Tagebuch Osteuropa/Zentralasien

 Über die interaktive Google Maps Karte könnt ihr mit nur einem Klick direkt den Reisebericht (orangefarbenes Motorrad) anwählen, der euch interessiert.

Nun noch die Beschreibung angewählt und schon öffnet sich ein separater Tab mit dem gewünschten Bericht!

 


Sibirien - Natur pur!

Russland #2 - Sibirien - Der krönende Abschluss


 

Mal abgesehen von der Warterei verläuft die Ausreise aus der Mongolei aber, genau wie die Einreise zuvor, sehr entspannt und ohne Probleme. Auf der russischen Seite der Grenze dann die nächste Überraschung, wir müssen mit den Motorrädern durch ein „Desinfektionsbad“ fahren. Zuerst deutet man uns, wir müssten das rechte der beiden Becken durchfahren, dort steht allerdings so tief das Wasser, dass wir wahrscheinlich unsere Koffer bis zur Hälfte (und damit auch den Kofferinhalt!) mit desinfiziert hätten. Ne, ne, das geht nicht. Wir also wieder umgekehrt und einfach die mittlere Spur genommen, die nur mit ca. 30 cm Wasser gefüllt ist. Es dämmert schon, als wir Ulan-Ude erreichen. Wir wollen in ein Guesthouse, dass uns Sybille vom Oasis empfohlen hatte.

 

 Im Flyer wurde mit günstigen Zimmerpreisen sowie kostenlosem WiFi geworben. Hauptgrund, warum wir heute in einem Hostel einchecken wollen ist jedoch, dass wir uns zumindest einmal auf unserem Weg nach Vladivostok registrieren lassen wollen. Eigentlich braucht man sich ja nur zu registrieren, wenn man sich länger als 7 Arbeitstage an einem Ort aufhält und wir sammeln auch immer fleißig unsere Tankrechnungen um belegen zu können, dass wir ständig weiter reisen.

 

  Aber unsere Erfahrung an der russisch-mongolischen Grenze hat uns gelehrt, dass wir sicherheitshalber lieber doch mindestens eine Registrierung haben sollten, damit die Beamten zufrieden sind und keine sinnlosen Diskussionen anfangen. Wir klingeln und es kommt auch sofort ein netter Typ herausgelaufen, der zu unserer Freude sehr gut englisch spricht und uns gleich das große Holztor aufmacht, damit wir unsere Motorräder im Garten des Hostels parken können. Der Typ vom Hostel erklärt uns, dass das Hostel diesen Sommer eigentlich gar nicht geöffnet hat, da es generalüberholt wird, deswegen haben sie im Moment weder WiFi noch fließend Wasser, aber wir können trotzdem für eine Nacht bleiben. Na super… :-/


Da unser Hostel-Vater scheinbar ein schlechtes Gewissen hat, da noch nicht einmal die Dusche funktioniert, bietet er uns an, für uns seine Banja anzuheizen. Wir haben zwar schon viel von den russischen Banjas gehört und gelesen, haben jedoch noch nie eine von innen gesehen und so sagen wir nicht Nein (sogar Helle, der Sauna wirklich gar nicht mag „viel zu heiß…“ lässt sich überreden)! Was uns dann allerdings erwartet steht in keinem Reiseführer dieser Welt:
Zur Feier des Tages, es sind schließlich ein paar westeuropäische Motorradfahrer zu Gast, werden gleich mal alle Freunde des Besitzers angerufen und ebenfalls zum Banja-Abend eingeladen. So sitzen wir keine 30 Minuten später mit einigen halbnackten Russen und deren Frauen im Vorraum der Banja, der u. a. mit einer gemütlichen Couch und einem Tisch ausgestattet ist, und trinken erst mal Bier mit ihnen. Das Bier und auch den Vodka , der fleißig ausgeschenkt wird, haben wir nicht etwa selbst gekauft, sondern es wurde alles von den Gästen mitgebracht und nun fleißig mit uns geteilt. Wie sich herausstellt sind wir in bester Gesellschaft, denn einer der Männer, ein dünner, schlaksiger, der scheinbar mächtig stolz auf seinen Körper zu sein scheint, denn jedes Mal, wenn wir unsere Gläser erheben um anzustoßen, betrachtet er wohlwollend seinen Bizeps, ist Richter. Die anderen Männer, drunter ein großer und stattlich gebauter Typ, den alle nur „Dschinges Khan“ nennen, sind Polizisten. Und so sitzen wir da zusammen mit der halben Judikative und Exekutive von Ulan-Ude und deren Frauen, trinken fleißig Vodka und Bier und werden alle 2 Minuten gefragt, wie uns denn die „beautiful Russian Girls“ gefallen. Hilfe! Wir wollten doch eigentlich nur schnell duschen gehen! (der Hinweis, dass einzig Helle ganz begeistert von dieser feucht-fröhlichen Wendung unseres Banja-Besuchs ist, ist wohl überflüssig! *g*)


