - Uruguay - Anders als erwartet!

 Da es gestern Abend endlich mal nicht so spät wurde, kriechen wir heute bereits gegen 8 Uhr aus unseren Schlafsäcken, um unseren Rhythmus ein wenig umzustellen.

Mittlerweile ist es nämlich bereits um halb 8 Uhr abends finster und so müssen wir in Zukunft dringend wieder früher aufstehen und abends nicht mehr so lange fahren, um rechtzeitig vor der nun schon so früh einsetzenden Dunkelheit anzukommen.

Nach zwei Tassen Kaffee und einem Frühstück verlassen wir unser Traum-Plätzchen schweren Herzens, doch wir freuen uns schon sehr auf die heutige Fahrt und sind gespannt, was uns in Uruguay noch so alles erwarten wird.

Uruguay - Südamerika - Reise - Motorrad - Honda Transalp - Camping am Ufer des Rio Uruguay in der Nähe von Fray Bentos

 Über die Ruta 21 fahren wir bei strahlendem Sonnenschein und herrlichem Spätsommerwetter in Richtung Süden. Weitläufige Felder, Viehweiden und riesige Silos säumen unseren Weg und wir genießen die Fahrt durch die herbstlich bunte Landschaft in vollen Zügen. Wüssten wir nicht, dass wir in einem fernen Land namens Uruguay sind, so könnte man meinen, wir fahren durch deutsche Lande, so sehr erinnert uns die Landschaft an unsere oberbayerische Heimat.

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Südamerika 22 #Argentinien/ Uruguay - Der Großstadtdschungel ruft!

Auch an Tag zwei im La Posta fällt die produktive Arbeit aus. Dafür werden weiter fleißig Reisegeschichten und lustige Anekdoten mit Karin und Markus ausgetauscht. Außerdem geben sie uns einige interessante Tipps für unsere weitere Strecke nach Norden.

Argentinien - Südamerika - Reise - Motorrad - Honda Transalp - Camping bei Pollo im La Posta del Viajero en Moto in Azul

 Am Nachmittag können wir uns dann zumindest dazu durchringen einige kleinere Aufgaben wie Wäsche waschen und Emails checken zu erledigen. Zu unserer Freude geht es aber auch den Schweizern nicht anders, denn keine zwei Stunden später hocken wir schon wieder zusammen und ratschen.

 

Aber das macht das Motorradreisen doch aus. Sich Zeit nehmen für die Begegnungen unterwegs, egal ob mit den Einheimischen oder mit anderen Reisenden. Wenn es passt, dann passt es einfach und wie sagt Helmut immer so schön: Man soll die Feste feiern wie sie fallen! :-) In unserem Fall endet auch der heutige Tag erst wieder weit nach Mitternacht, so viel haben wir uns gegenseitig zu erzählen. Das herrlich sommerliche Wetter, die lauen Temperaturen und das eisgekühlte Bier aus dem Gemeinschaftskühlschrank runden unsere gesellige Runde perfekt ab. :-)

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Südamerika 21 #Argentinien - Geburtstagsüberraschung mal anders!

 Wir verbringen gleich mehrere Tage auf unserem neuen, leider nicht ganz billigen Zeltplatz im Herzen von Esquel, da wir hier endlich schnelles WiFi haben. Während Helmut zwei neue Reiseberichte verbaut, kümmert sich Bea um die Aktualisierung ihres Reisetagebuchs, schreibt und beantwortet Emails und auch einige Forenbeiträge. (GPS: S42 54.480 W71 18.382)

Zwischendurch werden dann noch schnell einige Ladung Wäsche per Hand gewaschen und einige kleinere Reparaturen an den Motorrädern durchgeführt und schon ist unsere Zeit auf dem Zeltplatz auch schon wieder vorbei.

Argentinien - Südamerika - Reise - Motorrad - Honda Transalp - Camping - Arbeiten am Computer für unseren Blog
Argentinien - Südamerika - Reise - Motorrad - Honda Transalp - Camping - Reparatur am Campingplatz in Esquel

 Leider haben wir auch einen etwas ärgerlichen Vorfall zu beklagen, denn einer der unzähligen Straßenhunde, die auch auf den Zeltplätzen herum streunen, hat uns des Nächtens doch glatt an unser Zelt gepinkelt! Neeeiiinnnn!!!

Schnell versuchen wir die Sauerei mit reichlich heißem Wasser und Spülmittel weg zu wischen, nicht, dass uns in Zukunft jeder Hund gegen unser Zelt pinkelt, weil auch er sein Revier markieren will…

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Südamerika 20 #Chile/Argentinien - Ohne Fleiß kein Eis!

 Wir haben den gestrigen Abend zusammen mit Sylvia, Heiko und Ewi verbracht und gut 20 km nördlich von Punta Arenas im „Parque Chabuco“ gecampt.

