Griechenland mit dem Motorrad - Teil 2

Eine Motorradreise entlang traumhafter Küstenstraßen


Kretas Schätze

Neben dem griechischen Festland wollen wir zumindest auch die größte der griechischen Inseln mit den Motorrädern unsicher machen. Von Athen, oder besser gesagt dem Hafen von Piräus geht es für uns und die Bikes deshalb per Autofähre in einer mehrstündigen Überfahrt nach… KRETA! Neben pittoresken Hafenstädten, historischen Palästen und unzählige kleine Buchten hat die Insel auch absolut fantastische Küsten- und Bergstrecken für uns Motorradfahrer zu bieten – und die haben wir natürlich ausgiebig unter die Räder genommen! Yeah!

 

Neben dem Motorrad fahren selbst macht für uns auch das quasi „auf der Straße leben“ einen großen Teil des Lebensgefühls aus, dass das Motorradreisen für uns zu dem macht, was es ist. Egal ob am Strand, in den Bergen oder an einem Fluss, wir lieben es, uns einfach je nach Lust und Laune ein nettes Plätzchen im Schatten zu suchen, dort unsere Brotzeit auszupacken und einfach für ein paar Minuten oder auch länger zu sitzen, lecker zu Essen und die Umgebung zu beobachten.

 

Die hochsommerlichen Temperaturen in Griechenland haben das Transportieren der Lebensmittel in den Motorradkoffern ohne Kühlung allerdings durchaus zu einer kleinen Herausforderung gemacht! Zum einen versuchen wir natürlich jeden Tag nur das frisch einzukaufen, was wir auch wirklich essen und dank einiger kleiner Tricks und Erfahrungen, die wir uns über die Jahre angeeignet haben, gelingt es Bea auch ohne Kühlschank jeden Tag eine leckere und vielseitige Mahlzeit zu zaubern, die sich sehen lassen kann – vorausgesetzt JEMAND hat nicht schon alles aufgefuttert, bevor Helmut dazu kommt ein Bild zu machen!


PS: Zahlreiche nützliche Tipps zum Umgang sowie zum richtigen Lagern von Lebensmitteln auf einer Motorradtour findet ihr auch in unserem  Camping Kochbuch "30 Tage harte Arbeit"

 

Die Nordküste Kretas ist relativ dicht besiedelt und touristisch sehr erschlossen. Die Städte entlang der Küste sprudeln nur so vor hippen Cafés, traditionellen Tavernen und Geschäften aller Art, in denen sich von Souvenirs über Schnorchelausrüstung bis hin zu lokalen kretischen Spezialitäten so ziemlich alles kaufen lässt, was das (Touristen)Herz begehrt.

 

Nach all dem Trubel zieht es uns in die Bergregion im Süden Kretas, wo es noch wesentlich ruhiger und beschaulicher zugeht. Obwohl die Insel von West nach Ost von einer Hochgebirgskette durchzogen wird, in der es sich fantastisch wandern und natürlich auch Motorrad fahren lässt, zieht es die meisten (Pauschal)Urlauber an die Strände. Da haben wir allerdings gar nichts dagegen, denn so haben wir die kurvenreichen, nur wenig befahrenen Bergstraßen meist für uns ganz alleine!

 

Neben einem wahren Kurveneldorado bieten die Gebirge mit ihrem deutlich kühleren Klima für uns auch eine sehr willkommene Verschnaufpause von den brütend heißen Temperaturen im Flachland. Kurzum, es ist einfach fantastisch hier und wir können gar nicht genug davon bekommen, den „Alperer“ und die „Dicke Rosie“ um die Kehren zu scheuchen!

 

Außerdem schürt der Blick auf unser Navi-Display, das viele eng geschlungene Linien anzeigt zusätzlich unsere Vorfreude auf mächtig geilen Fahrspaß auf einer der spektakulärsten Strecken, die wir bisher in Griechenland unter die Räder nehmen durften! Yeeha!

