Geschichten aus unserem Leben

Gemeinsam mit uns unterwegs


Wenn der Morgen beginnt wie der Abend endet

27.03.2020

Eine feuchte, klamme nach im Zelt liegt hinter uns. Als wir am Morgen aufwachen und die Augen aufschlagen ist das Licht in unserem Zelt gedämpft und wir hören, wie immer wieder leichter Nieselregen auf unser Zelt prasselt.

Wir ahnen schon, das ist kein gutes Zeichen!

Bei einem kurzen Blick aus der Zelttür folgt dann auch gleich die ernüchternde Erkenntnis: Die Nebelsuppe, die uns bereits gestern Abend die Sicht auf den Salmon Gletscher verwehrt hat, ist zurück. So ein Mist! Da es zudem immer noch unangenehm nasskalt ist, beschließen wir kurzerhand, uns noch einmal in unsere Schlafsäcke zu mummeln und noch ein, zwei Stunden zu warten. Vielleicht haben wir ja Glück und der Nebel löst sich im Lauf des Vormittags auf…

Als gegen 10 Uhr noch immer keine Wetterbesserung in Sicht ist, geben wir uns schließlich geschlagen. Wir krabbeln aus dem Zelt, werfen uns ob der kühlen Temperatur gleich in unser Motorradgewand und kochen uns noch einen schönen, dampfend heißen Kaffee der uns etwas von Innen wärmt, bevor wir uns wieder auf die Motorräder werfen und den Rückzug ins Tal antreten. Dass der Rückweg dann aber doch noch ein echt spektakuläres Highlight für uns bereit hält, ahnen wir zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht…

Mit jedem Meter, den wir zurück ins Tal fahren, wird die Nebelsuppe, die oben in den Bergen noch richtig zäh war und uns komplett die Sicht genommen hat, immer dünner. Als wir schließlich zurück im Tal sind und dem Flusslauf des Bear River in Richtung Talausgang folgen, hat sich der Nebel sogar ganz verzogen. Zwar ist der Himmel noch immer tiefgrau und wolkenverhangen, aber immerhin haben wir jetzt eine recht gute Sicht auf die zwei- bis dreitausend Meter hohen Gipfel der Coast Mountains, die zum Teil schon leicht vom ersten Neuschnee des Jahres angezuckert sind.

Und schließlich passieren wir die Gletscherzunge des Bear-River-Gletscher, die zwischen zwei Bergkämmen bis weit ins Tal hinunter reicht. Der Bear Glacier ist zwar deutlich kleiner als der „große Bruder“, deshalb aber nicht weniger beeindruckend. Gerade als wir unsere Motorräder parken, um wenigstens einen der beiden Gletscher fotografisch festzuhalten, reißt die Wolkendecke plötzlich auf und ein Sonnenstrahl taucht den Berghang zu unserer linken in gleißend helles Licht. Das ganze Wolken-Sonne-Spiel dauert zwar nur wenige Sekunden, doch die Stimmung aus dunklen Regenwolken und leuchtend grünen Farben, wo die Sonne auf den mit Nadelbäumen, Sträuchern und Moosen bewachsenen Berghang trifft, ist einfach phänomenal! Gebannt genießen wir das Naturschauspiel und haben fast ein wenig Gänsehaut in Anbetracht dieses einmaligen Erlebnisses...

 

Für uns geht es jetzt – bei hoffentlich etwas besserem Wetter - weiter durch das herbstliche Kanada und wir freuen uns schon riesig auf die vielen tausend Motorradkilometer, die noch vor uns liegen!

Die Geschichte dazu folgt...

 


Projekt: Ein neues Herz für die Dicke Rosi

24.03.2020

Unser dreiwöchiger Lofoten-Bulli-Foto-Trip ist zwar ins Wasser gefallen, dafür haben wir jetzt umso mehr Zeit um uns zu Hause um andere wichtige Dinge zu kümmern. Und ganz vorne auf unserer To-Do-Liste stand – ganz klar – die WIEDERBELEBUNG der DICKEN ROSI! In einer 14-stündigen Marathon-Schrauber-Aktion hat Helmut Bea´s Motorrad nun ein neues Herz eingepflanzt! Neben einigen Schrauber-„Assistenz“-Tätigkeiten hat Bea die gesamte Aktion fotografisch begleitet und wir haben den kompletten Motor-Tausch auch ausführlich auf Video für dich dokumentiert.

