Griechenland mit dem Motorrad

Eine Motorradreise entlang traumhafter Küstenstraßen


Wie alles begann

Nachdem wir uns auf unseren Motorradtouren, seit wir 2016 von unserer mehrjährigen Motorradweltreise zurückgekehrt waren, mehr im Norden und Osten Europas herum getrieben hatten, war es mal wieder an der Zeit für etwas Mittelmeer-Feeling.

So brachen wir Ende Juni 2019 auf in Richtung Griechenland. Zugegeben, der Sommer ist nicht unbedingt die optimale Jahreszeit für eine Reise in den Süden Europas, aber es ließ sich urlaubstechnisch leider nicht anders einrichten. Zumindest war unser sommerliches Reisegepäck dadurch recht überschaubar!

 

 

 

 

 

 


Motorradfahren verbindet

Das haben wir auf unserer 32-stündigen Zugfahrt in die Türkei einmal mehr erleben dürfen.

 

Moment, Zugfahrt? Türkei?

Ja, wir haben uns für die Anreise im Autozug entschieden, der uns vom österreichischen Villach bis ins türkische Erdine gebracht hat. Von dort sind es dann nur noch wenige Kilometer bis an die türkisch-griechische Grenze.

 

Aber nun zurück zum eigentlichen Geschehen!

Im Zug haben wir den türkisch-stämmigen Österreicher Ossi kennengelernt, mit dem wir sofort auf einer Wellenlänge lagen. Als es in der Türkei dann an der Zeit war, sich voneinander zu verabschieden, lud uns Ossi noch in ein traditionelles türkisches Gasthaus ein und bestellte für uns ein landestypisches Gericht und anstelle von Espresso gab es nach dem Essen noch eine Tasse Schwarztee für jeden. Das Essen, gegrillte Lammstreifen mit gemischtem Salat, gegrillten Tomaten, Joghurt mit einem Schuss Olivenöl, war einfach lecker!

 

Auf diesem Weg noch einmal vielen Dank an unseren neuen Freund Ossi für deine Gesellschaft & Gastfreundschaft!

Was für ein gelungener Start in unser neues Motorrad-Abenteuer!

 

 

 

 

 

 


Auf kleinen Nebenstraßen Richtung Westen

Vom äußersten Osten Griechenlands aus machen wir uns also auf in Richtung Westen.

Abseits der viel befahrenen Hauptstraßen suchen wir uns unseren Weg auf kleinen Nebenstrecken, die uns jeden Tag mit neuen Erlebnissen überraschen!

Von üppigem Grün überwucherte Sträßchen wecken in uns das Gefühl, in einen Endzeitfilm geraten zu sein. Fehlende Brücken sorgen für die ersten abenteuerlichen Momente unserer Reise und die ersten malerischen Klöster und kleinen Kirchen sorgen für aufkeimendes Griechenland-Feeling in uns!

 

Außerdem haben wir auf einer dieser kleinen Landstraßen auch gleich eine Begegnung der tierischen Art, die uns total begeistert!

 

Habt ihr gewusst, dass griechische Landschildkröten durchschnittlich nur 80 Meter am Tag zurücklegen?

Ganz schön mutig von diesem kleinen Kerlchen, etwa 6 Meter davon auf der kleinen Straße zu verbringen, auf der wir gerade unterwegs sind! Zeit, ihm etwas unter "den Panzer“ zu greifen und ihn in das nächste Gebüsch zu setzen, damit er seine restlichen 74 Meter an diesem Tag auch noch unbeschadet voll machen kann! Was für ein schönes Tier-Erlebnis und vielleicht haben wir den kleinen Kammeraden mit unserer Aktion ja wirklich vor dem Tod durch Überfahren bewahren können...

 

 

 

 

 

 


Eine willkommene Abkühlung

Wir wren ja, wie eingangs bereits erwähnt, Urlaubsbedingt im Juni/Juli in Griechenland unterwegs. Bei einem Blick auf die Wettervorhersage war klar, Bea braucht dringend noch einen hochsommertauglichen Motorradanzug bevor es los geht!

 

Bereits seit Beginn unserer Motorradweltreise vor 8 Jahren unterstützt uns DANE** mit Motorradbekleidung für unsere Abenteuer. In den letzten Jahren hatten wir so die tolle Möglichkeit, einige verschiedene Modelle zu testen und auch bei der Entwicklung neuer Anzüge unsere Weltreise-Erfahrungen beizusteuern.

 

Mit dem speziellen Damen-Motorradanzug Fano 2 hat Bea nun die Gelegenheit das erste Mal einen echten, reinen Sommeranzug zu testen. Kein wasserdichtes Inlet (bei Bedarf nachrüstbar), dafür so viel luftiges Mesh-Gewebe wie möglich.