 

Von den Bergen geht es für uns hinab an die Südküste Kretas. Da die Hochgebirge, die die Insel von West nach Ost durchziehen, teilweise fast 2.500 Meter hoch sind und Richtung Südküste hin relativ steil abfallen, sind erneut bombastisch kurvige Strecken für uns Motorradfahrer geboten! Und bei DIESEM AUSBLICK über die verwundenen Kehren, hinunter ins Tal und bis weit hinaus auf die türkisblauen Wellen des Libyschen Meeres stellen sich uns die Haare auf und wir bekommen Gänsehaut, so beeindruckend ist Fernsicht und das Gefühl von Weite und Freiheit!  Jawohl, wir sind verliebt, Kreta ist wirklich ein absolutes Motorradfahrer-Mekka!

 

PS: Unser Bild "Perspective" ist im übrigen auch als Print für eure eigenen vier Wände in unserer FineArt Galerie erhältlich.

 

 

 

 

 


Der Grand Canyon von Kreta

Bei der vielen Zeit, die wir währen unserer Motorradreisen auf den Motorrädern verbringen, finden wir kleine Wanderungen oder andere körperliche Aktivitäten als Abwechslung zur eher sitzenden Position auf den Bikes immer prima.

 

Die Samaria-Schlucht im Südwesten Kretas bietet für uns deshalb eine willkommene Möglichkeit in der wunderschönen Natur Kretas unterwegs zu sein und etwas für unsere Fitness zu tun!

Mit stolzen 17 km Länge gehört die Samaria-Schlucht zu den längsten Schluchten Europas und alleine der Abstieg entlang der über 600 Meter hohen Felswänden ist für uns mehr als beeindruckend! Obwohl die Temperatur hier im Gebirge deutlich angenehmer ist als an der Küste ist die Wanderung für uns durchaus schweißtreibend. Zum Glück finden sich entlang des Abstiegs immer wieder kleine Quellen, deren glasklares, eisig kaltes Wasser eine hervorragende Abkühlung bietet und ohne Bedenken auch getrunken werden kann!

 

 

 

 

 

 


Another shitty day in Paradise

Gut drei Wochen lang öffnen wir nun schon jeden Morgen die Türe unseres Zelts und werden von… Überraschung, Trommelwirbel… strahlend blauen Himmel und Sonnenschein begrüßt! Da fällt uns ein Spruch ein, den ein australischer Freund von der Sunshine Coast immer zu sagen pflegte: „Another shitty day in Paradise!“

 

Aber Griechenland kann auch anders!

An unserem letzten Tag auf Kreta geht es für uns erneut hinauf in die Berge, denn wir sind auf der Suche nach den historischen, mit leuchtend weißen Tüchern bespannten Windrädern, für die das Lasithi-Plateau so berühmt ist. Als wir auf einer kleinen, kurvenreichen Bergstraße hinauf auf die Hochebene fahren begleitet uns noch der Sonnenschein, doch über den Berggipfeln des Plateaus kündigen dunkle Wolken und ein tiefes Gewittergrollen bereits ein Unwetter an. Die Stimmung könnte spektakulärer kaum sein, als erste heftige Regenfälle die Berge bereits in weißliche Schleier hüllen, während die letzten kräftigen Sonnenstrahlen einen gigantischen Kontrast zu den immer dunkler werdenden Gewitterwolken bilden!

Schon Minuten bevor auch wir von der Unwetterfront getroffen werden, riechen wir den Regen bereits! Die Luft wird deutlich schwerer und schwüler und duftet herrlich nach frischem Sommerregen. Und natürlich müssen wir dieses beeindruckende Naturschauspiel bis zur letzten Sekunde auskosten und fotografisch festhalten, bevor wir eine heftige kühle Dusche von oben bekommen, die uns in Nullkommanichts so richtig einweicht!