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Mongolei - Der Weg ist das Ziel!

Mongolei #1 - Faszination ohne Grenzen


 

Wir fahren zur Schranke an der russischen Grenze und prompt fängt es zu regnen an. Na super, Grenzübertritt bei Regen macht mal richtig Spaß, vor allem, da man zig mal seinen Reisepass sowie Fahrzeugschein herzeigen muss und einige Dokumente auszufüllen sind und es natürlich keinen überdachten Unterstand gibt… :-/


An der Grenze treffen wir ein Ehepaar aus Frankreich, das samt 8jährigem Sohn für mehrere Monate Osteuropa mit dem Jeep bereist. Sie haben noch ein paar mongolische Tugrik übrig und so wechseln wir gleich ein paar Rubel. Jetzt wissen wir auch endlich, wie sich wohl Millionäre fühlen, wenn sie ein dickes Bündel Geldscheine zücken um lässig ihren Einkauf zu bezahlen, denn 1 Euro sind umgerechnet 1.753 Tugrik und so können auch wir mal stolzer Besitzer eines dicken Geldbündels sein! :-)

 

Aber nun auf zur mongolischen Grenze! Wir hatten ja schon mehrfach gelesen, dass ab dem russischen Schlagbaum die Strasse aufhört und in eine mehr oder minder gute Piste übergeht, aber vorstellen konnten wir uns das trotzdem nicht... aber es ist wirklich so und dank noch immer anhaltendem Regen ist die „Straße“ auf mongolischer Seite der Grenze zur lehmig-schlammigen Rutschpartie geworden und so wird der nächste Kilometer bis zum eigentlichen mongolischen Grenzerhäuschen eine wahre Rutschpartie. Ein paar Mal können wir das Wegrutschen unserer voll beladenen Mopeds auf dieser Schlammpiste nur mit Mühe verhindern und als die „Straße“ ab kurz vor der Grenzstation dann doch wieder in Asphalt übergeht, sind wir erst mal heilfroh!

 

Am ersten Häuschen müssen wir dann gleich mal insgesamt 200 Rubel für die Desinfektion der 4 Motorräder bezahlen. Desinfiziert wurde im Übrigen nicht, aber da wir dieses Prozedere vorab bereits in mehreren Reiseberichten gelesen haben, bezahlen wir die 200 Rubel ohne weitere Diskussionen. Außerdem war das ein echtes Schnäppchen, wir haben nämlich von anderen Reisenden gelesen, die 200 Rubel pro Motorrad bezahlen mussten! :-) Der Zoll und die Einfuhr der Motorräder verlaufen erfreulicherweise auch sehr entspannt. Wir müssen uns an insgesamt vier verschiedenen Stationen verschiedene Stempel und Papiere abholen und die Beamten füllen die Zolldokumente für die Bikes sogar für uns aus, das nennt man mal Service! :-)


Wir fahren durch das heruntergekommene fünf-Seelen-Dorf gleich nach der Grenze – der Asphalt ist im Übrigen schon wieder aus – doch der Ausblick der uns am Ende des Dorfes erwartet ist unglaublich, Mongolei, wir kooommmmeeeeennnn!!


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Russland - Altaigebirge - Die russische Schweiz!