Sie war natürlich sehr gespannt, wie sich so ein Sommer-Motorradanzug trägt!

Ihr erstes Fazit nach knapp 3 Wochen durch das hochsommerliche Griechenland? Der Anzug ist wirklich top für heiße Sommertage!

Einen ausführlichen Erfahrungsbericht zum DANE Fano 2** findet ihr in unserer Rubrik Erfahrungsberichte.

 

Nur gut, dass wir uns Motorrd-Bekleidungstechnisch gut vorbereitet haben, denn kaum waren wir ein paar Tage in Griechenland unterwegs, wurde das Land von einer Hitzewelle von fast 45 Grad heimgesucht, die nicht nur uns, sondern auch die Einheimischen ganz schön ins Schwitzen bringt!

Trotzdem sind fast halbstündliche Trinkpausen bei solch extremen Temperaturen Pflicht. Auch der Fahrtwind kühlt uns bei diesen hohen  Temperaturen nicht mehr, sondern fühlt sich viel mehr an wie ein heißer Haarföhn, den wir direkt ins Gesicht gehalten bekommen… puhhh!

 

Wusstet ihr eigentlich, dass der menschliche Körper bei so hohen Temperaturen gepaart mit körperlicher Anstrengung gut 10 Liter Wasser am Tag ausschwitzt? Einfach unglaublich!

Da heißt es trinken, trinken, trinken was das Zeug hält! Und nein, Helmuts Theorie den Flüssigkeitshaushalt einfach Abends mit extra vielen isotonischen Kaltgetränken auf Hopfenbasis auszugleichen funktioniert bei diesen extremen Temperaturen auch nicht mehr!

 

Da fällt uns ein, kennt ihr die Komödie „Born to be Wild – Saumäßig unterwegs“ in der John Travolta samt 3 Kumpels auf der Suche nach Freiheit und Abenteuer einen Motorrad-Roadtrip unternehmen und an einem heißen Tag nackt in einem Wasserloch baden?

Ungefähr so fühlen wir uns, als wir in der griechischen Mittagshitze über eine Brücke fahren und unter uns einen einladenden Fluss erspähen! Sofort haben wir beide denselben Gedanken - ein kühles Bad im Fluss, das wär´s jetzt!

 

Gesagt, getan!

 

Schnell ist eine Abzweigung von der Straße hinunter zum Fluss gefunden und keine 5 Minuten später haben wir uns unserer Motorradkombis entledigt, die nun wild verstreut auf einem der Brückenpfeiler liegen.

Okay, ganz nackt sind wir nicht, aber auch in Bikini und Badehose sind die überraschend kalten Fluten eine unglaubliche Wohltat und willkommene Abkühlung für uns!

Einfach herrrrlich und absolut fantastisch, dass uns so spontane und eigentlich ganz simple Aktionen so viel Freude bereiten!

 

 

 

 

 

 


Warum wir campen

Viele Motorradfahrer die wir unterwegs treffen haben auf ihren Touren kein Zelt dabei. Zu unkomfortabel, zu viel Gepäck, zu umständlich. Wir können diese Argumente durchaus nachvollziehen und es gab und gibt Momente auf unseren Reisen  - Dauerregen, Kälte, extreme Hitze... - die auch uns von einem festen Dach über unseren Köpfen träumen lassen.

 

Doch dann gibt es diese anderen Momente.

Momente, in denen wir mit dem Motorrad durch die Landschaft fahren und plötzlich den perfekten Platz für unser Zelt entdecken. Ein Platz, an dem wir uns mit der Natur um uns herum so richtig verbunden fühlen und an dem wir uns für ein paar Stunden aus dem hektischen, vernetzten Alltag ausklinken können.

 

Diese kleine, menschenleere Bucht, die absolut malerisch an der Küste des Ägäischen Meeres liegt ist genau so ein Platz. Einige halbhohe Bäume und Sträucher sorgen nicht nur für etwas Schatten, sondern schirmen den Platz auch nach außen hin ab.

Schnell stellen wir unser Zelt auf und nutzen die Zeit bis zur Dämmerung, um eine Runde im glasklaren, türkiesblauen Meer zu schwimmen und zu schnorcheln, bevor wir es uns vor unserem Zelt bequem machen.

Okay, zugegeben, das Bier, das wir im Koffer mit dabei haben, ist mittlerweile lauwarm, aber dafür werden wir an diesem Abend mit einem weitaus besseren Highlight belohnt!

Denn kaum ist die Sonne hinter den Hügeln verschwunden, erscheint die Milchstraße in ihrer vollen Pracht direkt über unserem kleinen Zuhause und lässt den sternenklaren Nachthimmel erstrahlen.

Mensch, was brauchst du mehr?

 

 

 

 

 

 


Wunderschöne Motorradstrecken - Nicht nur an der Küste

Was wäre Griechenland ohne seine traumhaften Strände?