Während es für uns und Ewi heute weiter in Richtung Norden geht, werden Sylvia und Heiko noch ein, zwei Tage hier bleiben, da sie versuchen wollen zwei neue Ritzel für ihre Motorräder aufzutreiben. Punta Arenas ist Dank Freihandelszone und einigen Motorradläden der Beste Ort zur Ersatzteilbeschaffung in Patagonien. So verabschieden wir uns nach dem Frühstück von den beiden und vereinbaren in Kontakt zu bleiben, da auch sie auf dem Weg in Richtung Norden sind und sich unsere Wege unter Umständen noch einmal kreuzen werden.

Südamerika - Motorrad - Abenteuer - Reise - Chile - park Chabuco in Punta Arenas - Camping an der Küste - Heiko und Slivia

Petrus meint es heute jedoch nicht gut mit uns, denn der Wind bläst so stark wie selten und das heißt etwas hier im stürmischen Patagonien. Die gut 600 km lange Strecke, die wir heute vor uns haben, wird daher zu einem echten Kraftakt.

Vor allem Ewi hat mit seiner 800er GS Adventure mächtig zu kämpfen, da das Motorrad dank Hecktank und viel Gepäck extrem empfindlich auf starken Gegenwind reagiert und stark zu pendeln beginnt und so kriechen wir teilweise nur noch mit 60 km/h dahin.

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Südamerika 19 #Chile/Argentinien - Der Schatz vom Garibaldi Pass!

Nach einigen Tagen Buschcamping brechen wir heute bereits in der Morgendämmerung auf, um die Fähre von Punta Arenas nach Porvenir zu nehmen. Ansich ist die gut zweistündige Überfahrt über die Magellanstraße nicht besonders aufregend, doch allein der Gedanke, dass wir nun das Südamerikanische Festland verlassen und bald mit unseren Motorrädern auf „Tierra del Fuego“ zu Deutsch „Feuerland“ anlanden und uns dann nur noch wenige hundert Kilometer vom „Ende der Welt“ trennen, lässt ein Gefühl von Glück und auch Stolz in uns aufkommen.

Chile - Motorrad - Tour - Reise - Südamerika - Honda Transalp - Fährevon Punta Arenas nach Porvenir - Feuerland
Chile - Motorrad - Tour - Reise - Südamerika - Honda Transalp - Fährevon Punta Arenas nach Porvenir - Feuerland

 Auf unserem weiteren Weg nach Ushuaia bessert sich das Wetter nicht wirklich. Es ist kühl, wechselnd bewölkt und hin und wieder fallen auch mal ein paar Tropfen Regen.

Von dem strammen Westwind, der uns nun schon seit Wochen verfolgt, wollen wir schon gar nicht mehr reden…

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Südamerika 18 #Argentinien /Chile - It´s Asado-Time!

Als wir am nächsten Tag bei Dufour von der Ruta 40 auf die wenig befahrene Kiesstraße abbiegen, die uns zu einem kleinen argentinisch-chilenischen Grenzübergang bringt, ist das Wetter trocken und auch der blaue Himmel blitzt wieder durch die weiße Wolkendecke.

Argentinien - Südamerika - Motorrad - Honda Transalp - Welt-Reise - Das berühmte Ruta 40 Schild

 Die argentinische Seite der Grenze ist in wenigen Minuten erledigt, denn die Beamten haben nichts zu tun und fertigen uns ruck zuck ab. Auf der chilenischen Seite dauert es schon etwas länger, da die Dame vom Zoll einige Fragen hat, die wir nicht wirklich verstehen, was die Prozedur etwas mühsam macht. Dann noch die Formulare für die Lebensmittelkontrolle ausgefüllt und schon stiefeln wir mit dem leicht mürrischen Kontrolleur raus zu unseren Motorrädern.

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Südamerika 17 #Chile/Argentinien - Tod dem argentinischen Pfandsystem!

 Zurück in Argentinien „erholen“ wir uns auf dem örtlichen Camping Municipal in Perito Moreno Stadt erst mal von den letzten Fahrtagen und dem mühsamen Wetter der letzten Tage (GPS: S46 35.752 W70 55.564)

 

Die meiste Zeit verbringen wir in der geräumigen Campküche des Zeltplatzes. Helmut muss die gut 1.000 Fotos, die wir während unserer Fahrt entlang der Carretera Austral geschossen haben, sortieren und archivieren, während Bea ihr Reisetagebuch auf den neuesten Stand bringt und einen Reisebericht samt Fotos zum Einbau auf unserer Homepage vorbereitet. 