 

Zum Glück zieht die Gewitterfront schnell weiter und dank nach wie vor warmen Temperaturen und Fahrtwind sind wir im Nu wieder trocken und bereit für unsere letzten Kilometer auf Kretschem Boden.

 

 

 

 

 

 


Athens Kontraste: Zwischen Antike und Moderne

Zurück aus Kreta müssen wir uns erst einmal durch das geschäftige Treiben und den chaotischen Verkehr am Fährhafen von Piräus kämpfen, bevor es für uns direkt weiter ins Herzen von Athen geht.

 

Die griechische Hauptstadt bietet die – wie wir finden - mitunter spektakulärsten antiken Tempelanlagen des Landes, allen voran natürlich die weltberühmte Akropolis von Athen, die bereits seit dem Jahr 1986 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Die Akropolis von Athen ist für uns vor allem deshalb so beeindruckend, weil die Stadtfestung auf einem 156 Meter hohen Felsplateau unmittelbar über den Dächern der Metropole thront und man von dort oben einen fantastischen Blick über die Stadt und bis hinaus zum Hafen und über das Meer hat. Neben der Hauptfestung, die gleich mehrere noch relativ gut erhaltene Tempelanlagen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus beherbergt, finden sich in der näheren Umgebung noch viele weitere Tempel, Theater und andere antike Bauwerke.

 

Um uns einen guten Gesamtüberblick über das weitläufige Gelände zu verschaffen wandern wir auf den südwestlich der Akropolis gelegenen „Musenhügel“, von dem sich uns ein bombastischer Ausblick auf die monumentale Stadtfestung bietet. Wir finden, auch wenn die Touristenströme zweitweise schon ziemlich heftig sind, die Akropolis von Athen ist ein absolutes Muss und einen Besuch mehr als wert!

 

Sonnenauf- und Untergänge sind die beiden Momente des Tages, die für uns besonders beeindruckend, ja fast schon magisch sind. Auch wenn es manchmal bedeutet um 4 Uhr morgens aufzustehen, im Dunkeln mit den Motorrädern durch Athen zu fahren, zu Fuß und nur mit den Stirnlampen bewaffnet auf den zu dieser frühen Uhrzeit noch menschenleeren Musenhügel zu wandern und schließlich unser komplettes Kamera-Setup aufzubauen.

 

Voller Spannung und Vorfreude sitzen wir also kurz nach 5 Uhr ganz alleine auf einem kleinen Felsvorsprung, Kamera und Camcorder sind bereit und warten darauf, dass sich die Morgensonne ganz langsam über den Horizont schiebt. Erst geht es ganz langsam, das dunkle Schwarz der Nacht weicht einem weicheren Grau, dann schleichen sich erste Nuancen von hellem Rosa und Orange in den immer heller werdenden Himmel und schließlich ist es soweit, die ersten kräftigen Strahlen der Morgensonne wecken die Akropolis und die umliegende Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf.

 

Und das Beste: Da wo sich Tags über tausende von Touristen drängen, es laut, lärmend und voll ist, sind wird in diesem Moment ganz für uns alleine. Genießen den fantastischen Ausblick, die frische Morgenluft, das Vogelgezwitscher und die Ruhe um uns herum. Einfach genial!

 

PS: Auch den Sonnenaufgang über der Akropolis von Athen könnt ihr euch als hochwertigen Druck für eure eigenen vier Wände nach Hause holen!

 

 

 

 

 

 


Innehalten und erkennen, was uns zufrieden macht

Manchmal müssen wir einfach stehen bleiben, inne halten und auf unser Leben zurückblicken, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Auch wir verlieren im täglichen Arbeitsalltag, umgeben von Konsum, Werbung und gesellschaftlichen „Normen“ immer wieder die Dinge aus den Augen, die uns wirklich und langanhaltend glücklich - oder vielmehr - die uns ZUFRIEDEN machen. Speziell das Reisen mit dem Motorrad, die Reduktion auf das Wesentliche und die enge Verbundenheit mit der Natur und unserer Umgebung helfen uns jedoch ganz enorm dabei, unseren Fokus wieder zurecht zu rücken.

