Tagebuch Mittelamerika

 Über die interaktive Google Maps Karte könnt ihr mit nur einem Klick direkt den Reisebericht (orangefarbenes Motorrad) anwählen, der euch interessiert.

Nun noch die Beschreibung angewählt und schon öffnet sich ein separater Tab mit dem gewünschten Bericht!

 


Mittelamerika #4 - Kuba - Auf den Spuren der Revolution!

 Die Zeit hier auf Kuba verfliegt wie im Zeitraffer. Wir haben den Osten der Insel bereits ausgiebig erkundet. Haben wunderschöne alte Kolonialstädte besucht, entlegene Winkel und abgeschiedene Küsten mit unseren Motorrädern erkundet und traumhafte, karibische Bilderbuchstrände besucht. Doch unsere spannende Motorradreise durch Kuba ist noch lange nicht zu Ende!

 

Die nächste Station auf unserer Zeitreise durch Kuba ist das im Jahr 1514 von spanischen Eroberern erbaute Trinidad, dass einst eine der bedeutendsten Zuckermetropolen der Insel war, was ihr auch die zahlreichen Prachtbauten rund um den zentralen Platz, den Plaza Mayor, bescherte. Zusammen mit dem für seine Zuckerrohrplantagen und insgesamt 48 Zuckermühlen berühmte Valle de los Ingenios gehört auch Trinidad seit vielen Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe.

 

Für uns ist es aber das einfache und dennoch glückliche und erfüllte Leben der Kubaner, das wir hier in den engen Gassen und auf den weitläufigen Plätzen mit seinen wunderschönen Kolonialstilbauten erleben und das Trinidad für uns so besonders macht.


Egal ob die Straßenhändler, die bereits früh morgens mit dem Fahrrad oder kleine Wägen durch die Gassen fahren und ihre Ware lautstark anpreisen, oder die findigen Besitzer alter US Oldtimer, die ihre Schmuckstücke kurzerhand zu Taxis umfunktionieren und damit Touristen auf Panoramafahrten durch die Stadt und hinaus in das gut 20 km entfernte Tal der Zuckermühlen kutschieren.

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Mittelamerika #3 - Kuba - Eine Reise in die Vergangenheit!

 Als endlich die Südküste Kubas in Sicht kommt, erfüllt uns die Aussicht, endlich wieder festes Land unter den Füßen – und vor allem unter den Reifen – zu haben, mit aufgeregter Erwartung.

 

Doch bevor wir Kuba auf zwei Rädern erkunden können, steht uns erst einmal ein zweitägiger Behörden-Marathon bevor.

Ehe wir überhaupt das Segelschiff verlassen dürfen, führt eine Mitarbeiterin der Gesundheitsbehörde einen Gesundheitscheck an uns durch, während die Beamten des Hafenzolls unser gesamtes Gepäck mit Drogen- und Sprengstoffspürhunden genauestens unter die Lupe nehmen.

 

Nachdem wir für Gesund und unser Gepäck für unbedenklich erklärt wurden, können wir endlich unsere Motorräder abladen. Doch noch können wir uns nicht aufmachen die Insel zu erkunden, Kuba hat noch einige weitere organisatorische Herausforderungen in petto!

Abladen unserer Motorräder in Kuba von der Stahlratte per Winde.

 Es ist bereits später Vormittag, als wir am Hauptzollbüro in der Innenstadt Santiagos vorfahren, wo uns nach stundenlangem Warten schließlich die temporären Importpapiere für unsere Motorräder ausgestellt werden. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde machen wir uns nun schleunigst auf den Weg zum Transportministerium, der letzten Station auf unserem Behördenmarathon. Doch wie wir bereits vermutet hatten, ist das Ministerium bereits geschlossen und wir müssen am nächsten Morgen wiederkommen.

 

So verbringen wir noch eine weitere Nacht auf dem Schiff, bevor wir früh am nächsten Morgen in besagtem Ministerium kubanische Nummernschilder sowie kubanische Führerscheine beantragen. Die Formalitäten ziehen sich auch heute wieder über mehrere Stunden hin und zweimal muss Helmut zur Nationalbank fahren, um Wertmarken zur Bezahlung verschiedener Papiere zu kaufen.

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Mittelamerika #2 - Jamaika - YAAAH MAAN!

