Griechenland mit dem Motorrad

Eine Motorradreise entlang traumhafter Küstenstraßen


Wie alles begann

Nachdem wir uns auf unseren Motorradtouren, seit wir 2016 von unserer mehrjährigen Motorradweltreise zurückgekehrt waren, mehr im Norden und Osten Europas herum getrieben hatten, war es mal wieder an der Zeit für etwas Mittelmeer-Feeling.

So brachen wir Ende Juni 2019 auf in Richtung Griechenland um tolle Küstenstraßen unter die Räder zu nehmen, die antike Geschichte des Landes zu entdecken, uns mit köstlichen griechischen Essen zu verwöhnen und hin und wieder an einem der unzähligen Traumstände zu entspannen...

 

 

 

 

 

 


Unsere Route zum Download und umfangreiche Reiseinfos zu Griechenland

Das und mehr haben wir für dich in unseren neuen digitalen Motorrad Reiseführer (eTourGuide) gepackt! Mit unserem eTourGuide Griechenland gehört lästiges Reiseführer wälzen der Vergangenheit an und deine Reisevorbereitung wird zum Kinderspiel. VERSPROCHEN!


Motorradfahren verbindet

Das haben wir auf unserer 32-stündigen Zugfahrt in die Türkei einmal mehr erleben dürfen.

 

Moment, Zugfahrt? Türkei?

Ja, wir haben uns für die Anreise im Autozug entschieden, der uns vom österreichischen Villach bis ins türkische Erdine gebracht hat. Von dort sind es dann nur noch wenige Kilometer bis an die türkisch-griechische Grenze.

Mehr Infos zur Anreise mit dem Autoreisezug findet ihr auch in unserem eTourguide Griechenland

 

Aber nun zurück zum eigentlichen Geschehen!

Im Zug haben wir den türkisch-stämmigen Österreicher Ossi kennengelernt, mit dem wir sofort auf einer Wellenlänge lagen. Als es in der Türkei dann an der Zeit war, sich voneinander zu verabschieden, lud uns Ossi noch in ein traditionelles türkisches Gasthaus ein und bestellte für uns ein landestypisches Gericht und anstelle von Espresso gab es nach dem Essen noch eine Tasse Schwarztee für jeden. Das Essen, gegrillte Lammstreifen mit gemischtem Salat, gegrillten Tomaten, Joghurt mit einem Schuss Olivenöl, war einfach lecker!

 

Auf diesem Weg noch einmal vielen Dank an unseren neuen Freund Ossi für deine Gesellschaft & Gastfreundschaft!

Was für ein gelungener Start in unser neues Motorrad-Abenteuer!

 

 

 

 

 

 


Auf kleinen Nebenstraßen Richtung Westen

Vom äußersten Osten Griechenlands aus machen wir uns also auf in Richtung Westen.

Abseits der viel befahrenen Hauptstraßen suchen wir uns unseren Weg auf kleinen Nebenstrecken, die uns jeden Tag mit neuen Erlebnissen überraschen!

Von üppigem Grün überwucherte Sträßchen wecken in uns das Gefühl, in einen Endzeitfilm geraten zu sein. Fehlende Brücken sorgen für die ersten abenteuerlichen Momente unserer Reise und die ersten malerischen Klöster und kleinen Kirchen sorgen für aufkeimendes Griechenland-Feeling in uns!

 

Außerdem haben wir auf einer dieser kleinen Landstraßen auch gleich eine Begegnung der tierischen Art, die uns total begeistert!

 

Habt ihr gewusst, dass griechische Landschildkröten durchschnittlich nur 80 Meter am Tag zurücklegen?

Ganz schön mutig von diesem kleinen Kerlchen, etwa 6 Meter davon auf der kleinen Straße zu verbringen, auf der wir gerade unterwegs sind! Zeit, ihm etwas unter "den Panzer“ zu greifen und ihn in das nächste Gebüsch zu setzen, damit er seine restlichen 74 Meter an diesem Tag auch noch unbeschadet voll machen kann! Was für ein schönes Tier-Erlebnis und vielleicht haben wir den kleinen Kammeraden mit unserer Aktion ja wirklich vor dem Tod durch Überfahren bewahren können...

 

 

 

 

 

 


Eine willkommene Abkühlung

Wir wren ja, wie eingangs bereits erwähnt, Urlaubsbedingt im Juni/Juli in Griechenland unterwegs. Bei einem Blick auf die Wettervorhersage war klar, Bea braucht dringend noch einen hochsommertauglichen Motorradanzug bevor es los geht!