Russland #1 - Altai-Gebirge - Das Beziehungsdrama


 

Auf der russischen Seite der Grenze geht dann alles ganz schnell, keine 15 Minuten und wir sind fertig.
Christian und Dirk sind natürlich schon weg. Aber kein Wunder, wir hätten auch keine 9 Stunden an der Grenze warten wollen. Wir haben die Handynummer der beiden nicht gespeichert, so können wir sie leider nicht erreichen aber Bea hat noch eine Email von Dirk auf ihrem Netbook, in der seine Handynummer stehen müsste. Wir beschließen sie später zu kontaktieren und ihnen Bescheid zu geben, wo wir stecken und was passiert ist.

 

Da es mittlerweile schon halb 8 Abends ist und wir den ganzen Tag noch nichts gegessen haben, entschließen wir uns gleich im ersten Ort nach der Grenze halt zu machen und uns ein Hotelzimmer zu nehmen. Das haben wir uns nach dem heutigen Tag auch redlich verdient! :-) Erst einmal fahren wir in die erste kleine russische Stadt und siehe da, wir finden auf Anhieb ein nettes Hotel, das auch einen abgesperrten Innenhof hat. Super! Als wir absteigen, kommen gleich 3 Typen auf uns zu, die uns doch glatt mit "Servus“ begrüßen! Es stellt sich heraus, dass die 3 aus Bayern, einer sogar aus Wasserburg, also quasi gleich bei uns um die Ecke, kommen und für eine deutsche Firma, die Käsereianlagen herstellt, hier in Russland auf Montage sind. Wie geil ist das denn! :-)

Fünf Bayern im hintersten Winkel Russlands. Eine Reise ist immer wieder überraschend.
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Kasachstan - Irgendwie alles anders!

Kasachstan - Das Land der Gegensätze


 

Um 11 Uhr sollte uns Andrejevs Kumpel vom Internet-Cafe abholen, doch leider dauert das Bilder- und Reiseberichte hochladen viel länger als erwartet. So fragen wir den armen Mann, ob es für ihn ein Problem wäre, wenn er uns erst um 13 Uhr im Cafe abholt. Aber der Biker ist ganz cool und meint, dass das kein Problem sei und er einfach später wiederkommt. Super, so können wir zumindestens schon mal ein paar Bilder und die ersten beiden Reiseberichte hochladen. Wird aber auch Zeit nach knapp 3 Wochen on Tour. Wir haben auch schon die ersten "Beschwerde-Emails“ erhalten, wann es denn endlich mal Reiseberichte von uns zu lesen gibt. Aber die Sache mit dem Internet ist in Osteuropa halt gar nicht soo einfach…

 

Pünktlich um 13 Uhr werden wir dann von dem netten Typ mit seinem original amerikanischen Polizeimotorrad abgeholt. Er eskortiert uns zuerst noch zu einem Geldautomaten, da wir im Cafe doch tatsächlich unsere letzten Rubel ausgegeben haben. Hat gerade noch gelangt, dass wir den Cafe bezahlen konnten! Denen im Cafe hätten wir nicht wie Bea tags zuvor im Supermarkt erklären können, dass wir leider was zurückgeben müssen, weil unser Geld nicht langt! :-) Danach geht es weiter durch Astrachan. Es herrscht ziemlicher Verkehr und die Temperatur ist mal wieder weit über der 40 Grad Marke. Damit wir schneller aus der Stadt raus kommen, macht der Biker doch tatsächlich gebrauch vom Blaulicht und der Polizei-Sirene, die noch Original vorhanden sind und tatsächlich, die Autos machen uns Platz und so schlängeln wir uns ohne größere Probleme durch den russischen Verkehr. Wie geil ist das denn! :-)

Begleitservice eines russischen Bikers mit amerikanischen Polizeimotorrad
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Russland - Der Westen - Auf unbekanntem Terrain!

Wir kommen so gegen 16 Uhr an der ukrainisch-russischen Grenze an. Wir sind etwas nervös, da wir nicht wissen, wie alles laufen wird, aber mal schauen. An der ukrainischen Grenze überprüft man mal wieder recht akribisch die Fahrgestellnummern unserer Motorräder, aber das Spielchen kennen wir ja bereits…

 

Nun kommt der richtig spannende Teil, die russische Grenze. Zuerst müssen wir vor einer Schranke warten und bekommen von einem Grenzer einen Zettel, den wir ausfüllen müssen. Er ist Gott sei Dank auf Russisch und Englisch, so ist das kein Problem.