Aber neben stolzen 13.676 Kilometern Küstenlinie hat Griechenland auch unzählige Bergregionen und damit auch kurvige Gebirgsstraßen zu bieten – und die lassen wir uns natürlich nicht entgehen!

 

Mit knapp 3.000 Metern ist der Olymp das höchste Gebirge Griechenlands und verschafft uns dank des angenehm kühlen Höhenklimas nicht nur eine kurze Verschnaufpause von der sengenden Hitze des Flachlands, sondern ist auch noch ein echtes Kurven- und Kehren-Mekka – einfach genial! Und das Beste - wir sind hier oben fast vollkommen alleine unterwegs und müssen uns die Straße nur hin und wieder mit ein paar Ziegen teilen! Jippie!

 

Eigentlich gibt es nichts geileres als solch herrlich kurvige Straßen durch die Berge, gepaart mit mega Aussichten, die bis an die Küste und weit aufs Meer hinaus reichen!

 

Allerdings haben diese Strecken für uns einen entscheidenden Haken – wir sind so abgelenkt von der Landschaft und dem Ausblick, dass wir uns kaum noch auf die Kurven und Kehren konzentrieren können… was gerade bei den oftmals etwas „wechselhaften“ Straßenverhältnissen in Griechenland gefährlich sein kann!

Deshalb bleiben wir lieber öfters stehen, um den Fernblick in vollen Zügen zu genießen, bevor es wieder ans Kurvenräubern geht… macht uns zwar recht langsam, aber dafür sind wir ja auf Reisen!

 

 

 

 

 

 


Ein Traum aus Feta & Oliven

Wir lieben es ja die von uns bereisten Länder nicht nur zu „erfahren“, sondern auch kulinarisch kennen zu lernen. Manchmal war das für unsere deutschen Mägen schon eine ziemliche Herausforderung, hier in Griechenland sind wir hingegen in unserem persönlichen Schlaraffenland gelandet!

 

Könnte man Oliven direkt vom Baum essen, dann brächten wir hier in Griechenland dafür noch nicht mal von den Motorrädern absteigen!

Leider sind frisch geerntete Oliven ziemlich bitter, weshalb sie über mehrere Monate in Salzlake entbittert werden müssen, bevor sie ihren typischen Geschmack annehmen und bereit für den Verzehr sind.

Wie die alten Griechen bereits vor über 4.000 Jahren auf die Idee kamen, diese eigentlich wenig schmackhaften Früchte so zu behandelt um daraus einen unglaublich leckeren Snack zu machen ist uns zwar schleierhaft, aber wir sind ihnen echt dankbar dafür! Mmmmh!

 

Gerade in den kleinen Lebensmittelgeschäften finden sich tolle Frischetheken, an denen wir fast täglich die regional produzierte Oliven und den Schafskäse sowie frisches Gebäck kaufen und wir können euch sagen, das Zeug schmeckt hier vor Ort einfach himmlisch und so viel intensiver als die abgepackte Ware, die wir in Deutschland bekommen!

 

Ein toller Nebeneffekt unserer Einkäufe in diesen kleinen Läden – wir haben jeden Tag einen Heidenspaß mit den Griechen, denn die amüsieren sich immer köstlich, wenn wir mit unseren drei Brocken Griechisch und viel Händen & Füßen unsere Einkaufswünsche an der Frischetheke durchgeben!

 

Eine weitere ganz tolle Sache in Griechenland sind die vielen kleinen, gefassten Quellen am Wegesrand.

Immer wieder kommen wir an diesen Mini-Oasen vorbei und nutzen diese Gelegenheiten jedes Mal mit großer Begeisterung, um unsere Wasservorräte mit eiskaltem, glasklarem Quellwasser zu füllen. Kühler, frischer und besser geht´s fast nicht!

Und wenn uns die hochsommerlichen Temperaturen mal wieder zu schaffen machen, dann sorgt das kalte Nass auch für Abkühlung am restlichen Körper!

 

Auch wenn wir uns die meiste Zeit selbst versorgen, so wollen wir natürlich auch die lokalen Speisen  probieren und suchen uns dafür hin und wieder eine kleine, urige Taverne abseits der belebten Touristenviertel aus, um so viel „echtes Griechenland“ wie möglich auf den Tellern zu haben!

Überraschend für uns ist, dass trotz der eher fleischlastigen griechischen Küche auch eine riesige Auswahl an vegetarischen Gerichten – angefangen bei gefüllten Weinblättern über geschmorte, gefüllte Tomaten bis hin zu einer Gemüse-Moussaka-Variante – angeboten werden. Bea ist in jedem Fall begeistert und auch Helmut kann sich bei Souvláki, Gyros und gegrilltem Lamm definitiv nicht beschweren!