Kaum ist die Sonne hinter den nahen Hügeln verschwunden, schon kühlt die Temperatur merklich ab. Trotzdem sitzen wir noch einige Zeit vor unserem Zelt und genießen den Abend. Außerdem bekommen wir von unseren argentinischen Zeltnachbarn eine Flasche Fernet Branca mit Cola geschenkt. Die Mischung aus Fernet und Cola gilt in Argentinien quasi als Nationalgetränk und man kann das alkoholische Gebräu sogar in manchen Geschäften bereits fertig gemischt kaufen. Vor allem Bea findet Geschmack an dem süßlichen und doch herben Geschmack und so ist die Flasche in null Komma nichts geleert. :-)


 Es ist bereits gegen Mitternacht als wir den Klang von Motorrädern hören und tatsächlich, keine fünf Minuten später tauchen eine beladene Transalp und ein kleineres Honda-Modell auf dem Zeltplatz auf. Sofort kommen wir mit den argentinischen Bikern ins Gespräch, auch wenn sich das Gespräch dank unserer nach wie vor mangelnden Spanischkenntnisse als relative schwierig gestaltet.

Es stellt sich heraus, dass der Fahrer der Transalp einige Probleme mit seiner Maschine hat, denn diese verbraucht unglaubliche 10 Liter Benzin auf 100 Kilometer und die Motorleistung ist entsprechend miserabel! Nein, da kann etwas nicht stimmen…

Spontan bietet Helmut dem Biker an, sich sein Motorrad am nächsten Morgen mal etwas genauer anzuschauen, was der Argentinier begeistert annimmt.

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Südamerika 16 #Chile - Carretera Reloaded!

 Während es für Anna am Morgen weiter in Richtung Norden geht, machen wir uns zusammen mit Sandra und Arto auf zum etwa 5 km vom Zeltplatz entfernt beginnenden Wanderweg.

Der 1.222 m hohe Vulkan Chaitén ist im Jahr 2008 völlig unterwartet mit einer gigantischen Eruption ausgebrochen, deren Staub- und Aschewolke bis in 20 km Höhe katapultiert wurde und sich im Anschluss über viele hundert Kilometer ausgebreitet hat. Die heißen pyroklastischen Ströme, die sich entlang der Hänge um den Vulkan ergossen, haben die Vegetation in einem Umkreis von teilweise mehreren Kilometern völlig vernichtet. Auch der gleichnamige Ort Chaitén, der 10 Kilometer südwestlich des Vulkans liegt, wurde von einer 15 cm dicken Ascheschickt bedeckt und teilweise zerstört. Obwohl der Ausbruch mittlerweile sieben Jahre zurück liegt, befindet sich Chaitén nach wie vor noch im Wiederaufbau, der nur schleppend voran geht.

Der Aufstieg ist wiedererwartend doch relativ lang und steil und hält gefühlte tausend Stufen für uns parat. Puh, da kommen wir trotz des nasskalten und windigen Wetters ganz schön ins Schwitzen!

Chile - Südamerika - Motorrad - Honda Transalp - Welt-Reise - Carretera Austral - Vulkan Chaiten - Wanderweg
Chile - Südamerika - Motorrad - Honda Transalp - Welt-Reise - Carretera Austral - Vulkan Chaiten - Wanderweg

Der Wanderweg führt uns durch einen Wald voller toter Bäume, die den Hang als riesige, knochenweiße Leichen überziehen. Ausgewachsene Bäume sind wie Streichholzer umgeknickt und zeugen von der massiven Wucht des Ausbruchs. Nur die frisch von unten aufwachsenden, leuchtend grünen Büsche und Sträucher verkünden von neuem Leben, dass sich sieben Jahre nach dieser gigantischen Naturkatastrophe langsam wieder im Bereich rund um den Vulkan ansiedelt.

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Südamerika 15 #Chile - Carretera Austral!

Auf unserem Weg vom Nationalpark Vicente P. Rosales nach Puerto Montt legen wir einen kurzen Zwischenstopp an der örtlichen Postfiliale in Puerto Varas ein.

Wir haben in der letzten Zeit einiges an Souvenirs angesammelt und auch einige Gastgeschenke bekommen, die wir zwar gerne behalten, aber nicht mit uns herum fahren wollen. Daher haben wir ein kleines Paket zusammen gestellt, das wir heute nach Hause schicken wollen. Leider glänzt die chilenische Post durch unglaublich viel Bürokratie. Helmut muss einige DIN A 4 Zettel ausfüllen, die den Inhalt des Pakets beschreiben, seine Passdaten werden aufgenommen und zu seiner Verärgerung muss er das gut mit Panzertape zugeklebte Paket auch noch aufschneiden, da die Postbeamtin den Inhalt prüfen will.

Insgesamt dauert die Prozedur über eine halbe Stunde und kostet uns den stolzen Preis von umgerechnet knapp 40 Euro!! Und das für ein Schuhkarton-großes Paket mit einem Gewicht von nicht mal 2 kg! :-/

Auf dem weiteren Weg stoppen wir noch kurz an einem großen Supermarkt um uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage einzudecken. Während Bea wie üblich den Einkauf übernimmt, freundet sich Helmut mit drei kleinen Jungs an, die um unsere Motorräder herum schleichen.