Nach einer kurzen Wartezeit öffnet der Grenzer die Schranke und wir dürfen in den Grenzbereich einfahren. An einem kleinen Häuschen zeigen wir unsere Pässe und die Fahrzeugscheine und entgegen aller Erwartungen haben wir binnen 5 Minuten einen Stempel in unseren Pässen, na das war ja einfach!Der Mann in dem Grenzerhäuschen spricht sogar ein paar Brocken Deutsch und so sagt er zum Abschied "Auf Wiedersehen“ wie nett! :-)

 

Dann geht es weiter zur nächsten Station, dem Zoll. Man deutet uns, dass wir unsere Motorräder an der Seite abstellen sollen und gibt uns zwei Formulare, die leider nur und wirklich nur auf Russisch sind! Wie sollen wir denn das jemals ausfüllen!?

 

Bea zückt ihr Russisch-Wörterbuch, doch es sind so viele Fragen, dass wir alt und grau sind, bis wir die alle übersetzt haben! So fragen wir die Grenzer, ob uns nicht jemand helfen kann. Einer der Grenzer spricht Gott sei Dank ein paar Brocken Englisch und erklärt uns kurz, wo wir Kreuzchen machen sollen und wo was rein geschrieben gehört. Wir verstehen zwar nur die Hälfte, hoffen aber, dass alles passt.

(Bea fragt sich allerdings zwischenzeitlich schon, ob wir nun wohl stolze Besitzer eines neuen Kühlschranks oder einer Mikrowelle sind? ;-)

 

Dann müssen wir mit dem Zettel für die Zolldeklaration in ein weiteres Häuschen in dem ein Mann sitzt, der die Angaben überprüft und in den Computer eingibt. Da wir beide auf unseren Formularen etwas durchgestrichen haben, müssen wir die Zettel noch einmal neu ausfüllen. Na toll. Also noch mal alles in sauberster Schrift ausgefüllt, nichts durchgestrichen, Datum und Unterschrift drauf und wieder rein ins Häuschen.

Der Beamte, ein älterer Russe, der sehr freundlich aber sehr gewissenhaft ist, freut sich nun über die richtig ausgefüllten Zettel, doch halt, Stopp, dass darf doch nicht wahr sein, wir haben uns mit dem Datum vertan! Heute ist der 01.07. und nicht der 30.06. der arme Mann bekommt fast einen Herzinfarkt, zumal er unsere Daten alle schon in seinen Computer eingegeben hat! Er überlegt lange hin und her, beschließt aber dann, dass es doch o.k ist, das Datum auszubessern und haut seinen Stempel unter das Zolldokument. Sind wir froh! :-)

 Dann fragt er uns noch nach unserem Reiseziel, wir nennen ihm Wolgograd, das genügt. Nach gut 2 Stunden haben wir also beide Genzposten erfogreich passiert. Nun brauchen wir nur noch eine russische KfZ-Versicherung für Helmuts Motorrad, da seine grüne Versichrungskarte Russland ärgerlicherweiser nicht abdeckt. In einem kleinen Wohnwagen direkt hinter der Grenze werden wir fündig und Helle schließt für stolze 33 € eine Versicherung für 15 Tage ab. Was für ein Wucherpeis!

 

Nachdem wir auch dieses Problem gelöst haben, dämmert es bereits und da wir schon mehrere Tage nicht mehr geduscht haben, beschließen wir, uns im nächsten Ort in Russland ein Hotelzimmer zu nehmen, doch das ist leichter gesagt als getan. Wir fahren durch die Stadt, die sogar relativ groß ist, doch wir können nirgends ein Hotel finden, so fragen wir an zwei Tankstellen nach, doch auch dort deutet man uns, dass es in diesem Ort keine Hotels gibt...na toll.