 

Bereits seit Beginn unserer Motorradweltreise vor 8 Jahren unterstützt uns DANE** mit Motorradbekleidung für unsere Abenteuer. In den letzten Jahren hatten wir so die tolle Möglichkeit, einige verschiedene Modelle zu testen und auch bei der Entwicklung neuer Anzüge unsere Weltreise-Erfahrungen beizusteuern.

 

Mit dem speziellen Damen-Motorradanzug Fano 2 hat Bea nun die Gelegenheit das erste Mal einen echten, reinen Sommeranzug zu testen. Kein wasserdichtes Inlet (bei Bedarf nachrüstbar), dafür so viel luftiges Mesh-Gewebe wie möglich.

Sie war natürlich sehr gespannt, wie sich so ein Sommer-Motorradanzug trägt!

Ihr erstes Fazit nach knapp 3 Wochen durch das hochsommerliche Griechenland? Der Anzug ist wirklich top für heiße Sommertage!

Einen ausführlichen Erfahrungsbericht zum DANE Fano 2** findet ihr in unserer Rubrik Erfahrungsberichte.

 

Nur gut, dass wir uns Motorrd-Bekleidungstechnisch gut vorbereitet haben, denn kaum waren wir ein paar Tage in Griechenland unterwegs, wurde das Land von einer Hitzewelle von fast 45 Grad heimgesucht, die nicht nur uns, sondern auch die Einheimischen ganz schön ins Schwitzen bringt!

Trotzdem sind fast halbstündliche Trinkpausen bei solch extremen Temperaturen Pflicht. Auch der Fahrtwind kühlt uns bei diesen hohen  Temperaturen nicht mehr, sondern fühlt sich viel mehr an wie ein heißer Haarföhn, den wir direkt ins Gesicht gehalten bekommen… puhhh!

 

Wusstet ihr eigentlich, dass der menschliche Körper bei so hohen Temperaturen gepaart mit körperlicher Anstrengung gut 10 Liter Wasser am Tag ausschwitzt? Einfach unglaublich!

Da heißt es trinken, trinken, trinken was das Zeug hält! Und nein, Helmuts Theorie den Flüssigkeitshaushalt einfach Abends mit extra vielen isotonischen Kaltgetränken auf Hopfenbasis auszugleichen funktioniert bei diesen extremen Temperaturen auch nicht mehr!

 

Da fällt uns ein, kennt ihr die Komödie „Born to be Wild – Saumäßig unterwegs“ in der John Travolta samt 3 Kumpels auf der Suche nach Freiheit und Abenteuer einen Motorrad-Roadtrip unternehmen und an einem heißen Tag nackt in einem Wasserloch baden?

Ungefähr so fühlen wir uns, als wir in der griechischen Mittagshitze über eine Brücke fahren und unter uns einen einladenden Fluss erspähen! Sofort haben wir beide denselben Gedanken - ein kühles Bad im Fluss, das wär´s jetzt!

 

Gesagt, getan!

 

Schnell ist eine Abzweigung von der Straße hinunter zum Fluss gefunden und keine 5 Minuten später haben wir uns unserer Motorradkombis entledigt, die nun wild verstreut auf einem der Brückenpfeiler liegen.

Okay, ganz nackt sind wir nicht, aber auch in Bikini und Badehose sind die überraschend kalten Fluten eine unglaubliche Wohltat und willkommene Abkühlung für uns!

Einfach herrrrlich und absolut fantastisch, dass uns so spontane und eigentlich ganz simple Aktionen so viel Freude bereiten!

 

 

 

 

 

 


Warum wir Camping lieben

Viele Motorradfahrer die wir unterwegs treffen haben auf ihren Touren kein Zelt dabei. Zu unkomfortabel, zu viel Gepäck, zu umständlich. Wir können diese Argumente durchaus nachvollziehen und es gab und gibt Momente auf unseren Reisen  - Dauerregen, Kälte, extreme Hitze... - die auch uns von einem festen Dach über unseren Köpfen träumen lassen.

 

Doch dann gibt es diese anderen Momente.

Momente, in denen wir mit dem Motorrad durch die Landschaft fahren und plötzlich den perfekten Platz für unser Zelt entdecken. Ein Platz, an dem wir uns mit der Natur um uns herum so richtig verbunden fühlen und an dem wir uns für ein paar Stunden aus dem hektischen, vernetzten Alltag ausklinken können.