Und natürlich darf ein kleiner kretischer Raki zur Verdauung darf nach dem Essen natürlich auch nie fehlen...

 

 

 

 

 

 


Far beyond the Horizon

Wir sind jetzt schon seit 10 Jahren gemeinsam auf 2 Rädern unterwegs und haben mit Griechenland mittlerweile schon 50 Länder zusammen auf unseren Motorrädern erkundet. Oft werden wir gefragt, ob wir uns nach so langer Zeit nicht gegenseitig total auf den Sack gehen, oder uns überhaupt noch etwas zu erzählen haben?

 

Und ja, hin und wieder gehen wir uns auf den Sack!

Manchmal ticken Männer und Frauen auch einfach unterschiedlich und so ganz werden wir die Logik des anderen wohl nie verstehen. Aber für uns geht es im Leben nicht darum bei jeder Unebenheit gleich das Handtuch zu werfen, sondern sich den Herausforderungen zu stellen und diese am Ende gemeinsam zu meistern.

 

Denn am Ende des Tages zählt nicht wer recht hat - hat ja sowieso immer die Frau – sondern gemeinsam in dieselbe Richtung zu blicken!

 

PS: Die Aufnahme von uns beiden, der Helmut den Titel "Far beyond the Horizon" gegeben hat, ist im Übrigen eines unserer absoluten Lieblingsbilder unserer Griechenland-Reise! Wenn euch das Bild genauso begeistert wie uns, dann  könnt ihr es euch auch als Print für eure eigenen vier Wände nach Hause holen!

 

Normalerweise versuchen wir uns vor Einbruch der Dunkelheit einen Platz für die Nacht zu suchen. Sei es um eine ungewollte Wildtier-Kollision zu vermeiden oder manchmal auch aus Sicherheitsgründen.

 

Hin und wieder - so auch an dem Tag, als wir die Aufnahme von uns beiden fotografiert haben - lässt es sich aber nicht vermeiden, dass wir doch mal in die Dämmerung kommen. Unbestreitbar ist die Zeit, wenn die Sonne am Horizont untergeht, aber auch eine ganz besondere, die wir, wenn wir doch noch auf den Bikes unterwegs sind, absolut genießen. Das goldene Abendlicht, das die Landschaft in sanfte Farben hüllt, die Schatten, die immer länger werden und auch der Fahrtwind, der nicht mehr von der Hitze des Tages aufgeheizt ist, sondern zunehmend kühler und angenehmer wird… einfach herrlich!

 

Und wenn die Strecke dann auch noch, so wie an diesem Abend, durch die malerische Landschaft des griechischen Küstengebirges und durch weitläufige Oliven Haine führt, dann ist es einfach einer dieser perfekten Momente, die uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

 

 

 

 

 


Land und Leute

Wie auf allen unseren Reisen sind es nicht nur die tollen Landschaften oder die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, die für uns das Motorradreisen so einzigartig machen. Einen großen Teil unserer Reiseerlebnisse machen vor allem die Begegnung und die Interaktion mit den Menschen vor Ort aus.

 

Gerade bei einem westlichen Land wie Griechenland, das touristisch schon sehr erschlossen ist, waren wir uns zu Beginn unserer Reise allerdings nicht sicher, was uns erwartet. Auf unserer Motorradweltreise haben wir nämlich leider schon zu oft die ernüchternde Erfahrung gemacht, dass wir an sehr touristischen Orten nicht mehr als Reisende, als Menschen wahrgenommen werden, sondern leider nur noch als wandelnde Geldbeutel.

 

Aber was sollen wir sagen, die Griechen haben uns mit ihrer freundlichen, offenen und hilfsbereiten Art eines Besseren belehrt und uns absolut positiv überrascht! Egal ob im kleinen Tante-Emma-Laden, am Straßenrand oder auf dem Campingplatz, egal wen wir ansprechen oder ob wir eine Frage oder ein Problem haben, wir haben immer das Gefühl willkommen zu sein.

 

Das Pärchen auf dem Bild ganz links gehört im Übrigen dem Thessaloniki Motorradclub an und hat uns auf einem Campingplatz angesprochen. Neben den üblichen Fragen nach dem woher und wohin haben uns die beiden noch voller Enthusiasmus auf der Landkarte ihre persönlichen Highlights und Routenempfehlungen für Griechenland mit auf den Weg gegeben und wir haben über eine Stunde über unsere gemeinsame Leidenschaft gequatscht. Einfach wunderbar!

 

 

 

 

 

 


Unser Begleiter seit vielen Jahren

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr gerade so mir nichts dir nichts dahin fahrt und plötzlich fühlt sich am Hinterrad irgendetwas komisch an? Und im nächsten Moment habt ihr das Gefühl ihr fahrt wie auf Glatteis und habt kaum mehr Kontrolle über euer Bike?