Erst ist er ein wenig misstrauisch, da wir uns augenscheinlich in keinem besonders guten Stadtviertel befinden, doch nach einigen Minuten sind die drei Jungs seine besten Freunde. Sie bringen ihm verschiedene spanische Wörter bei und sind von den Motorrädern und der Tatsache, dass wir aus dem fernen und für sie so exotischen Deutschland kommen, ganz begeistert. Zum Abschied schenkt ihnen Helmut drei Ein-Euro-Münzen, die sie ganz begeistert und freudestrahlend entgegen nehmen, bevor sie sich die Straße entlang trollen.

Chile - Südamerika - Motorrad - Honda Transalp - Welt-Reise - Neugierige Kinder Puerto Montt

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Südamerika 14 #Chile/Argentinien - Feliz Navidad!

Über den Paso Mamuil Malal geht es für uns zurück nach Argentinien. Trotz der nur geringen Passhöhe von 1.253 m ist die Fahrt ziemlich spektakulär, denn direkt neben der Fahrbahn ragen Jahrtausende alte Araukarien Bäume, auch Andentannen genannt, empor. 

Das besondere an diesen 40 bis 50 m hohen Bäumen sind neben ihrer imposanten Höhe und Dicke auch ihre ganz speziellen Blätter. Eigentlich haben Araukarien keine richtigen Blätter, sondern dreieckige, ledrig harte, dunkelgrün glänzende Schuppen, die dachziegelförmig übereinander angeordnet sind und an deren Spitze ein scharfer Dorn sitzt.

Ihr Aussehen alleine erinnert an längst vergangene Zeiten, in denen noch Dinosaurier durch die weiten, einsamen Andenwälder zogen.


Immer wieder gibt der immergrüne Wald den Blick frei auf den kegelförmigen Vulkan Lanín, dessen 3.768 Meter hohen Flanken von leuchtend weißem Schnee bedeckt sind.

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Südamerika 13 #Chile - Chiles längste Abkürzung!

Leider hängen am Morgen dunkle Regenwolken tief über dem Tal, die Temperatur ist kühl und der leichte Wind lässt uns zusätzlich frösteln. Trotzdem ist Helmut guter Dinge und beginnt voller Elan einen Ansaugschnorchel für den Luftfilterkasten der Motorräder zu bauen, da er sich auf Grund der Wassertiefe nicht ganz sicher ist, ob die Originalhöhe des Ansaugstutzen ausreicht, ohne Gefahr zu laufen in den tieferen Bereichen, Flusswasser anzusaugen.


Als nächstes machen wir uns daran unsere vier Alukoffer, zwei Softbags sowie zwei Tankrucksäcke durch den Fluss zu schleppen. Die großen rutschigen Steine, zusammen mit der Strömung und den relativ schweren Alukoffern, gepaart mit bleischweren Stiefeln machen es vor allem für Bea relativ anstrengend, doch nach etwa einer dreiviertel Stunde sind alle Sachen sicher und trocken auf der anderen Seite des Ufers.

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Südamerika 12 #Chile - Fahrt ins Ungewisse!

Für uns geht es heute über den Highway weiter nach Valparaíso und zurück in die Villa Kunterbunt, während unsere neuen Reisefreunde Katie & GianMarco noch einige Zeit in La Serena verbringen wollen.

 

So toll das Zelten direkt am Strand auch ist, so störend ist die salzhaltige Gischt, die unsere Equipment und unseren Motorräder nun in einer feinen, salzhaltigen Schicht überzieht. Kombiniert mit dem Staub und Dreck der letzten Wochen wirkt alles, was wir an den Bikes anfassen, schmierig und klebrig und selbst Edelstahl legt Rost an. Deshalb wollen wir unseren Gefährten noch eine ordentliche Reinigung mit einem Hochdruckreiniger an einer Tankstelle verpassen, bevor es weiter nach Valparaíso geht.

Chile - Südamerika - Motorrad - Reise - Waschen

Da auch unsere Motoradkombis vom Wüstensand und Staub der letzten Monate schon wieder ziemlich verdreckt sind und vor allem die Reisverschlüsse relativ schwer gehen, beschließen wir spontan auch uns selbst eine kleine Waschung zu verpassen.

Das Wetter ist sonnig und die Kombis trocknen auf den nächsten paar Hundert Kilometern bis Valparaíso sicher wieder.

Gesagt, getan und schon stehen wir in der Waschbox und verpassen uns gegenseitig eine heiße Dusche. Dass die Belegschaft der Tankstelle sowie alle vorbeikommenden Passanten ziemlich irritiert schauen, als sie unsere seltsame Waschaktion bemerken, stört uns nicht. :-)

Und das Ergebnis spricht definitiv für sich, denn die Kombis schauen wieder richtig sauber aus und das wichtigste ist, dass nun auch die Reisverschlüsse wieder problemlos funktionieren. Prima! :-)

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Südamerika 11 #Chile - Improvisation ist alles!

Heute machen wir uns auf nach Calama, um den größten Kupfer-Tagebau der Welt, der den für uns fast unaussprechlichen Namen Chuquicamata trägt, zu besichtigen.