 

Aktuell arbeiten wir gerade an der Nachbearbeitung und Zusammenstellung des Videos, das in ein paar Tagen fertig gestellt sein wird. Heute gibt´s als kleinen Vorgeschmack aber schon mal die Fotos der Umbauaktion sowie einen Lagebericht von Helmut, wie die Aktion „Ein neues Herz für die Dicke Rosi“ gelaufen ist:

 

Grundsätzlich ist so ein Motorwechsel bei einer Transalp keine Hexerei. Wichtig ist, dass du mit System vorgehst. Im ersten Atemzug lässt du sämtliche Flüssigkeiten ab (Motoröl, Kühlflüssigkeit). Schaff dir außerdem eine freie Arbeitsfläche, auf der du die einzelnen Bauteile samt zugehörigen Schrauben geordnet ablegen kannst – so bewahrst du dir den Überblick.

Wenn du noch nicht so viel Erfahrung beim Schrauben hast, markiere am besten die elektrischen Anschlüsse und Kühlwasserschläuche mit einem Stück farbigen Klebeband/Filzschreiber, so gibt´s später keine Verwechslung und du kannst die Bauteile ohne Probleme wieder zuordnen.

 

TIPP: Wenn du etwas Unterstützung suchst, gibt es für viele Motorradmodelle sogenannte Reparaturanleitungen im Buch-Format*, die detailliert durch verschiedenste Wartungs- und Schrauberarbeiten führen. Auch Helmut hat für unsere Transalp´s so eine Reparaturanleitung.

 

Um den Motor bei der Transalp freizulegen müssen sämtliche Anbauteile wie Verkleidungsseitenteile, Sitzbank und Tank entfernt werden. Anschließend können der Ansaugtrakt und Vergaser sowie die Kühler demontiert werden. Der Motor selbst ist an drei Punkten am Rahmen fixiert. Die vorderen beiden Verschraubungen können ganz einfach gelöst werden, für die hintere Verschraubung muss das Hinterrad/Schwinge ausgebaut werden. Ein Wagenheber oder ähnliches unter dem Motor hilft dir, die Schrauben zu entfernen und den Motor zu sichern. Im Anschluss kann der Motor seitlich entnommen werden.

 

Detailinfos zu allen Umbauschritten findest du in unserem ausführlichen Motor-Umbau-Video, das wir in einigen Tagen online stellen werden!

 

PS: Du willst wissen, was Helmut an unseren Motorräder noch so alles selbst umgebaut und modifiziert hat? In der Rubrik "Unsere Motorräder" stellen wir dir unsere Motorrad(welt)reise-Gefährten nicht nur ausführlich vor, wir haben auch alle Umbauten detailliert für dich dokumentiert!

 

An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank an Klausmotorreise, der uns gleich zwei Ersatz-Motoren aus seinem Fundus vermacht hat!

 


Auf der Suche nach dem Salmon Gletscher

22.03.2020

Nach einer nasskalten Fahrt über die schlammige Kiespiste erreichen wir am späten Nachmittag schließlich den Salmon Glacier Aussichtspunkt, der auf einem Berghang genau gegenüber des Gletschers liegt.

Und wir sehen… NICHTS! Denn mittlerweile hat sich im Tal so dichter Nebel ausgebreitet, dass die Sicht gleich null ist. Mittlerweile kriecht die feuchtkalte Nebelwand auch schon die Berghänge hoch und so wird es auch bei uns am Aussichtspunkt immer düsterer. Nach einer kurzer Beratschlagung entscheiden wir spontan unser Nachtlager direkt am Rande einer kleinen Schotterfläche aufzuschlagen, denn wir hoffen den Gletscher vielleicht nachts bei klarem Sternenhimmel oder spätestens am nächsten Morgen doch noch zu Gesicht zu bekommen.