 

So erging es mir (Bea) hier in Griechenland, denn es hat mich oder viel mehr meine Dicke Rosi mal wieder erwischt – der Hinterreifen war platt und das auf einen Schlag!

Zum Glück ist die ganze Sache in einer Ortschaft mit nur etwa 60 km/h passiert und der Heidenau K60 Scout, den wir auf unseren Bikes fahren ist was seine Notlaufeigenschaften angeht, im Vergleich zu manch anderem Reifen, mit dem ich auf Reisen schon einen Plattfuß hatte, wirklich noch einigermaßen sicher zum Stillstand zu bringen, auch wenn sich das Ganze unglaublich wabbelig anfühlt. Zum Glück konnte ich Helmut über unser Sena Headset noch Bescheid geben, sonst wäre der sicher wieder über alle Berge gewesen!

 

So konnten wir das Motorrad zusammen von der Straße und zu einem schattigen, überdachten Unterstand schieben, wo dann erst mal Schlauch wechseln angesagt war. Eine mega schweißtreibende Arbeit für den armen Helmut bei über 40 Grad im Schatten! Und eigentlich hätten wir noch ordentlich Strecke machen wollen an diesem Tag. Aber wie das auf Reisen so ist, oft kommt es anders als man denkt!

 

Wär hätte gedacht, dass sich Helmut´s neue Montiereisen doch so schnell auch im Ernstfall bewähren müssen!

 

PS: Ihr seid auf der Suche nach einem guten Allround-Motorradreifen?

Als wir 2011 aufgebrochen sind, die Welt auf unseren Motorrädern zu entdecken, hatte uns Heidenau Reifen** zwei Sätzen K60 Scout mit auf den Weg gegeben. Auch heute, über 180.000 Reisekilometer später, ist der K60 Scout für uns ein super Allrounder der sich auf unseren Transalps sowohl auf der Straße als auch im Gelände bewährt hat. Ein Reifen, mit dem wir gerne unterwegs sind - so wie auch jetzt in Griechenland - und auf den wir uns einfach verlassen können.

 

Aber habt ihr euch schon mal gefragt, was eigentlich in so einem Motorradreifen steckt?

Klar, ein Motorradreifen ist rund, schwarz und muss rollen. Doch habt ihr gewusst, dass über 120 einzelne Fertigungsschritte – viele davon noch heute in Handarbeit! – nötig sind, bis aus einem Stück schwarzen Kautschuk ein fertiger Motorradreifen entsteht? Wir zumindest nicht.

 

Deshalb war es für uns unglaublich spannend, einen Blick hinter die Kulissen der Reifenherstellung im Heidenau Werk werfen zu dürfen! Herausgekommen ist dabei ein spannender Artikel mit vielen nützlichen Tipps & Infos am Rande, der bereits im MO Motorrad Magazin veröffentlicht wurde.

Unseren Artikel findet auch auf unserem Blog in der Rubrik Wissenswertes rund ums Motorrad

 

 

 

 

 

 


Hüter der Meere

Neben erstklassigen Motorradstrecken, angenehm mediterranem Klima, leckerem Essen und traumhaften Stränden hat Griechenland auch jede Menge wirklich beeindruckende antike Stätten zu bieten.

 

Der Marmortempel des Meeresgottes Poseidon gehört für uns vor allem durch seine exponierte Lage und die zum Teil noch erhaltenen, mehr als 6 Meter hohen Säulen zu einem unserer ganz persönlichen Highlights. Der Tempel thront am Ende einer steil abfallenden Landzunge in 60 m Höhe und bietet uns so eine fantastische Aussicht über das Ägäische Meer und die umliegenden Inseln. Bedenkt man, dass der Poseidontempel bereits um 440 vor Christus errichtet wurde, so ist es für uns mehr als beeindruckend wie weit entwickelt die Baukunst und Architektur der Griechen damals schon war!

 

Wir sind bereits am späten Nachmittag am Tempel und nehmen uns Zeit das gesamte Gelände abzuwandern und den Tempel aus verschiedenen Richtungen genauer in Augenschein zu nehmen. Bei jedem Schritt über die von vielen tausend Füßen schon total abgelaufenen, oft fast schon spiegelglatten Steinstufen machen wir uns bewusst, dass diese bereits vor über 2.500 Jahren schon von den alten Griechen genutzt wurden. Mit etwas Fantasie können wir uns sogar die in lange, schwingende Roben gewandeten Priester vorstellen, wie sie durch die Tempelanlage wandeln oder dem Gott Poseidon Opfergaben darbringen…

 

Neben unserem eigenen persönlichen Erlebnis vor Ort ist es gerade für Helmut als Fotograf sehr wichtig das imposante, ja fast schon herrschaftliche Gefühl, das der Tempel des Poseidon noch heute ausstrahlt, auch auf seinen Bildern einzufangen. Gerade zum Sonnenuntergang, wenn die letzten goldenen Sonnenstrahlen durch die Säulen des Tempels fallen und der wolkenlose Himmel sich bereits in leuchtenden Rottönen färbt ist die Stimmung besonders beeindruckend und bleibt für uns in unseren Bildern sicher noch sehr, sehr lange lebendig.