 

Auf unserer Reise um die Welt wurden wir regelmäßig mit Aussagen wie "Ihr genießt Freiheit, ihr könnt hinfahren wann und wohin ihr wollt" konfrontiert. Die wahre Freiheit liegt für uns jedoch nicht in der zeitlichen Ungebundenheit oder der totalen Entscheidungsfreiheit. Die wahre Freiheit liegt für uns in der materiellen Reduktion auf das Wesentliche, das das Reisen mit dem Motorrad mit sich bringt.

Denn je weniger Dinge wir mit uns herumschleppen - auch im Alltag! -, umso weniger müssen wir uns Sorgen darum machen bzw. auch Zeit aufbringen, um uns um diesen Ballast zu kümmern. Und plötzlich bleibt viel mehr Zeit - und auch Geld - um das zu tun, was wir wirklich wollen. Für uns ist genau das wahre FREIHEIT… Probiert es aus!

 

 

 

 

 

 


Eine längst vergessene Geschichte auf der Straße zur Sonne

Im Süden der Peloponnes Halbinsel streckt sich das Festland fingerartig bis weit ins Meer hinaus und bietet so unglaublich viele Küstenstrecken, die sich an unzähligen kleinen Buchten und Landzungen entlang schlängeln. Hinter jeder Kurve und Kehre tun sich neue, tolle Aussichten auf malerische kleine Küstenorte, versteckte Buchten mit traumhaften weißen Stränden und türkiesblauem Wasser auf. Eingerahmt wird die wunderschöne Küstenlinie von imposanten Gebirgen, die unmittelbar an der Küste in die Höhe ragen.

Und so kommt es - mal wieder! - dass wir viel öfter stoppen als eigentlich gedacht, viel mehr Bilder schießen und schließlich vieeeel länger brauchen als am Morgen geplant. Auf dem Bild steht die Sonne bereits tief und wir sind noch viele Kilometer von unserem heutigen Tagesziel entfernt! Jetzt heißt es aber Gas geben und ab durch die Mitte, bevor es dunkel wird!!!

 

Früh am nächsten Morgen sind wir bereits wieder on Tour, denn Helmut hat sich für den Sonnenaufgang ein weiteres, ganz besonderes Fotomotiv gesucht. Im Dezember 1981 strandete die Dimitrios, ein 67 Meter langes griechisches Containerschiff, an einem einsamen Sandstrand im Süden der Peloponnese Halbinsel. Es gibt viele Geschichten und Gerüchte darüber, wie und warum das Schiff vor fast 40 Jahren in der Bucht auf Grund lief und nie geborgen wurde. Sogar von einem Geisterschiff ist die Rede. Sehr wahrscheinlich wurde das Containerschiff jedoch zum Zigarettenschmuggel zwischen Italien und der Türkei genutzt, bevor es vom griechischen Zoll beschlagnahmt und in einem offiziellen Hafen festgesetzt wurde.

 

Warum das Schiff im Winter 1981 während eines Unwetters aus dem Hafen gespült und etwa 5 Kilometer weiter auf der Sandbank strandete, wo es noch heute liegt, ist nie abschließend geklärt worden. Waren die Taue marode oder wurde das Schiff vielleicht absichtlich los gemacht?

 

Sicher ist nur, dass die Dimitrios seit diesem Dezember-Tag vor fast 40 Jahren auf einer Sandbank direkt am Strand liegt und langsam aber stetig vom salzigen Meerwasser aufgefressen wird. Mittlerweile ist das rostige Stahlskelett von unzähligen Graffitis bedeckt, die die regelrechte Endzeitstimmung, die das Schiffswrack bei uns auslöst, nur noch intensivieren. Der Anblick, wie der vergessene Stahlkoloss im Sonnenaufgang in der Brandung liegt und stoisch dem Meer und dem Vergessen werden trotzt, ist für uns einfach spektakulär und beschert uns ordentlich Gänsehaut!