Nachdem unser Nachtlager steht verziehen wir uns erst mal ins Zelt, denn es wird zunehmend kälter, feuchter und ungemütlicher. Während Helmut das Innenzelt einräumt und unsere Isomatten aufpumpt kümmert sich Bea um unser Abendessen, bestehend aus etwas Stangensalami, Käste, Toastbrot und Tomaten.

Bevor wir uns in unsere wärmenden Schlafsäcke verziehen werfen wir nochmal einen Blick aus dem Zelt, doch noch hat sich an der Nebelsuppe, die mittlerweile so dicht ist, dass wir fast die Hand vor Augen nicht mehr sehen können, nichts geändert. So beschließen wir erst mal im Zelt zu bleiben und uns etwas aufzuwärmen.

Kurz bevor wir uns schlafen legen – es ist mittlerweile halb 11 Uhr nachts - beschließt Helmut doch nochmal aus dem Schlafsack zu kriechen und einen Blick nach draußen zu werfen, was durchaus eine kleine Überwindung ist, denn die Temperatur liegt mittlerweile nur noch bei um die 0 Grad und durch die feuchte Kälte ist es ziemlich unangenehm klamm. Irgendwann kann sich Helmut dann aber doch aufraffen und einen Blick vors Zelt werfen…

Und siehe da, der Nebel hat sich weitestgehend verzogen und wir bekommen den Salmon Gletscher doch noch zu sehen! Auch Bea hüpft ob der Aufregung wieder aus ihrem Schlafsack und so machen wir noch einige Fotos und bestaunen den Gletscher, wie er da eingebettet in die Boundary Ranges vor uns da liegt. Hat sich das Ausharren auf dem Aussichtspunkt doch noch gelohnt, wie cool!

Nach diesem tollen Erlebnis so kurz vor dem Schlafen gehen hoffen wir natürlich, dass sich uns der Gletscher auch am nächsten Morgen nochmal im Tageslicht präsentiert...

 


Abstecher zum Salmon Gletscher

21.03.2020

Von der Hauptstraße zweigt eine gut 30 km lange, größtenteils ungeteerte Piste ab, auf der wir gleich zweimal die Grenze zwischen Kanada und Alaska passieren, während wir immer weiter in die Coast Mountains hinein fahren.

Warum man das Eisfeld „Salmon“ Gletscher genannt hat, wird uns gleich auf den ersten Metern der Strecke klar, denn neben der Straße befindet sich ein Gebirgsbach, dem man über einen Holz-Wandersteg folgen kann. Der Bach quillt zur Laichzeit schier über vor Lachsen und so stehen die Chancen nicht schlecht, von den Aussichtsplattformen des erhöht gelegenen Holzstegs wilde Bären beim Lachsfang zu beobachten.

Mit fast 20 km Länge und 1,3 km Breite ist aber auch der auf gut 1.500 m gelegene Salmon-Gletscher absolut sehenswert und so fahren wir weiter hinauf in die Berge bis zu einem erhöht gelegenen Aussichtspunkt, von dem wir uns einen tollen Ausblick über die gewaltigen Eismassen erhoffen.

Leider spielt das Wetter an diesem Tag nicht so ganz mit, denn es fängt mal wieder heftig zu schütten an und der Regen verwandelt die Piste binnen Minuten in eine einzige Schlammschlacht, die uns und die Motorräder ordentlich einsaut. Wollen wir mal hoffen, dass wir trotz des schlechten Wetters eine gute Sicht auf den Gletscher haben werden...


Unsere Shirts speziell für Motorradfahrer

Murphy schlägt immer unerwartet zu

19.03.2020

Es war bereits früher Abend als wir anfingen uns rechts und links des „ALCAN“ Highways nach einem geeigneten Nachtlager umzuschauen. Wenn wir wild Zelten achten wir bereits so zwei, drei Stunden bevor die Dämmerung beginnt auf kleine Wege oder Trampelpfade, die von der Straße abführen und uns eventuell an ein etwas verstecktes Plätzchen führen, an dem wir unser Zelt für die Nacht aufschlagen können.