 

Wenn euch der Poseidontempel bei Sonnenuntergang genauso begeistert wie uns, dann könnt ihr euch das Bild in unserer TimetoRide-FineArt Galerie als hochwertigen Druck auch für eure eigenen vier Wände nach Hause holen.

 

 

 

 

 

 


Kretas Schätze

Neben dem griechischen Festland wollen wir zumindest auch die größte der griechischen Inseln mit den Motorrädern unsicher machen. Von Athen, oder besser gesagt dem Hafen von Piräus geht es für uns und die Bikes deshalb per Autofähre in einer mehrstündigen Überfahrt nach… KRETA! Neben pittoresken Hafenstädten, historischen Palästen und unzählige kleine Buchten hat die Insel auch absolut fantastische Küsten- und Bergstrecken für uns Motorradfahrer zu bieten – und die haben wir natürlich ausgiebig unter die Räder genommen! Yeah!

 

Neben dem Motorrad fahren selbst macht für uns auch das quasi „auf der Straße leben“ einen großen Teil des Lebensgefühls aus, dass das Motorradreisen für uns zu dem macht, was es ist. Egal ob am Strand, in den Bergen oder an einem Fluss, wir lieben es, uns einfach je nach Lust und Laune ein nettes Plätzchen im Schatten zu suchen, dort unsere Brotzeit auszupacken und einfach für ein paar Minuten oder auch länger zu sitzen, lecker zu Essen und die Umgebung zu beobachten.

 

Die hochsommerlichen Temperaturen in Griechenland haben das Transportieren der Lebensmittel in den Motorradkoffern ohne Kühlung allerdings durchaus zu einer kleinen Herausforderung gemacht! Zum einen versuchen wir natürlich jeden Tag nur das frisch einzukaufen, was wir auch wirklich essen und dank einiger kleiner Tricks und Erfahrungen, die wir uns über die Jahre angeeignet haben, gelingt es Bea auch ohne Kühlschank jeden Tag eine leckere und vielseitige Mahlzeit zu zaubern, die sich sehen lassen kann – vorausgesetzt JEMAND hat nicht schon alles aufgefuttert, bevor Helmut dazu kommt ein Bild zu machen!


PS: Zahlreiche nützliche Tipps zum Umgang sowie zum richtigen Lagern von Lebensmitteln auf einer Motorradtour findet ihr auch in unserem  Camping Kochbuch "30 Tage harte Arbeit"

 

Die Nordküste Kretas ist relativ dicht besiedelt und touristisch sehr erschlossen. Die Städte entlang der Küste sprudeln nur so vor hippen Cafés, traditionellen Tavernen und Geschäften aller Art, in denen sich von Souvenirs über Schnorchelausrüstung bis hin zu lokalen kretischen Spezialitäten so ziemlich alles kaufen lässt, was das (Touristen)Herz begehrt.

 

Nach all dem Trubel zieht es uns in die Bergregion im Süden Kretas, wo es noch wesentlich ruhiger und beschaulicher zugeht. Obwohl die Insel von West nach Ost von einer Hochgebirgskette durchzogen wird, in der es sich fantastisch wandern und natürlich auch Motorrad fahren lässt, zieht es die meisten (Pauschal)Urlauber an die Strände. Da haben wir allerdings gar nichts dagegen, denn so haben wir die kurvenreichen, nur wenig befahrenen Bergstraßen meist für uns ganz alleine!

 

Neben einem wahren Kurveneldorado bieten die Gebirge mit ihrem deutlich kühleren Klima für uns auch eine sehr willkommene Verschnaufpause von den brütend heißen Temperaturen im Flachland. Kurzum, es ist einfach fantastisch hier und wir können gar nicht genug davon bekommen, den „Alperer“ und die „Dicke Rosie“ um die Kehren zu scheuchen!

 

Außerdem schürt der Blick auf unser Navi-Display, das viele eng geschlungene Linien anzeigt zusätzlich unsere Vorfreude auf mächtig geilen Fahrspaß auf einer der spektakulärsten Strecken, die wir bisher in Griechenland unter die Räder nehmen durften! Yeeha!

 

 

 

 

 

 


Der Grand Canyon von Kreta

Bei der vielen Zeit, die wir währen unserer Motorradreisen auf den Motorrädern verbringen, finden wir kleine Wanderungen oder andere körperliche Aktivitäten als Abwechslung zur eher sitzenden Position auf den Bikes immer prima.