 

PS: Auch diese beiden Bilder Road to the Sun und Lost in History könnt ihr euch in unserer TimetoRide-FineArt Galerie als hochwertigen Druck oder als Limited Edition für eure eigenen vier Wände nach Hause holen!


Damit navigieren wir

Routenplanung unter Motorradfahrern

An dieses Thema geht jeder Motorradfahrer anders heran. Einige von euch fahren vielleicht ohne Plan und Ziel jeden Tag ins Blaue hinein, andere von euch planen vielleicht schon Tage oder Wochen vor der Tour jeden Kilometer minuziös durch.

Auf unseren allerersten Motorradreisen haben wir sicher zu den „ins Blaue“ Fahrern gehört, aber während unserer Motorradweltreise haben wir begonnen uns immer intensiver mit den besuchten Ländern zu beschäftigen. So hat sich für uns im Laufe der Zeit ein guter Mittelweg ergeben.

 

Wenn es heute bei uns an die Routenplanung geht, dann überlegen wir in der Regel zum einen, welche kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten wir auf jeden Fall besuchen wollen. Zum anderen kommen natürlich noch die „Motorrad-Schmankerl-Strecken“ dazu, die wir auf gar keinen Fall verpassen wollen.

 

Wie wir die Strecken und Fahrtage zwischen diesen Zielen gestalten, das lassen wir vorab aber ziemlich offen. Aus unseren Reiseerfahrungen haben wir gelernt, dass sich ganz oft erst unterwegs im Gespräch mit den Einheimischen oder anderen Motorradfahrern völlig unerwartete, aber spannende und neue Wege und Orte auftun.

 

PS: Falls ihr Unterstützung bei der Planung eurer eigenen Motorradreise durch Griechenland benötigt, so können wir euch unseren digitalen Motorrad Reiseführer "eTourGuide" Griechenland nur wärmstens empfehlen. Neben unserer gefahrenen Route zum Download findet ihr darin auch Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und natürlich auch die besten Motorradstrecken Griechenlands!

 

Eine dieser Strecken findet sich im Übrigen an der Westküste Griechenlands. Von der Peloponnese Halbinsel kommend schlängeln wir uns auf der Küstenstraße langsam aber stetig weiter gen Norden

Nachdem uns sowohl Kreta als auch der südliche Teil der Peloponnese bereits mit einigen mehr als atemberaubenden Küstenstrecken begeistert haben, legt das griechische Festland noch mal eine Schippe drauf!

 

Die wenig befahrene Küstenstraße windet sich mal auf Meereshöhe, mal erhöht in den Ausläufern des Küstengebirges am Meer entlang und verwöhnt uns wieder mit vielen einmaligen Ausblicken über die glitzernden Fluten des ionischen Meeres. So könnte es für uns noch (fast) ewig weiter gehen!

 

 

 

 

 

 


Der perfekte Traumstrand

Wenn ihr euch euren perfekten Traumstrand vorstellt, wie würde er aussehen?

  • Schneeweißer Strand?
  • Glasklares, türkiesblaues Wasser?
  • Sonnenschein und laue Temperaturen?
  • Weite soweit das Auge reicht, aber trotzdem niemand um euch herum? Nur das Rauschen der Brandung, wenn sie auf den Strand trifft und das Geräusch der Steinchen, wenn sie zurück ins Meer gespült werden?

Klingt paradiesisch, oder nicht?

Leider sieht die Realität meist ganz anders aus. Strandliege an Strandliege, hunderte Touristen, die sich mit einem am Strand drängen und von jeder Ecke musikalische Beschallung aus einer anderen Strandbar. Eigentlich hatten wir auch von Griechenland erwartet, dass all diese „Traumstrände“ touristisch erschlossen und entsprechend überlaufen sind.

 

ABER wir haben ihn tatsächlich gefunden, UNSEREN GANZ PRIVATEN TRAUMSTRAND!