An diesem Tag hatten wir bereits zwei, drei potentielle Wege abgeklappert, aber entweder fand sich keine ausreichend große, freie Fläche um unser Zelt aufzuschlagen, oder wir waren zu nah an der Straße um unser Zelt versteckt genug aufschlagen zu können.

Anscheinend hatte sich Helmut bei der Erkundung von einem der möglichen Plätze, der sich als eine Mischung aus Schuttabladestelle und Schrottplatz entpuppte, einen Nagel in seinen Hinterreifen eingefahren, der die Luft entweichen ließ. So war mal wieder Schlauch flicken angesagt, diesmal eben am Straßenrand des „Alaska-Canada“ Highways – einer 2.288 km langen Verbindungsstraße, die in Dawson Creek im kanadischen British Columbia beginnt und durch schier endlose Wälder bis nach Alaska hinauf führt.

Auch wenn wir auf Reisen bereits unzählige Male einen Platten hatten und Helmut diese immer per Hand flickt oder – falls vorhanden – einen neuen Schlauch einzieht, so ist er nach wie vor kein großer Fan dieser Aufgabe, da sie immer mit einer gewissen Schinderei verbunden ist. Richtig schlecht an der Situation war aber vor allem, dass sich das Malheur kurz vor Einbruch der Dämmerung ereignet hatte und wir noch immer keinen geeigneten Schlafplatz gefunden hatten.

Nun hieß es für Helmut Gas geben und den Schlauch im Eiltempo flicken, damit wir im letzten Tageslicht noch irgendwo an geeigneter Stelle unser Nachtlager aufschlagen konnten...


Weite in den schillernsten Farben

17.03.2020

Ein nicht nur unglaublich positives, sondern auch absolut beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis war unsere Fahrt durch die schier unendlichen Wälder Canadas und Alaskas! Wie bereits geschrieben war es schon Herbst, als wir uns von Seattle aus auf eine mehrere tausend Kilometer lange Reise gen Norden aufmachten.

Zwar lagen die Temperaturen nachts oft schon unter null und auch das Wetter war recht wechselhaft und oft regnerisch. Aber dafür wurden wir – neben den vielen tollen Wildtier-Begegnungen – auch mit einem herrlichen „Indian Summer“ belohnt! Die Blätter der Laubbäume leuchteten in allen nur erdenklichen rot-, gelb- und organe-Tönen, während sich ab und zu auch ein Klecks immergrüne Tannen oder Fichten in das Farbenmeer mischte.

Zu dieser Zeit hatten wir lange Fahrtage, da wir möglichst noch vor dem Wintereinbruch bis nach Alaska kommen wollten. Jeden Tag hunderte Kilometer auf mehr oder weniger geraden Straßen dahin zu rollen, mag jetzt vielleicht langweilig klingen. Aber Tag für Tag einfach nur durch diese weiten, wilden und menschenleeren Wälder zu fahren, das hat uns unglaublich gut gefallen und hatte fast schon etwas Meditatives an sich.

Nach kurzer Zeit verstanden wir auch, warum der Leitspruch des Yukon Territory „Larger than Life“ lautet. Denn wenn wir mit unseren Motorrädern durch so einsame Regionen fahren, in denen selbst kleinste Siedlungen oft mehrere hundert Kilometer auseinander liegen, wird uns immer wieder bewusst, wie klein und unbedeutend wir doch sind im Vergleich zur Natur, die uns umgibt.


Eine seltener Besucher der Wildnis

15.03.2020

Na, was waren eure Vermutungen, was wir da im Gebüsch nur wenige Meter von unserem Nachtlager entfernt erspäht haben?

Vielleicht tatsächlich ein Bär? Oder doch nur ein kleines Vögelchen, das die Büsche hat wackeln lassen? Nein, alles falsch!