 

Die Samaria-Schlucht im Südwesten Kretas bietet für uns deshalb eine willkommene Möglichkeit in der wunderschönen Natur Kretas unterwegs zu sein und etwas für unsere Fitness zu tun!

Mit stolzen 17 km Länge gehört die Samaria-Schlucht zu den längsten Schluchten Europas und alleine der Abstieg entlang der über 600 Meter hohen Felswänden ist für uns mehr als beeindruckend! Obwohl die Temperatur hier im Gebirge deutlich angenehmer ist als an der Küste ist die Wanderung für uns durchaus schweißtreibend. Zum Glück finden sich entlang des Abstiegs immer wieder kleine Quellen, deren glasklares, eisig kaltes Wasser eine hervorragende Abkühlung bietet und ohne Bedenken auch getrunken werden kann!

 

 

 

 

 

 


Fernsicht mit Gänsehaut

Von den Bergen geht es für uns hinab an die Südküste Kretas. Da die Hochgebirge, die die Insel von West nach Ost durchziehen, teilweise fast 2.500 Meter hoch sind und Richtung Südküste hin relativ steil abfallen, sind erneut bombastisch kurvige Strecken für uns Motorradfahrer geboten! Und bei DIESEM AUSBLICK über die verwundenen Kehren, hinunter ins Tal und bis weit hinaus auf die türkisblauen Wellen des Libyschen Meeres stellen sich uns die Haare auf und wir bekommen Gänsehaut, so beeindruckend ist Fernsicht und das Gefühl von Weite und Freiheit!  Jawohl, wir sind verliebt, Kreta ist wirklich ein absolutes Motorradfahrer-Mekka!

 

PS: Unser Bild "Perspective" ist im übrigen auch als Print für eure eigenen vier Wände in unserer FineArt Galerie erhältlich.

 

 

 

 

 

 


Another shitty day in Paradise

Gut drei Wochen lang öffnen wir nun schon jeden Morgen die Türe unseres Zelts und werden von… Überraschung, Trommelwirbel… strahlend blauen Himmel und Sonnenschein begrüßt! Da fällt uns ein Spruch ein, den ein australischer Freund von der Sunshine Coast immer zu sagen pflegte: „Another shitty day in Paradise!“

 

Aber Griechenland kann auch anders!

An unserem letzten Tag auf Kreta geht es für uns erneut hinauf in die Berge, denn wir sind auf der Suche nach den historischen, mit leuchtend weißen Tüchern bespannten Windrädern, für die das Lasithi-Plateau so berühmt ist. Als wir auf einer kleinen, kurvenreichen Bergstraße hinauf auf die Hochebene fahren begleitet uns noch der Sonnenschein, doch über den Berggipfeln des Plateaus kündigen dunkle Wolken und ein tiefes Gewittergrollen bereits ein Unwetter an. Die Stimmung könnte spektakulärer kaum sein, als erste heftige Regenfälle die Berge bereits in weißliche Schleier hüllen, während die letzten kräftigen Sonnenstrahlen einen gigantischen Kontrast zu den immer dunkler werdenden Gewitterwolken bilden!

Schon Minuten bevor auch wir von der Unwetterfront getroffen werden, riechen wir den Regen bereits! Die Luft wird deutlich schwerer und schwüler und duftet herrlich nach frischem Sommerregen. Und natürlich müssen wir dieses beeindruckende Naturschauspiel bis zur letzten Sekunde auskosten und fotografisch festhalten, bevor wir eine heftige kühle Dusche von oben bekommen, die uns in Nullkommanichts so richtig einweicht!

 

Zum Glück zieht die Gewitterfront schnell weiter und dank nach wie vor warmen Temperaturen und Fahrtwind sind wir im Nu wieder trocken und bereit für unsere letzten Kilometer auf Kretschem Boden.

 

 

 

 

 

 


Athens Kontraste zwischen Antike und Moderne

Zurück aus Kreta müssen wir uns erst einmal durch das geschäftige Treiben und den chaotischen Verkehr am Fährhafen von Piräus kämpfen, bevor es für uns direkt weiter ins Herzen von Athen geht.

 

Die griechische Hauptstadt bietet die – wie wir finden - mitunter spektakulärsten antiken Tempelanlagen des Landes, allen voran natürlich die weltberühmte Akropolis von Athen, die bereits seit dem Jahr 1986 zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Die Akropolis von Athen ist für uns vor allem deshalb so beeindruckend, weil die Stadtfestung auf einem 156 Meter hohen Felsplateau unmittelbar über den Dächern der Metropole thront und man von dort oben einen fantastischen Blick über die Stadt und bis hinaus zum Hafen und über das Meer hat. Neben der Hauptfestung, die gleich mehrere noch relativ gut erhaltene Tempelanlagen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus beherbergt, finden sich in der näheren Umgebung noch viele weitere Tempel, Theater und andere antike Bauwerke.