Den schönsten Strand, an dem wir je unser Zelt frei aufschlagen konnten.

Wir haben nackt gebadet, ausgiebig geschnorchelt, einen fantastischen Sonnenuntergang genossen und einen unvergesslichen Abend unter einer Million Sterne erleben dürfen – das ist für uns Motorradreise-Leben pur!

 

Wir saßen am Abend noch lange an unserem kleinen, einsamen Strand-Paradies vor unserem Zelt, um in die Sterne zu schauen und diesen tollen Flecken Erde zu genießen. Die kleinen, runden Kieselsteine waren von der Sonne so aufgeheizt, dass sie uns wie eine Bodenheizung von unten gewärmt haben und irgendwann sind wir dann, eingelullt vom monotonen Rauschen der Brandung, einfach vor unserem Zelt eingeschlafen.

 

Am nächsten Morgen wurden wir von traumhaftem Sommerwetter und blauem Himmel geweckt und bevor wir unserem Strand Lebewohl gesagt haben, gab´s natürlich noch eine an diesem Morgen besonders lange und ausgedehnte Runde Morgenkaffee samt diesem herrlichem Ausblick! Oh man, wir vermissen diesen Ort jetzt schon…

 

 

 

 

 

 


Traumhafter Sonnenuntergang über Meteora

Wir hatten bereits viel von den berühmten Klöstern gehört und meine (Bea) Eltern, die die Meteora Klöster vor 36 Jahren besucht hatten, schwärmen noch heute davon, als wäre es gestern gewesen.

So war ein Besuch der Klöster auch für uns Pflicht!

 

Gerade am frühen Abend, wenn die Sonne über den teilweise mehr als 100 Meter hohen Sandsteinfelsen untergeht und die ohnehin schon märchenhafte Landschaft in sanftes Abendlicht hüllt, sind die Metéora Klöster ein wahrhaft magischer Ort.

Wenig magisch sind allerdings die Horden von Touristen, die vor allem im kurzen Zeitfenster während des Sonnenuntergangs von einem Aussichtspunkt zum nächsten hetzten um - oft aus den fahrenden Autos heraus - so viele "Schnappschüsse" wie möglich zu machen.

 

Irgendwo durchrasen und seine obligatorischen Bilder zu schießen, nur um das nächste Sightseeing-Highlight abzuhaken ist so gar nicht unsere Art und so haben wir spontan entschlossen, es mal wieder ganz anders zu machen als die anderen!

Ich hab in meiner Dicken Rosi immer eine kleine aber feine Brotzeit dabei und so beschlossen wir kurzerhand es uns einfach am Straßenrand bequem zu machen. Einige breite Beton-Begrenzungsblöcke, die von der Sonne so richtig toll aufgeheizt und herrlich warm waren, boten den perfekten Tisch, auf dem ich frisches Brot, Schafskäse, Oliven, Tomaten und für Helmut ein Stück geräucherte Salami ausbreitete.

 

Während wir also gemütlich bei unserer Brotzeit saßen rasten gefühlt hunderte von Touristen an uns vorbei, von denen nicht wenige sehr erstaunte Blicke auf unser kleines Picknick-Gelage warfen - was uns natürlich köstlich amüsierte! Am Ende war dieser laue Sommerabend einer der besten Abende auf unserer gesamten Griechenland-Reise, an den wir uns sicher noch sehr , sehr lange und mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht erinnern werden!

 

PS: Wenn ihr euch die schwebenden Klöster von Metéora im Sonnenuntergang für eure eigenen vier Wände nach Hause holen wollt, dann findet ihr auch dieses Bild als hochwertigen Druck oder als Limited Edition in unserer TimetoRide-FineArt Galerie.

 

 

 

 

 

 


Durch die Berge zurück an die Küste

Von den Meteora Klöstern aus machen wir uns so langsam auf den Weg in Richtung Küste, denn in wenigen Tagen geht unsere Fähre, die uns von der griechischen Hafenstadt Igoumenitsa bis hinauf nach Venedig bringt, von wo aus wir dann die Heimreise antreten.