Es war ein KANADISCHER LUCHS, der sich neugierig an den Waldrand heran gepirscht hatte, um uns aus einer Entfernung von wirklich nur wenigen Schritten ganz interessiert zu beobachten!

Im ersten Moment wussten wir gar nicht, mit was für einem Tier wir es da genau zu tun hatten, wir konnten einfach nur den Atem anhalten und das Wildtier ganz gebannt beobachten. Der rund 50 cm große Luchs bewegte sich ganz langsam und wie auf Samtpfoten unglaublich vorsichtig und behutsam aus den Büschen heraus, bevor er es sich am Rand der Lichtung bequem machte. Einige Minuten lang standen wir einfach nur da - Auge in Auge mit diesem eleganten Tier. Wir beobachteten den Luchs. Der Luchs beobachtet uns. Irgendwann schien er genug von uns zwei zu Salzsälen erstarrten Menschlein zu haben, oder Beas vegetarischer Eintopf roch ihm nicht schmackhaft genug. Auf jeden Fall stand er auf und verschwand genauso leise und elegant im Unterholz, wie er zuvor erschienen war.

Erst als der Luchs außer Sicht war fingen wir an total aufgeregt miteinander zu reden und konnten es gar nicht fassen - so eine hautnahe Wildtierbegegnung! Einfach nur Gänsehaut Feeling pur!!!

Einen Tag später kamen wir an einem Roadhouse im Übrigen mit einem Einheimischen ins Gespräch und zeigten ihm unsere Aufnahmen, da wir noch immer nicht genau wussten, ob es sich tatsächlich um einen Luchs gehandelt hatte. Als der Mann unsere Bilder sah, konnte er seinen Augen kaum glauben!

Er meinte zu uns, er lebe jetzt schon seit 30 Jahren in der Region und habe noch nie einen Kanadischen Luchs in freier Wildbahn gesehen.

Wie glücklich können wir uns da schätzen, eine so hautnahe Begegnung mit einem so wundervollen Tier erlebt zu haben!? Bis heute ist dieses Erlebnis einfach der Wahnsinn für uns...


Wildcamping im Bear Country

14.03.2020

Die menschenleere Wildnis im Hohen Norden Amerikas machte es uns leicht, unser Zelt jeden Abend an einsamen und oftmals wunderschönen Flecken aufzuschlagen. Um die Einsamkeit auch mal in Zahlen auszudrücken:

Alaska hat 0,4 Einwohner/km², das kanadische Yukon Territory sogar nur 0,08 EW/km². Zum Vergleich, wir in Deutschland haben 232 EW/km². Alleine diese Zahlen lassen erahnen, wie wild und naturbelassen die Landschaft dort ist!

Dieses Plätzchen direkt am Ufer eines Sees war aber wirklich ein ganz besonderes Highlight! Nicht nur wegen der Lage, sondern vor allem auch, da wir an diesem Herbstabend durch die Mischung aus den tiefschwarzen Gewitterwolken und dem leuchtend goldenen Licht der untergehenden Sonne eine wahnsinnig tolle Lichtstimmung hatten, die sich auch noch auf der Oberfläche des Sees wiederspiegelte. Einfach fantastisch!

Trotz der augenscheinlich idyllischen Stimmung hatte das Plätzchen aber auch einen kleinen „Haken“. Am Waldrand nur wenige Meter von unserem Zelt entfernt lag der völlig zerrupfte Kadaver eines Rebhuhn-artigen Vogels. Das allein wäre natürlich nicht schlimm, aber da der Nordwesten Amerikas sogenanntes „Bear Country“ ist, muss man hier vor allem beim wild campen einige Regeln beachten, um das Risiko eines unerwünschten Bären-Besuchs soweit wie möglich zu reduzieren. Ein halb aufgefressener Tierkadaver in unmittelbarer Nähe zu unserem Nachtlager war daher definitiv nicht optimal, weshalb wir die tierischen Überreste so gut es ging mit unserem Spaten aufgenommen und in weiter Entfernung von unserem Zelt wieder abgeladen haben. Im Allgemeinen waren wir in dieser Region immer besonders vorsichtig beim wild campen und lauschten jedem Knacken und ungewöhnlichen Geräusch ganz genau.