Vom Büro der Minengesellschaft, das sich direkt in Calama befindet, werden die Touristen in einem kostenlosen Bus bis zur gut 15 km außerhalb der Stadt liegenden Mine gefahren.

Nord Chile - Südamerika - Motorrad - Tour - Calama - Minentour - weltgrößter Kupfer-Tagebau - Chuquicamata - Atacama

 Dort angekommen werden wir als erstes durch Chuquicamata Stadt geführt, wobei es sich hierbei mehr um eine Geisterstadt handelt, denn die Stadt wurde 2004 aus Gesundheitsgründen und weil man auch unter der Stadt Kupfer entdeckte, nach Calama umgesiedelt.

 

Nach einer kurzen Einführung in die Historie der Mine, die zu unserer Freude auf Spanisch und auf Englisch ist, dürfen wir uns in einem Teil der Geisterstadt umsehen. Die Stimmung ist tatsächlich gespenstisch, denn es scheint, als wären viele der Gebäude noch Gestern bewohnt und belebt gewesen…

Nur der riesige Geröllberg, der aus dem Abraum der Mine besteht und der sich hinter der Stadt auftürmt und sie langsam Stück für Stück auffrisst, zeugt vom gigantischen Tagebau, der sich nur wenige Meter neben der Stadt in die Erde gräbt.

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Südamerika 10 #Argentinien/Chile - Bienvenidos Atacama!

 Die Nacht war lang, schwarz und eiskalt. Wir haben beide kaum ein Auge zugetan, uns in unseren zusammengeschlossenen Schlafsäcken eng aneinander gekuschelt, um durch die drei Lagen Gewand, die jeder von uns noch zusätzlich an hatte, wenigstens etwas von der Körperwärme des anderen zu spüren.

Doch vor allem Bea, die die Höhe nicht besonders gut verträgt und bei der sich bereits in der Nacht erste Anzeichen der Höhenkrankheit in Form von leichten Kopfschmerzen bemerkbar machen, tut kaum ein Auge zu. Die Kälte kriecht unaufhaltsam durch unsere Schlafsäcke und selbst unsere vielen Kleidungschichten können sie nicht aufhalten.

 

Es ist erst 6 Uhr morgens und das Innere des Zelts wird durch die ersten schwachen Sonnenstrahlen, die hinter den Bergen aufgeht, erhellt, als es Bea nicht mehr in ihrem eisigen Nachtlager aushält. Ihre Kopfschmerzen machen sich mittlerweile deutlich bemerkbar und so ist an Schlaf ohnehin nicht mehr zu denken.

Ihr erster Griff geht zur Seitentasche unseres Zelts, in dem ihr kleiner Radeltacho mit integriertem Thermometer liegt. Es dauert eine Weile, bis die Ziffern der Anzeige träge umschalten, auch die Anzeige scheint kein Freund frostiger Temperaturen zu sein. Als endlich das Menü mit der Temperatur erscheint, traut Bea ihren Augen kaum: es hat noch immer – 8 Grad im Inneren des Zeltes! Und das, obwohl die Sonne draußen bereits aufgegangen ist! *brrrr*

Argentinien Nord - Südamerika - Motorrad - Tour - Ruta 40 - Camping auf 4400 m - Eisig kalt - Strecke nach Susques
Argentinien Nord - Südamerika - Motorrad - Tour - Ruta 40 - Camping auf 4400 m - Eisig kalt - Strecke nach Susques

 Aber egal, es hilft alles nichts, schnell steigt sie aus dem Schlafsack um dann sofort in ihre Motorradklamotten zu schlüpfen, die ihr drei weitere, wärmende Schichten gegen die klirrende Kälte liefern.

Ihr einziger Gedanke: ein starker, heißer Kaffee, der ihre kalten Glieder wärmt und ihrem Körper von Innen heraus etwas Wärme spendet. Mhm, was für ein toller Gedanke!

Doch dann der nächste Schock: das Wasser in all unseren Plastikflaschen ist zu riesigen Eisklumpen gefroren! Oh nein! Aber klar, das hätten wir uns bei den frostigen Temperaturen eigentlich schon denken können…

Und natürlich haben wir am Vorabend nicht daran gedacht, einen unserer Töpfe mit Wasser zu füllen um ihn nun auf unserem Benzinkocher aufzutauen. Scheiße! :-/

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Südamerika 9 #Argentinien -Abenteuer Ruta 40!

 Es sind einige Tage vergangen, als wir das zweite und letzte Mal aus Salta aufbrechen. Wir nehmen eine kleine Nebenstraße, die uns entlang des Cuesta del Obispo – was zu Deutsch so viel wie der „Abhang des Bischofs“ bedeutet - in die Berge hinauf führt. Na da sind wir ja mal gespannt, was es mit diesem vielsagenden Namen auf sich hat…

Und tatsächlich, die schmale, zunächst noch asphaltierte Straße führt uns entlang eines halb trocken gefallenen Flusslaufs, dessen Ufer dennoch von grünem Gras und Bäumen gesäumt ist, in die Berge hinein.