 

Diese kleine, menschenleere Bucht, die absolut malerisch an der Küste des Ägäischen Meeres liegt ist genau so ein Platz. Einige halbhohe Bäume und Sträucher sorgen nicht nur für etwas Schatten, sondern schirmen den Platz auch nach außen hin ab.

Schnell stellen wir unser Zelt auf und nutzen die Zeit bis zur Dämmerung, um eine Runde im glasklaren, türkiesblauen Meer zu schwimmen und zu schnorcheln, bevor wir es uns vor unserem Zelt bequem machen.

Okay, zugegeben, das Bier, das wir im Koffer mit dabei haben, ist mittlerweile lauwarm, aber dafür werden wir an diesem Abend mit einem weitaus besseren Highlight belohnt!

Denn kaum ist die Sonne hinter den Hügeln verschwunden, erscheint die Milchstraße in ihrer vollen Pracht direkt über unserem kleinen Zuhause und lässt den sternenklaren Nachthimmel erstrahlen.

Mensch, was brauchst du mehr?

 

 

 

 

 

 


Wunderschöne Motorradstrecken, nicht nur an der Küste

Was wäre Griechenland ohne seine traumhaften Strände?

Aber neben stolzen 13.676 Kilometern Küstenlinie hat Griechenland auch unzählige Bergregionen und damit auch kurvige Gebirgsstraßen zu bieten – und die lassen wir uns natürlich nicht entgehen!

 

Mit knapp 3.000 Metern ist der Olymp das höchste Gebirge Griechenlands und verschafft uns dank des angenehm kühlen Höhenklimas nicht nur eine kurze Verschnaufpause von der sengenden Hitze des Flachlands, sondern ist auch noch ein echtes Kurven- und Kehren-Mekka – einfach genial! Und das Beste - wir sind hier oben fast vollkommen alleine unterwegs und müssen uns die Straße nur hin und wieder mit ein paar Ziegen teilen! Jippie!

 

Eigentlich gibt es nichts geileres als solch herrlich kurvige Straßen durch die Berge, gepaart mit mega Aussichten, die bis an die Küste und weit aufs Meer hinaus reichen!

 

Allerdings haben diese Strecken für uns einen entscheidenden Haken – wir sind so abgelenkt von der Landschaft und dem Ausblick, dass wir uns kaum noch auf die Kurven und Kehren konzentrieren können… was gerade bei den oftmals etwas „wechselhaften“ Straßenverhältnissen in Griechenland gefährlich sein kann!

Deshalb bleiben wir lieber öfters stehen, um den Fernblick in vollen Zügen zu genießen, bevor es wieder ans Kurvenräubern geht… macht uns zwar recht langsam, aber dafür sind wir ja auf Reisen!


Ein Traum aus Feta & Oliven

Wir lieben es ja die von uns bereisten Länder nicht nur zu „erfahren“, sondern auch kulinarisch kennen zu lernen. Manchmal war das für unsere deutschen Mägen schon eine ziemliche Herausforderung, hier in Griechenland sind wir hingegen in unserem persönlichen Schlaraffenland gelandet!

 

Könnte man Oliven direkt vom Baum essen, dann brächten wir hier in Griechenland dafür noch nicht mal von den Motorrädern absteigen!

Leider sind frisch geerntete Oliven ziemlich bitter, weshalb sie über mehrere Monate in Salzlake entbittert werden müssen, bevor sie ihren typischen Geschmack annehmen und bereit für den Verzehr sind.

Wie die alten Griechen bereits vor über 4.000 Jahren auf die Idee kamen, diese eigentlich wenig schmackhaften Früchte so zu behandelt um daraus einen unglaublich leckeren Snack zu machen ist uns zwar schleierhaft, aber wir sind ihnen echt dankbar dafür! Mmmmh!

 

Gerade in den kleinen Lebensmittelgeschäften finden sich tolle Frischetheken, an denen wir fast täglich die regional produzierte Oliven und den Schafskäse sowie frisches Gebäck kaufen und wir können euch sagen, das Zeug schmeckt hier vor Ort einfach himmlisch und so viel intensiver als die abgepackte Ware, die wir in Deutschland bekommen!

 

Ein toller Nebeneffekt unserer Einkäufe in diesen kleinen Läden – wir haben jeden Tag einen Heidenspaß mit den Griechen, denn die amüsieren sich immer köstlich, wenn wir mit unseren drei Brocken Griechisch und viel Händen & Füßen unsere Einkaufswünsche an der Frischetheke durchgeben!