Im Verlauf des frühen Abends – Helmut hatte uns bereits ein wärmendes Feuer gemacht, da es zu dieser Jahreszeit Abends oft schon unter 0 Grad hatte und Bea war gerade dabei unser Abendessen vorzubereiten – hörten wir dann tatsächlich ein verdächtiges Rascheln aus dem nur wenige Meter entfernten Waldrand. Zuerst sahen wir nicht, um was es sich handelte, aber die Höhe, in der die Büsche sich bewegten und auch ein erster Schatten im Gebüsch machten uns schlagartig klar, dass es sich definitiv nicht um einen kleine Vogel, sondern um ein größeres Tier handeln muss! Was dann allerdings aus dem nur wenige Meter entfernten Gebüsch auf uns zu trat, damit hätten wir niemals gerechnet...


Top of the World Highway

15.03.2020

So ihr Lieben, jetzt ist es soweit. Unsere eigentlich ab diesem Wochenende geplante dreiwöchige Foto-Tour mit unserem Bulli auf die Lofoten fällt aufgrund der aktuellen Situation leider ins Wasser. Da es so aussieht, als würden wir alle die nächsten Tage und vielleicht Wochen vermehrt Zeit Zuhause verbringen, wollen wir zumindest etwas Fernweh schüren und uns und euch mit tollen Motorradreisebildern, lustigen Reiseanekdoten und kleinen Geschichten rund um unsere Motorradweltreise etwas gute Laune bescheren!

Den Anfang macht ein Bild, das wir im Herbst 2016 auf dem legendären Top of the World Highway aufgenommen haben. Die 127 km lange, ungeteerte Piste als „Highway“ zu bezeichnen, ist jetzt vielleicht etwas übertrieben. Landschaftlich ist die Strecke, die mitten durch die weitläufigen, menschenleeren Wälder Alaskas und des kanadischen Yukon Territories führt, aber ein absolutes Highlight!

Da wir einsame, naturbelassene Landschaften und das Campen abseits überfüllter Campingplätze absolut lieben, war die Fahrt auf dem Top of the World Highway für uns einfach herrlich! Die Strecke führt außerdem über weite Teile auf Bergkämmen entlang und bot uns so fantastische Aussichten auf die umliegenden Täler und die schier endlosen Wälder Alaskas und Kanadas. Die Streckenführung und die tolle Fernsicht entlang der Strecke gaben dem Highway im Übrigen auch seinen sehr bezeichnenden Namen!

Da es bereits relativ spät im Jahr war, als wir im hohen Norden Amerikas unterwegs waren, war das Wetter schon ziemlich kühl und wechselhaft. Dafür gab es aber umso beeindruckendere Lichtstimmungen und wir konnten den legendären „Indian Summer“ live miterleben – ein absolut unvergessliches Erlebnis!

 

Apropos Blog!

Seit ein paar Wochen sind wir dabei unsere Seite Schritt für Schritt umzubauen, zu ergänzen, optisch aufzuwerten und die Navigation, die mittlerweile dank der unglaublich vielen Unterseiten und Themen etwas umständlich geworden ist, zu verbessern. Also nicht wundern, wenn sich hier in nächster Zeit sowohl optisch als auch vom Aufbau der Seiten her noch einiges ändert! Dafür sind wir uns sicher, dass unser Blog-Umbau super wird und wir freuen uns schon darauf, ihn mit neuen Reisegeschichten, Technik-Artikeln und vielem mehr zu füttern.