 Es ist wohl Seemannsbrauch, eine erfolgreiche Überfahrt mit ordentlich Rum zu begießen und so lässt die Crew zusammen mit uns Passagieren die „Korken knallen“! Wir stoßen an, feiern und genießen die herrlich warme, karibische Nachtluft. Einige der Jungs werden etwas übermütig und springen im stockfinsteren über Bord und schwimmen eine Runde im Hafenbecken!

 

Bevor es für uns nach Kuba weiter geht, legen wir einen Zwischenstop auf Jamaika ein und so haben wir nun eine Woche Zeit, die Insel des Reggae und des Rums zu erkunden. Leider könnten wir unsere Motorräder auf Jamaika nicht ausladen, doch dafür beschließen wir, uns zusammen mit Martin & Felix einen kleinen Leihwagen zu nehmen und die Insel auf vier Rädern zu erkunden.

 

Nach einem ordentlichen Katerfrühstück verbringen wir jedoch erst mal einen entspannten Tag im Hafen von Port Antonio und machen uns ein wenig mit Land und Leuten vertraut. Außerdem nutzen wir das WiFi der Strandbar um unsere Emails zu checken und wie bereits befürchtet, nach 6 Tagen ohne Internet ist unser Posteingang am Überquellen!


Auf Jamaika wird – anders als im restlichen Mittelamerika – Englisch gesprochen. Allerdings haben die Jamaikaner einen derart starken und eigenwilligen Dialekt, dass es uns zu Beginn gar nicht so leicht fällt, die Einheimischen zu verstehen.

 

Doch eines wird uns gleich an unserem ersten Tag im Land der Rastafari klar: Kein anderes Land auf unserer Reise erfüllt unsere Klischeevorstellungen so sehr und in so kurzer Zeit wie Jamaika! Kaum von Bord werden wir von freundlichen, aber völlig zugekifften Rastafari mit „Yaaaah man! Relaaags man!“-Rufen begrüßt, bevor uns von Kokosnüssen über Gewürze bis hin zu besten Jamaika-Gras alles angeboten wird, was das Touristenherz begehren könnte. Na das kann ja -im wahrsten Sinne des Wortes - heiter werden! :-)

 

Den Abend verbringen wir gemeinsam mit der Crew und den anderen Passagieren in einer netten Strandbar in der zu beschwingten Reggae-Rhythmen leckere Cocktails und lokales Bier ausgeschenkt werden.

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Mittelamerika #1 - Jamaika - Teilzeit-Piraten!

 Wir haben vor Monaten bereits die Verschiffung unserer Motorräder mit der unter Bikern berühmten Stahlratte (www.stahlratte.de), einem knapp 40 m langen Zweimaster-Segelschiff von 1903, gebucht.

 

Doch da die Stahlratte nicht am Pier liegt, sondern in der Bucht vor Cartagena ankert, müssen wir unsere Motorräder erst einmal zum Schiff bekommen. Als wir das kleine Boot sehen, in das wir unsere schweren Reisemotorräder per Hand heben sollen, bleibt uns erst mal der Mund offen stehen! 

Das soll doch jetzt ein Scherz sein, oder!?

 

Nein, es ist kein Scherz!

Um Gewicht zu reduzieren packen wir unsere Bikes erst mal ab und entfernen auch die Alukoffer. Zusammen mit vier Hafenarbeitern und einem weiteren Motorradfahrer hievt Helmut unsere Motorräder schließlich in die kleine, motorgetriebene Nussschale, die unsere Motorräder eines nach dem anderen in einer gut 20 minütigen Fahrt quer durchs Hafenbecken zur Stahlratte transportiert.


Bea´s „Dicke Rosi“ macht den Anfang und nach einiger Plackerei steht sie dann auch tatsächlich in dem kleinen Beiboot, in dem auch Helmut, der Steuermann sowie ein weiterer Arbeiter Platz nehmen, um das Motorrad so gut es geht in senkrechter Position zu HALTEN. Ja richtig gelesen, HALTEN, und zwar zu beider Seiten an den Griffen! Einen Zurrgurt konnte auf die Schnelle keiner auftreiben und so steht Helmut auf der Überfahrt mehr als einmal der Angstschweiß auf der Stirn, als das kleine Boot auf Grund des starken Wellengangs vorbeifahrender Frachtschiffe so sehr ins Wanken gerät, das er sich nicht mehr sicher ist, ob die „Dicke Rosi“ nicht jeden Moment einfach kopfüber auf Nimmerwiedersehen ins Meer stürzt.

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