 

Eine weitere ganz tolle Sache in Griechenland sind die vielen kleinen, gefassten Quellen am Wegesrand.

Immer wieder kommen wir an diesen Mini-Oasen vorbei und nutzen diese Gelegenheiten jedes Mal mit großer Begeisterung, um unsere Wasservorräte mit eiskaltem, glasklarem Quellwasser zu füllen. Kühler, frischer und besser geht´s fast nicht!

Und wenn uns die hochsommerlichen Temperaturen mal wieder zu schaffen machen, dann sorgt das kalte Nass auch für Abkühlung am restlichen Körper!

 

Auch wenn wir uns die meiste Zeit selbst versorgen, so wollen wir natürlich auch die lokalen Speisen  probieren und suchen uns dafür hin und wieder eine kleine, urige Taverne abseits der belebten Touristenviertel aus, um so viel „echtes Griechenland“ wie möglich auf den Tellern zu haben!

Überraschend für uns ist, dass trotz der eher fleischlastigen griechischen Küche auch eine riesige Auswahl an vegetarischen Gerichten – angefangen bei gefüllten Weinblättern über geschmorte, gefüllte Tomaten bis hin zu einer Gemüse-Moussaka-Variante – angeboten werden. Bea ist in jedem Fall begeistert und auch Helmut kann sich bei Souvláki, Gyros und gegrilltem Lamm definitiv nicht beschweren!

Und natürlich darf ein kleiner kretischer Raki zur Verdauung darf nach dem Essen natürlich auch nie fehlen...

 

 

 

 

 

 


Die Fahrt in den Sonnenuntergang

Wir sind jetzt schon seit 10 Jahren gemeinsam auf 2 Rädern unterwegs und haben mit Griechenland mittlerweile schon 50 Länder zusammen auf unseren Motorrädern erkundet. Oft werden wir gefragt, ob wir uns nach so langer Zeit nicht gegenseitig total auf den Sack gehen, oder uns überhaupt noch etwas zu erzählen haben?

 

Und ja, hin und wieder gehen wir uns auf den Sack!

Manchmal ticken Männer und Frauen auch einfach unterschiedlich und so ganz werden wir die Logik des anderen wohl nie verstehen. Aber für uns geht es im Leben nicht darum bei jeder Unebenheit gleich das Handtuch zu werfen, sondern sich den Herausforderungen zu stellen und diese am Ende gemeinsam zu meistern.

 

Denn am Ende des Tages zählt nicht wer recht hat - hat ja sowieso immer die Frau – sondern gemeinsam in dieselbe Richtung zu blicken!

 

PS: Die Aufnahme von uns beiden, der Helmut den Titel "Far beyond the Horizon" gegeben hat, ist im Übrigen eines unserer absoluten Lieblingsbilder unserer Griechenland-Reise! Wenn euch das Bild genauso begeistert wie uns, dann  könnt ihr es euch auch als Print für eure eigenen vier Wände nach Hause holen!

 

Normalerweise versuchen wir uns vor Einbruch der Dunkelheit einen Platz für die Nacht zu suchen. Sei es um eine ungewollte Wildtier-Kollision zu vermeiden oder manchmal auch aus Sicherheitsgründen.

 

Hin und wieder - so auch an dem Tag, als wir die Aufnahme von uns beiden fotografiert haben - lässt es sich aber nicht vermeiden, dass wir doch mal in die Dämmerung kommen. Unbestreitbar ist die Zeit, wenn die Sonne am Horizont untergeht, aber auch eine ganz besondere, die wir, wenn wir doch noch auf den Bikes unterwegs sind, absolut genießen. Das goldene Abendlicht, das die Landschaft in sanfte Farben hüllt, die Schatten, die immer länger werden und auch der Fahrtwind, der nicht mehr von der Hitze des Tages aufgeheizt ist, sondern zunehmend kühler und angenehmer wird… einfach herrlich!

 

Und wenn die Strecke dann auch noch, so wie an diesem Abend, durch die malerische Landschaft des griechischen Küstengebirges und durch weitläufige Oliven Haine führt, dann ist es einfach einer dieser perfekten Momente, die uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 


Land und Leute

Wie auf allen unseren Reisen sind es nicht nur die tollen Landschaften oder die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, die für uns das Motorradreisen so einzigartig machen. Einen großen Teil unserer Reiseerlebnisse machen vor allem die Begegnung und die Interaktion mit den Menschen vor Ort aus.