IMOT 2020 -  Das war unser Besuch auf der Motorradmesse in München

17.02.2020

Vor ziemlich genau zehn Jahren waren wir gemeinsam das erste Mal zu Besuch auf der IMOT Motorradmesse in München. Damals steckte das Projekt "TimetoRide" gerade in den Kinderschuhen und wir waren voller Enthusiasmus sowie Neugier mitten in den Vorbereitungen für unsere Motorradreise um die Welt. Nur zu gut können wir uns an ein Gespräch mit einem ADAC Mitarbeiter erinnern, der uns damals einen Pannenschutzbrief schmackhaft reden wollte. Als wir ihm von unseren Plänen und der Route erzählten, verstummte der gute Mann schlagartig und dachte wohl, wir nehmen ihn auf den Arm.

Vergangenes Wochenende, genau zehn Jahre später, waren wir wieder auf der IMOT in München, diesmal zusammen mit unserem treuen Reisegefährten, Helmuts Honda Transalp, besser bekannt als Alperer. Noch heute müssen wir schmunzeln, wenn wir am Stand vom ADAC vorbeikommen! ;-) Was wir uns damals allerdings nie hätten träumen lassen, ist die Gelegenheit, dass eines unserer Motorräder einmal als Ausstellungsstück auf der IMOT teilhaben darf. Wie cool ist das denn!

Möglich gemacht hat dies die herzliche Truppe rund um das Reifenwerk Heidenau die nicht nur unserem Alperer ein gemütliches Zuhause für das Wochenende gab, sondern auch uns die Möglichkeit, mit euch zwei volle Tage lang zu quatschen, zu diskutieren und vor allem zu lachen und Spass zu haben! Vielen herzlichen Dank dafür an jeden Einzelnen von euch! Was für ein tolles Wochenende!

Und ein riesiges Dankeschön an das Reifenwerk Heidenau, ganz besonders an das Team um Sabine, Manfred, Falko und Jens. Was haben wir mit euch gelacht! Das Wertvollste ist für uns, wenn hinter einem Unternehmen nicht nur ein tolles Produkt sondern auch so herzliche Gesichter stecken. Aber Bilder sprechen ja bekanntlich mehr als tausend Worte.

 

>> Wenn du im übrigen wissen willst, wie der Alperer & die Dicke Rosi entstanden sind, dann schau doch einfach mal beim Thema Motorradumbau rein!

>> Und solltest du dich gerade selbst auf eine kleine oder große Reise vorbereiten, dann können wir dir unsere Ausrüstungsübersicht sowie unsere Packliste samt Download ans Herz legen!


Der neue Tourenfahrer mit unserem Reisebericht über unsere Reise durch Griechenland ist da.

17.01.2020

So könnte jeder Morgen beginnen. Die Sonne geht gerade auf. Die Luft ist noch angenehm frisch und kühl von der Nacht. Das Meer rauscht ganz sanft und eine leicht salzige Brise weht uns um die Nase. Unsere Motorräder parken hinter unserem Zelt, bereit für neue Abenteuer.

 

Dieser Morgen ist für uns ein unbezahlbarer Moment und gerade jetzt in den grauen Wintermonaten denken wir schmachtend zurück an unsere letztjährige Motorradreise durch Griechenland

 

Deshalb freuen wir uns gerade umso mehr, dass es unseren Griechenland Reisebericht in der aktuellen Februar Ausgabe des Tourenfahrer auf satten 7 Doppelseiten zu lesen gibt!

Neben vielen großformatigen Bildern erzählen wir in unserem Reisebericht von den Erlebnissen unserer mehrwöchigen Motorradtour durch Griechenland, auf der wir nicht nur viele traumhafte Küstenstraßen und Strände erkundet, sondern uns auch auf die Spuren der antiken griechischen Mythologie begeben haben.

Natürlich gibt´s am Ende des Berichts auch viele nützliche Infos Rund um Griechenland (Anreise, Reisezeit, Motorrad fahren in Griechenland, Unterkünfte usw.), die euch Hilfestellung bei der Planung eurer eigenen Griechenland-Reise geben!

 

Und wer noch mehr Infos für seine eigene Griechenlandtour sucht, unser neuer eTourGuide & Reiseinfo Griechenland wird in Kürze auf unserer Homepage erhältlich sein.


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