Ganz zu Beginn der Strecke überqueren wir den Flusslauf auf einer kleinen stählernen Brücke, deren Fahrbahn mit alten Holzplanken ausgelegt ist, bevor die Straße rechterhand des Flusslaufs weiter führt.


Desto weiter wir ins Gebirge fahren, desto enger windet sich die Strecke an den grünen Berghängen entlang. In unzähligen Kurven und Kehren führt die mittlerweile ungeteerte Strecke Meter um Meter in die Höhe.

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Südamerika 8 #Argentinien - David gegen Goliath!

Eigentlich wollten wir heute Richtung Norden aufbrechen, doch da wir uns nach weiterem Studium der Karten, nachrechnen von Entfernungen und auf Grund einiger Reisehinweise und Tipps von Stefan dazu entschlossen haben, unsere weitere Route mal wieder völlig über den Haufen zu werfen und nun doch gleich über die chilenische Seite in Richtung Süden zu fahren, beschließen wir noch einen weiteren Tag in Salta zu bleiben und uns neu zu organisieren.


Außerdem wartet ein Päckchen in Asunción in Paraguay auf uns, dass wir jetzt irgendwie hier her bekommen müssen und auch die neue Route über den Paso de Jama zurück nach Chile und auf der chilenischen Seite in Richtung Süden müssen neu geplant werden. Aber das ist auch das Gute an so einer Reise, man hat keine fixe Route und Pläne sind dazu da, geändert und umgeschmissen und neu geplant zu werden. Das ist genau die Freiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit, die wir am Motorradweltreisen so lieben! :)

Eigentlich hatte Helmut ja bereits seit Tagen davon gesprochen eine Runde mit seinem Motorrad durch den riesigen Pool zu drehen. Nun, da die Malerarbeiten in vollen Zügen sind, muss er sich aber beeilen und so springt er heute Vormittag auf seinen „Alperer“, wird noch von Babs und Helmut (2) mit Taucherbrille und Schnorchel ausgestattet, die perfekt zu seiner Lederhosen-Badehose passen, um auch ja standesgemäß gekleidet zu sein und schon geht es ab in den Pool, wo er eine schnelle Runde dreht! :)

Die Zaungäste Babs, Helmut (2) und Bea brechen fast zusammen vor Lachen und machen jede Menge Fotos und Videos, um diese einmalige und denkwürdige Aktion für die Nachwelt fest zu halten! :)

Argentinien - Motorrad - Reise - Südamerika - Helle mit seinem Alperer im Pool von Salta.

 Leider ist das Wetter heute relativ bewölkt und am frühen Abend fängt es dann tatsächlich an zu regnen. Auch der Wind frischt auf und so ist es ungemütlich kalt, windig und nass. *bäh*

Schnell spannen wir unser großes Tarp um das Vordach des nahegelegenen Klohäuschens und verlegen unser Abendessen unter diese provisorische Überdachung.

Aber wie heißt es doch so schön, man muss aus der Not einfach eine Tugend machen und so kochen wir uns kurzerhand einen großen Topf herrlich nach Zitrone, Vanille, Zimt und Nelken duftenden Glühwein. Mhm, lecker! :)

Dank des leckeren Geruchs und Geschmacks kommt fast schon so etwas wie Weihnachtsstimmung bei uns auf! :)

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Südamerika 7 #Argentinien - Die Schlucht der Muscheln!

Heute ist es an der Zeit von Ewald Abschied zu nehmen. Da er leider nicht so viel Zeit hat geht es für ihn weiter Richtung Süden, während wir in Richtung Norden fahren. Obwohl wir Ewald erst seit vier Tagen kennen, fällt uns der Abschied richtig schwer, da wir uns sehr, sehr gut mit ihm verstehen und sehr gerne ein paar Tage mit ihm zusammen gefahren wären, wenn wir eine ähnliche Route gehabt hätten.

Argentinien - Motorrad - Reise - Ruta 40 - Ewald mit seiner BMW

 Für uns geht es auf der Routa 68 durch die Quebrada de las Conchas, die sogenannte „Schlucht der Muscheln“ in Richtung Norden. Wir hatten bereits von mehreren Reisenden gehört, dass die Strecke durch die breite Schlucht am Río de las Conchas entlang sehr schön sein soll und sie haben definitiv nicht zu viel versprochen.

Wir fahren durch eine schroffe Gebirgslandschaft aus Buntsandstein, die, je nachdem welche Schicht gerade zu Tage tritt, in den unterschiedlichsten Farben von dunklem rot über helles orange bis hin zu leichtem ocker leuchtet.

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Südamerika 6 #Argentinien - Unser neues Heim!