Wir sind schon relativ angespannt, da es mittlerweile dunkel ist, wir sind bereits den ganzen Tag auf den Beinen, total k.o. und kein Schlafplatz weit und breit. Hier in Russland ist auch wesentlich mehr Verkehr und es sind auch Nachts sehr viele Leute auf der Straße, so beschließen wir aus der Stadt raus zu fahren und wieder wild zu campen. Doch auch das ist nicht so einfach, wenn es schon dunkel ist, denn so sieht man kaum mehr, wo kleine Feldwege von der Straße abzweigen…

 

Irgendwann finden wir doch einen Weg der links von der Straße wegführt und wir biegen einfach ein. Es ist ein relativ erdig-schlammiger Weg, dem wir ca. 500 m folgen. Die eine Seite des Weges wird von Bäumen gesäumt, doch das Gebüsch ist so dicht, dass wir mit den Mopeds und dem Zelt keine Chance haben, uns irgendwo zwischen den Bäumen zu verstecken. Etwas später kommt dann ein tiefes Schlammloch, das wir nicht passieren können und so müssen wir umdrehen.

Wir überlegen hin und her, was wir tun sollen, da fällt uns auf, dass das Getreidefeld auf der anderen Seite des Weges an einer Stelle bereits abgemäht ist und so fahren wir ein gutes Stück in das Feld hinein und beschließen, unser Zelt einfach Mitten im Feld aufzustellen. Da wir mehrere hundert Meter weg vom Feldweg sind kann man uns von dort aus im Dunkeln auch nicht sehen. Wir haben zwar ein etwas mulmiges Gefühl, weil wir natürlich überhaupt keine Ahnung haben, wie unsere weitere Umgebung aussieht und wo wir unser Zelt tatsächlich aufstellen, doch wir hoffen, dass alles o.k. ist.

Das Abendessen muss leider ausfallen, da wir kein Licht mehr machen wollen, um nicht auf uns aufmerksam zu machen. So stellen wir auch unser Zelt im Dunkeln auf. Wir trinken noch ein Bier (das zweite Bier haben wir zum grossen Ärger von Helle verloren) und gehen dann mit etwas gemischten Gefühlen ins Bett. Die Motorräder werden sicherheitshalber mit Bremsscheibenschlössern mit integrierter Alarmfunktion gesichert und Bea nimmt ihr Pfefferspray mit ins Zelt. Man weiß ja nie. Wir sind allerdings so erschöpft von diesem anstrengenden und aufregenden Tag, so dass wir irgendwann einfach einschlafen.



Schon früh am Morgen als die ersten Sonnenstrahlen unser Zelt berühren, wachen wir auf. Es ist kurz vor 5 Uhr am Morgen und wir haben nur wenig geschlafen, doch es war o.k. und es gab keine ungebetenen Gäste in der Nacht. Als wir aus dem Zelt schauen sehen wir, dass wir mitten auf einem riesigen abgemähten Getreidefeld zelten, weit und breit kein Haus und niemand zu sehen. Sehr gut. :-)

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Ukraine - Auf ins Abenteuer!

 Wir sind früh um 6 aufgestanden, haben noch schnell gefrühstückt und dann die Motorräder bepackt um möglichst früh los zu kommen, da heute fast 500 km bis ins ukrainische Kolomnyya vor uns liegen.

 

Laura hat uns noch Brotzeit gemacht und uns eine Karte mit persönlicher Widmung geschrieben, außerdem hat sie Bea Ihr Sweatshirt, dass sie Ihr tags zuvor bei dem starken Regen geliehen hatte, geschenkt, wie nett!! :-) Dann noch schnell die obligatorischen Erinnerungsfotos von uns vieren mit den Mopeds und dann starten wir mit etwas gemischten Gefühlen in Richtung Ukraine.


 Die letzten Orte in der Slowakei, die wir durchquert haben waren nicht mehr so nett. Sehr viele Zigeuner überall und es ist verhältnismäßig dreckig, da fühlen wir uns einfach etwas unwohl.…

 