 

Gerade bei einem westlichen Land wie Griechenland, das touristisch schon sehr erschlossen ist, waren wir uns zu Beginn unserer Reise allerdings nicht sicher, was uns erwartet. Auf unserer Motorradweltreise haben wir nämlich leider schon zu oft die ernüchternde Erfahrung gemacht, dass wir an sehr touristischen Orten nicht mehr als Reisende, als Menschen wahrgenommen werden, sondern leider nur noch als wandelnde Geldbeutel.

 

Aber was sollen wir sagen, die Griechen haben uns mit ihrer freundlichen, offenen und hilfsbereiten Art eines Besseren belehrt und uns absolut positiv überrascht! Egal ob im kleinen Tante-Emma-Laden, am Straßenrand oder auf dem Campingplatz, egal wen wir ansprechen oder ob wir eine Frage oder ein Problem haben, wir haben immer das Gefühl willkommen zu sein.

 

Das Pärchen auf dem Bild ganz links gehört im Übrigen dem Thessaloniki Motorradclub an und hat uns auf einem Campingplatz angesprochen. Neben den üblichen Fragen nach dem woher und wohin haben uns die beiden noch voller Enthusiasmus auf der Landkarte ihre persönlichen Highlights und Routenempfehlungen für Griechenland mit auf den Weg gegeben und wir haben über eine Stunde über unsere gemeinsame Leidenschaft gequatscht. Einfach wunderbar!

 

 

 

 

 

 


Auf den richtigen Gummi kommt es an

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr gerade so mir nichts dir nichts dahin fahrt und plötzlich fühlt sich am Hinterrad irgendetwas komisch an? Und im nächsten Moment habt ihr das Gefühl ihr fahrt wie auf Glatteis und habt kaum mehr Kontrolle über euer Bike?

 

So erging es mir (Bea) hier in Griechenland, denn es hat mich oder viel mehr meine Dicke Rosi mal wieder erwischt – der Hinterreifen war platt und das auf einen Schlag!

Zum Glück ist die ganze Sache in einer Ortschaft mit nur etwa 60 km/h passiert und der Heidenau K60 Scout, den wir auf unseren Bikes fahren ist was seine Notlaufeigenschaften angeht, im Vergleich zu manch anderem Reifen, mit dem ich auf Reisen schon einen Plattfuß hatte, wirklich noch einigermaßen sicher zum Stillstand zu bringen, auch wenn sich das Ganze unglaublich wabbelig anfühlt. Zum Glück konnte ich Helmut über unser Sena Headset noch Bescheid geben, sonst wäre der sicher wieder über alle Berge gewesen!

 

So konnten wir das Motorrad zusammen von der Straße und zu einem schattigen, überdachten Unterstand schieben, wo dann erst mal Schlauch wechseln angesagt war. Eine mega schweißtreibende Arbeit für den armen Helmut bei über 40 Grad im Schatten! Und eigentlich hätten wir noch ordentlich Strecke machen wollen an diesem Tag. Aber wie das auf Reisen so ist, oft kommt es anders als man denkt! Wär hätte gedacht, dass sich Helmut´s neue Montiereisen doch so schnell auch im Ernstfall bewähren müssen!

 

PS: Ihr seid auf der Suche nach einem guten Allround-Motorradreifen?

In unserem große Motorradreifen Test für Reiseenduros haben wir mittlerweile 8 verschiedene Reifenmodelle über viele Monate hinweg und auf unterschiedlichstem Terrain ausgiebig getestet.

Neben der Laufleistung und weiteren technischen Details geben wir zu jedem Reifen unser ganz persönliches Fazit und listen positive wie negative Eigenschaften der Reifen auf.

 

Aber habt ihr euch schon mal gefragt, was eigentlich in so einem Motorradreifen steckt?

Klar, ein Motorradreifen ist rund, schwarz und muss rollen.

Doch habt ihr gewusst, dass über 120 einzelne Fertigungsschritte – viele davon noch heute in Handarbeit! – nötig sind, bis aus einem Stück schwarzen Kautschuk ein fertiger Motorradreifen entsteht?

Wir zumindest nicht.

 

Deshalb war es für uns unglaublich spannend, einen Blick hinter die Kulissen der Reifenherstellung im Reifenwerk Heidenau** werfen zu dürfen! Herausgekommen ist dabei ein spannender Artikel mit vielen nützlichen Tipps & Infos am Rande, der bereits im MO Motorrad Magazin veröffentlicht wurde.