Auch heute verbringen wir den ganzen Tag vor den Computern und werkeln fleißig vor uns hin. Bea baut die neuen T-Shirt-Designs in unseren „TANTE-EMMA-LADEN“ ein, während Helmut über unserem Fotokalender für 2015 brütet. „Leider“ ist er ein echter Perfektionist, und so wird es mit der Fertigstellung des Kalenders wohl etwas länger dauern...

Argentinien - Motorrad - Reise - Computerarbeit auf dem Camping in Cafayate

 Da die Sonne nur so vom Himmel knallt und die Sicht auf den Computerbildschirm nicht gerade verbessert, verkriecht sich Helmut in seine neue „Dunkelkammer“ um dort weiter an den Fotos für unseren Kalender und unserem neuen Video zu arbeiten.

Bei gut 30 Grad im Schatten ist es zwar unter unserer kuscheligen Fleecedecke nicht gerade angenehm, aber was sollen wir sonst machen…

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Südamerika 5 #Argentinien - Dem Himmel zum Greifen nah!

 Für uns geht es weiter in Richtung des knapp 5.000 Meter hohen Paso San Francisco.

Nur wenige Kilometer nach Fiambala nähern wir uns bereits den ersten Bergrücken, die im gleißenden Licht der Mittagssonne in intensiven Rot-, Braun- und Orangetönen leuchten.


Als wir das erste Refugio - eine Art Schutzhütte für Reisende - erreichen, machen wir eine kurze Pause und stärken uns für die Höhenmeter, die auf der weiteren Strecke auf uns warten.

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Südamerika 4 #Argentinien - Im Tal des Mondes!

 Am Morgen schlafen wir erst mal aus. Naja, wenn 8 Uhr als Ausschlafen zählt. Leider war die Nacht nicht besonders geruhsam, das mag zum einen an der lauten Musikbeschallung unserer Zeltnachbarn gelegen haben, oder aber an der kalten nächtlichen Temperatur, die Bea frösteln lies… oder an Helmuts Isomatte, der irgendwann in der Nacht die Luft ausgegangen ist! :-)

 

Der oder besser gesagt die Übeltäter, es sind nämlich drei, sind dann auch schnell überführt, es sind mal wieder so spitze Stacheln, diesmal wohl von dem Baum, unter dem wir campen, die sich durch unsere Bodenplane und durch den Zeltboden bis tief in die Isomatte gebohrt haben. Na super! :-/

 

Bloß gut, dass wir ein Isomatten-Reparatur-Set mit uns herum fahren. Helmut klebt damit nicht nur die drei Löcher in der Isomatte, sondern auch die im Zeltboden, nicht dass wir beim nächsten Regen zwei Pfützen im Zelt haben!


 Als nächstes geht es mit dem Motorrad auf kleine Erkundungstour am Fluss entlang, denn die Besitzerin unseres Campingplatzes hat uns erzählt, dass, wenn man dem Fluss für einige Kilometer folgt, in ein wunderschönes Tal mit vielen großen Kakteen und bunten Bergen gelangt. Und was sollen wir sagen, die Dame hat nicht zu viel versprochen. Wir folgen einer schmalen, gut zu fahrenden Offroad-Piste immer entlang des Flusses, der sich zwischen den Bergen hindurch windet. Das Flussufer ist mit leuchtend grünen und gelben Alge bewachsen, die in der Sonne richtig kräftig strahlen. Die Berghänge leuchten in allen erdenklichen rot, orange, braun und Ocker-Tönen und hunderte, teilweise mehrere Meter hohe Kakteen wachsen an ihren Hängen. Wow!

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Südamerika #3 - Argentinien - Jetzt wird´s Bunt!

 Ziemlich erschöpft kommen wir am frühen Abend auf dem Campingplatz an (GPS: S32 51.308 W68 53.789). Der Hausmeister des Zeltplatzes, mit dem wir uns halb auf Spanisch, halb auf Englisch unterhalten, erzählt uns, dass noch andere Deutsche auf dem Campingplatz seien… und tatsächlich, wir entdecken einen Landrover mit Bamberger Kennzeichen! Was für eine Überraschung! Da die Besitzer nicht da sind, beschließen wir, ihnen später einen Besuch abzustatten. Wir machen es uns jetzt erst einmal gemütlich und öffnen zur Feier des Tages einen Malbec, das ist ein typisch argentinischer Rotwein, der vor allem in der Region um Mendoza angebaut wird.


Bea:

 

Als ich später am Abend mit meiner Ortlieb-Faltschüssel und unserem dreckigen Geschirr bewaffnet in Richtung Waschbecken laufe, erspähe ich eine Dame, die bereits in einem der Waschbecken ebenfalls mit einer Ortlieb-Faltschüssel am Wäsche waschen ist. Das muss eine Deutsche sein, ganz klar! :-)

Und tatsächlich, die Dame, Viola mit Namen, gehört zu dem Landcruiser mit Bamberger Kennzeichen. Nach einem kurzen Ratsch lädt uns Viola kurzer Hand ein, bei ihrem Auto vorbei zu schauen. Also erledige ich nur noch schnell den Abwasch, schnappe mir Helmut und unsere Flasche Malbec und auf geht´s zu Bernd & Viola.