 Die Slowakische Grenze war recht schnell passiert, sie wollten nur die Fahrgestellnummern der Mopeds überprüfen und unsere grünen Versicherungskarte kontrollieren. Bei Helles Moped ist die Nummer durchs Lackieren etwas schwer zu lesen und so hatten wir schon bammel, das es Probleme gibt, aber nach ca. 10 min hat der Grenzer eingesehen dass es die richtige Nummer ist und uns fahren lassen. An der ukrainischen Grenze hat es dann schon etwas länger gedauert. Sie wollten in Bea´s Sigg-Flaschen schauen, nicht dass wir Vodka oder so dabei haben. Außerdem musste sie das vordere Werkzeugfach sowie den Klappstuhl öffnen und auspacken. Lustig war, dass sie das "Ö" von unserem Nummernschild nicht lesen konnten und auch nicht wussten, wie sie es in Ihren PC eingeben sollten... wir haben Ihnen dann auf Englisch erklärt, dass Ö ein ganz normaler Buchstabe in Deutschland ist und dann war das auch o.k. Nach ca. 45 min hatten wir beide Grenzen passiert und weiter ging´s.

 

Da die Straßen hier in der Karpaten-Region deutlich schlechter sind als in der Slowakei und wir noch ca. 400 km zu fahren hatten, mussten wir uns ganz schön ran halten. Da aber in der Ukraine eine Ortschaft nach der anderen kommt und man außerorts nur 90 km/h fahren darf, sind wir nicht sooo wirklich schnell voran gekommen.

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Slowakei - Immer Richtung Osten!

 Leider ist das Wetter über Nacht nicht besser geworden, es ist grau in grau, das Zelt, die Mopeds und die Wiese sind noch immer tropfnass. Außerdem haben wir unser Zelt wohl in einem Ameisenhaufen aufgestellt, das Vorzelt wimmelt auf jeden Fall von eben diesen, eine wahre Invasion!!

 

Nach dem morgendlichen Kaffee sind wir noch einmal fleißig, Bea fängt an, den ersten Reisebericht zu tippen und Helle sortiert die Videos und Fotos, die wir tags zuvor gemacht haben.

Unser mobiles Reise-Büro - Ein Zelt, zwei Stühle und Internet

 Dann wird das Wetter Gott sei Dank doch noch besser und das Zelt trocknet (fast) ab, so packen wir schnell zusammen und fahren los. Die Slowakei gefällt uns landschaftlich wirklich sehr und wir fahren vorbei an Feldern, an riesigen Bergbau-mienen und an einem gigantischen Stahlwerk kurz vor Kosice. Sehr beeindruckend alles!

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Tschechische Republik - Abschied auf unbestimmte Zeit!

Motorrad-Weltreise mit TimetoRide - Motor an und los


 

Die letzten Wochen vor der Abfahrt waren extrem stressig und auch am Freitag, dem letzten Tag vor unserer Abfahrt, sind wir erst um kurz nach 2 Uhr in der Früh ins Bett gegangen, da es einfach noch sooo viel zu erledigen gab…

Leider ist die Nacht ziemlich kurz, bereits um 4 Uhr in der Früh, d.h. nach nur 2 Stunden Schlaf klingelt der Wecker. Aber eigentlich ist das egal, denn schlafen können wir eh nicht wirklich vor lauter Aufregung.

 

 Unser großer Tag ist gekommen und was sollen wir sagen, es regnet in Strömen und der Wind weht richtig heftig. Na super, das kann ja ein toller Start werden… Bea sortiert noch schnell die Dokumente ein, dann werden die Mopeds bepackt. Um halb 10 Uhr, d.h. eigentlich schon viel zu spät starten wir endlich von Bea´s Eltern los Richtung Tankstelle noch mal schnell volltanken und Luftdruck messen. Wenigstens hat es nun aufgehört zu regnen. Die ersten Meter mit dem vielen Gepäck sind wirklich wackelig und Bea fragt sich kurzzeitig, was sie sich da bloß angetan hat… Bevor es nun endlich in die Werkstatt geht flitzen wir noch schnell zum Lagerhaus Bruckner in Haiming, die Mopeds wiegen. Der nächste Schock, 330 kg pro Maschine und das OHNE Fahrer wohlgemerkt!! Mit so viel Gewicht hätten wir eigentlich nicht gerechnet…

Als wir in der Werkstatt ankommen, erwartet uns eine riesen Überraschung, unsere Freunde haben ein riesiges Plakat aufgebaut und fast 50 Leute sind mit Ihren Motorrädern gekommen. Wow, wir sind beeindruckt!

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