Den Artikel findet aber auch auf unserem Blog in der Rubrik Wissenswertes rund ums Motorrad.

 

 

 

 

 

 


Zeitzeugen der Antike

Neben erstklassigen Motorradstrecken, angenehm mediterranem Klima, leckerem Essen und traumhaften Stränden hat Griechenland auch jede Menge wirklich beeindruckende antike Stätten zu bieten.

 

Der Marmortempel des Meeresgottes Poseidon gehört für uns vor allem durch seine exponierte Lage und die zum Teil noch erhaltenen, mehr als 6 Meter hohen Säulen zu einem unserer ganz persönlichen Highlights. Der Tempel thront am Ende einer steil abfallenden Landzunge in 60 m Höhe und bietet uns so eine fantastische Aussicht über das Ägäische Meer und die umliegenden Inseln. Bedenkt man, dass der Poseidontempel bereits um 440 vor Christus errichtet wurde, so ist es für uns mehr als beeindruckend wie weit entwickelt die Baukunst und Architektur der Griechen damals schon war!

 

Wir sind bereits am späten Nachmittag am Tempel und nehmen uns Zeit das gesamte Gelände abzuwandern und den Tempel aus verschiedenen Richtungen genauer in Augenschein zu nehmen. Bei jedem Schritt über die von vielen tausend Füßen schon total abgelaufenen, oft fast schon spiegelglatten Steinstufen machen wir uns bewusst, dass diese bereits vor über 2.500 Jahren schon von den alten Griechen genutzt wurden. Mit etwas Fantasie können wir uns sogar die in lange, schwingende Roben gewandeten Priester vorstellen, wie sie durch die Tempelanlage wandeln oder dem Gott Poseidon Opfergaben darbringen…

 

Neben unserem eigenen persönlichen Erlebnis vor Ort ist es gerade für Helmut als Fotograf sehr wichtig das imposante, ja fast schon herrschaftliche Gefühl, das der Tempel des Poseidon noch heute ausstrahlt, auch auf seinen Bildern einzufangen. Gerade zum Sonnenuntergang, wenn die letzten goldenen Sonnenstrahlen durch die Säulen des Tempels fallen und der wolkenlose Himmel sich bereits in leuchtenden Rottönen färbt ist die Stimmung besonders beeindruckend und bleibt für uns in unseren Bildern sicher noch sehr, sehr lange lebendig.

 

Wenn euch der Poseidontempel bei Sonnenuntergang genauso begeistert wie uns, dann könnt ihr euch das Bild in unserer TimetoRide-FineArt Galerie als hochwertigen Druck auch für eure eigenen vier Wände nach Hause holen.

 

Aber auch in ihren Alltag lassen die Griechen noch heute die Sagen und Vermätnisse jener antiken Zeit  mit einfließen, wie uns eine unterwartete Begegnung am Straßenrand einmal mehr verdeutlicht:

Der Legende nach belagerten die Griechen im Trojanischen Krieg zehn Jahre lang erfolglos die Mauern Trojas, einer im Nordwesten der Türkei gelegenen Stadt des Altertums. Als den Kriegsherren klar wurde, dass sie die Stadt nicht mit Gewalt stürmen können, ersonnen sie angeblich die List des trojanischen Pferdes, dass als vermeintliches Weihgeschenk an die Göttin Athene vor den Toren Trojas platziert wurde. Als die Trojaner das Pferd in die Stadt zogen, konnten sich die im Inneren des Kolosses versteckte Soldaten des Nachts unbemerkt aus dem Pferd schleichen und die Stadttore öffnen, was schließlich zum Untergang Trojas und dem Sieg der Griechen über die Trojaner führte.

 

Ob an dem Mythos nun tatsächlich etwas dran ist oder nicht, kann historisch nicht belegt werden, doch die Griechen greifen die Legende immer wieder gerne auf und bauen, so wie hier im Eingangsbereich zu einer Künstler-Werkstatt, teilweise mehrere Meter hohe trojanische Pferde. Das Pferd auf dem Bild besteht auf einer Seite aus alten Holzplanken, auf der anderen Seite aus altem Metall-Schrott, während an den Füßen große, rund gehauene Steinscheiben befestigt sind, mit denen das trojanische Pferd gezogen werden kann und ist – Legende hin oder her – ein ziemlich cooles Kunstwerk wie wir finden!

 

 

 

 

 

 


Diese Ausrüstung haben wir auf unseren Motorradreisen dabei

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