 

Es stellt sich heraus, dass die beiden bereits seit 2 Jahren auf Weltreise sind und genau aus der Richtung kommen, die wir noch vor uns haben. Die beiden sind nämlich in Kanada gestartet und folgen der Panamericana seither in Richtung Süden.

Wir verbringen einen sehr netten Abend, trinken uns noch durch die 5 Liter Weinflasche, die die beiden wenige Tage zuvor am Straßenrand erstanden hatten und tauschen jede Menge lustiger wie auch informativer Reisegeschichten aus.

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Südamerika #2 - Chile/Argentinien - On the road again!

 Nach einem weiteren 15 Stunden Flug mit Air Europa, auf dem es genau zweimal (kostenlos) etwas zu Trinken und einmal etwas warmes zu Essen gibt – das kommt davon, wenn man sich eine Billig-Airline aussucht :-) – landen wir um 6 Uhr morgens auf dem internationalen Flughafen von Santiago de Chile.

 Die Immigration haben wir schnell hinter uns, doch am Zoll werden unsere Pakete natürlich raus gezogen. Diesmal sind unsere Reifen verdächtig und wir müssen sie auspacken, da der Zollbeamte kontrollieren will, ob sie neu oder gebraucht sind. Wären die Reifen gebraucht gewesen, hätte man sie eventuell einkassiert, da Dreck und Samen in den Reifen haften könnte.

 

In unserem Fall ist aber alles in Ordnung und wir dürfen das Paket nach kurzer Zeit wieder einräumen. Sehr gut! :-)

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Zwangspause Deutschland!

 Unser Abflug nach Chile rückt mit schnellen Schritten näher und es kommt uns vor, als wäre unsere gut fünfmonatige „Zwangspause“ wie im Fluge vergangen. Wir hatten das Glück beide sofort nach unserer Rückkehr aus Neuseeland wieder eine Vollzeitanstellung zu finden und so haben wir die letzten Monate vor allem dazu genutzt, unsere Reisekasse wieder etwas aufzufüllen.

Aber auch die Zeit mit Familie und Freunden haben wir nach der langen Trennung sehr genossen.



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Südamerika #1 - Chile - Alles Männersache!

 Es ist Montagabend irgendwann Anfang Juni und ich stehe mit meinem besten Freund Markus in unserer heimatlichen Werkstatt. Wir genießen einige isotonische Kaltgetränke auf Hopfenbasis und plaudern ein wenig. Während des Gesprächs kommen wir beiläufig auf unsere weiteren Reisepläne und ich erzähle ihm, dass wir in einem kleinen Dilemma stecken.

Wir hatten unsere Motorräder Mitte April von Neuseeland aus nach Valparaíso verschifft, mit dem Gedanken, während der Verschiffungszeit von gut drei Monaten zurück nach Deutschland zu fliegen. Unsere Motorräder würden dann Mitte bis Ende Juli in Chile ankommen, was nicht unbedingt optimal wäre, da dort dann gerade Winter ist. Erfahrungsgemäß dauern Verschiffungen aber immer wesentlich länger als vom Frächter angegeben und so hofften wir, dass wir vor Ende August nicht mit unseren Bikes zu rechnen brauchten. Unsere Hoffnung wurde jedoch vor ein paar Tagen zerstört, nachdem wir die eigentlich gute Nachricht erhalten hatten, dass die Motorräder sogar zwei Wochen früher als geplant ankommen werden. Nun war also die große Frage, was tun? Nach Chile fliegen und unsere Reise sofort beginnen? Mitten im Winter, wo viele der Anden-Pässe gesperrt sind und uns so viele der Highlights entgehen würden? Zuerst nach Norden in wärmere Regionen fahren und Patagonien später bereisen, was aber den doppelten Weg bedeuten würde, da wir ja von Kolumbien aus nach Panama wollen? Unseren Reisestart verschieben und die Motorräder im Hafen von Valparaíso gegen ein nettes Sümmchen einlagern, nicht zu wissen, ob unsere Bikes dort sicher stehen? Schwierig...

 Nachdem wir die Flugpreise nach Chile gecheckt haben, steht die Entscheidung fest. Ich fliege ohne Bea für ca. zwei Wochen nach Valparaíso, nehme bereits einiges an Ersatzteilen und zwei neue Heidenau K 60 Scout Reifen mit und regele die Einfuhr der Motorräder mit Hilfe von Enzo und Martina von der Villa Kunterbunt selbst vor Ort. Als ich Markus von dem Plan erzähle, kommt von ihm sofort das Angebot, mich zu begleiten, allerdings hat er Bedenken, dass er mir bei bürokratischen Fragen keine große Hilfe sein wird, da sein Englisch doch so schlecht sei… Macht nichts, sage ich, die sprechen dort alle Spanisch! ;-)

Abflug von München nach Chile
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