 

Noch ist es aber nicht soweit und so genießen wir noch einmal unsere Fahrt durch die Berge des griechischen Hinterlands.

Neben vielen wirklich traumhaften und meist nur wenig befahrenen Strecken hat der Nordwesten des griechischen Festlands auch noch einige kulturelle und landschaftliche Highlights für uns zu bieten.

Neben einer der tiefsten Schluchten der Welt, die zum Wandern einlädt und dank einiger exponierter Aussichtspukte fantastische Ausblicke über die unberührte Landschaft bietet, fahren wir auch vorbei an historischen, teilweise mehrere hundert Jahre alten Steinbrücken.

 

Die letzten Tage unserer Griechenland Reise verbringen wir in Ionanina. Die Stadt liegt umringt von Bergen in einem Talkessel und zieht sich an einem großen See entlang.

So haben wir nicht nur das Glück unser Zelt auf einem Campingplatz unmittelbar am Ufer des Sees aufzuschlagen, auch die weitläufige Uferpromenade Ionaninas und die wunderschöne, pittoreske Altstadt mit ihren Kopfstein gepflasterten Gassen und den unzähligen einladenden Cafés und Tavernen bietet den perfekten Abschluss unserer Motorradtour durch Griechenland.

 

 

 

 

 

 


καλή αντάμωση (auf Wiedersehen) Griechenland!

Viel zu schnell sind die 5 Wochen Urlaub, die wir für unsere Motorradreise durch Griechenland zur Verfügung hatten, vorüber gegangen.

Aber wir haben in diesen 5 Wochen auch unglaublich viel erlebt, viele absolut fantastische Motorradstrecken unter die Räder genommen, beeindruckende antike Stätten besucht, uns durch das kulinarische Angebot des Landes geschlemmt und an absoluten Traumstränden entspannt...

 

Am frühen Abend machen wir uns also auf zum Fährterminal von Igoumenitsa um unsere Fährtickets in Empfang zu nehmen.

Die Fähre sollte planmäßig um Mitternacht ablegen und so gönnen wir uns noch ein leckeres Abendessen, bevor wir 2 Stunden vor Abfahrt wieder im Fährhafen sind.

Leider ist auch nach mehreren Stunden keine Fähre weit und breit zu sehen und wir bekommen vom Hafenpersonal nur die etwas dürftige Info, dass die Autofähre Verspätung hat und wir warten müssen - aha, das hätten wir jetzt selbst nicht gemerkt!

Irgendwann wird uns das herum stehen zu blöd und wir sind auch ganz schön müde von der Hitze des Tages und so beschließen wir kurzerhand, es uns auf dem von der Sonne herrlich aufgewärmten Boden gemütlich zu machen und etwas zu dösen.

Auch die Insassen der vielen Wohnmobile und Campingbusse, die mit uns auf die Ankunft der Fähre warten, tun es uns gleich, auch wenn die vierrädrigen Reisefahrzeuge doch etwas mehr Komfort bieten als der Betonboden...

Es ist bereits nach 3 Uhr morgens, als die hellen Scheinwerfer der Fähre endlich aus der tiefschwarzen Nacht auftauchen und sich langsam und gemächlich dem Hafen nähern.

Etwas müde, aber trotzdem froh, dass es jetzt endlich voran geht, machen wir uns etwas später daran mit unseren Motorrädern in den gigantischen, mehrstöckigen Bauch der Autofähre einzufahren und unsere Bikes ordentlich zu verzurren, damit sie auf der langen Überfahrt nicht Seekrank werden.

 

Und dann macht sich die Fähre endlich auf die rund 24-stündige Überfahrt nach Venedig und wir sagen καλή αντάμωση (auf Wiedersehen) Griechenland!

 

 

 

 

 

 


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