 

Um uns einen guten Gesamtüberblick über das weitläufige Gelände zu verschaffen wandern wir auf den südwestlich der Akropolis gelegenen „Musenhügel“, von dem sich uns ein bombastischer Ausblick auf die monumentale Stadtfestung bietet. Wir finden, auch wenn die Touristenströme zweitweise schon ziemlich heftig sind, die Akropolis von Athen ist ein absolutes Muss und einen Besuch mehr als wert!

 

Sonnenauf- und Untergänge sind die beiden Momente des Tages, die für uns besonders beeindruckend, ja fast schon magisch sind. Auch wenn es manchmal bedeutet um 4 Uhr morgens aufzustehen, im Dunkeln mit den Motorrädern durch Athen zu fahren, zu Fuß und nur mit den Stirnlampen bewaffnet auf den zu dieser frühen Uhrzeit noch menschenleeren Musenhügel zu wandern und schließlich unser komplettes Kamera-Setup aufzubauen.

 

Voller Spannung und Vorfreude sitzen wir also kurz nach 5 Uhr ganz alleine auf einem kleinen Felsvorsprung, Kamera und Camcorder sind bereit und warten darauf, dass sich die Morgensonne ganz langsam über den Horizont schiebt. Erst geht es ganz langsam, das dunkle Schwarz der Nacht weicht einem weicheren Grau, dann schleichen sich erste Nuancen von hellem Rosa und Orange in den immer heller werdenden Himmel und schließlich ist es soweit, die ersten kräftigen Strahlen der Morgensonne wecken die Akropolis und die umliegende Stadt aus ihrem Dornröschenschlaf.

 

Und das Beste: Da wo sich Tags über tausende von Touristen drängen, es laut, lärmend und voll ist, sind wird in diesem Moment ganz für uns alleine. Genießen den fantastischen Ausblick, die frische Morgenluft, das Vogelgezwitscher und die Ruhe um uns herum. Einfach genial!

 

PS: Auch den Sonnenaufgang über der Akropolis von Athen könnt ihr euch als hochwertigen Druck für eure eigenen vier Wände nach Hause holen!

 

 

 

 

 

 


Auge in Auge mit dem trojanischen Pferd

Der Legende nach belagerten die Griechen im Trojanischen Krieg zehn Jahre lang erfolglos die Mauern Trojas, einer im Nordwesten der Türkei gelegenen Stadt des Altertums. Als den Kriegsherren klar wurde, dass sie die Stadt nicht mit Gewalt stürmen können, ersonnen sie angeblich die List des trojanischen Pferdes, dass als vermeintliches Weihgeschenk an die Göttin Athene vor den Toren Trojas platziert wurde. Als die Trojaner das Pferd in die Stadt zogen, konnten sich die im Inneren des Kolosses versteckte Soldaten des Nachts unbemerkt aus dem Pferd schleichen und die Stadttore öffnen, was schließlich zum Untergang Trojas und dem Sieg der Griechen über die Trojaner führte.

 

Ob an dem Mythos nun tatsächlich etwas dran ist oder nicht, kann historisch nicht belegt werden, doch die Griechen greifen die Legende immer wieder gerne auf und bauen, so wie hier im Eingangsbereich zu einer Künstler-Werkstatt, teilweise mehrere Meter hohe trojanische Pferde. Das Pferd auf dem Bild besteht auf einer Seite aus alten Holzplanken, auf der anderen Seite aus altem Metall-Schrott, während an den Füßen große, rund gehauene Steinscheiben befestigt sind, mit denen das trojanische Pferd gezogen werden kann und ist – Legende hin oder her – ein ziemlich cooles Kunstwerk wie wir finden!

 

 

 

 

 

 


Innehalten und erkennen, was uns zufrieden macht

Manchmal müssen wir einfach stehen bleiben, inne halten und auf unser Leben zurückblicken, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Auch wir verlieren im täglichen Arbeitsalltag, umgeben von Konsum, Werbung und gesellschaftlichen „Normen“ immer wieder die Dinge aus den Augen, die uns wirklich und langanhaltend glücklich - oder vielmehr - die uns ZUFRIEDEN machen. Speziell das Reisen mit dem Motorrad, die Reduktion auf das Wesentliche und die enge Verbundenheit mit der Natur und unserer Umgebung helfen uns jedoch ganz enorm dabei, unseren Fokus wieder zurecht zu rücken.

 

Auf unserer Reise um die Welt wurden wir regelmäßig mit Aussagen wie "Ihr genießt Freiheit, ihr könnt hinfahren wann und wohin ihr wollt" konfrontiert. Die wahre Freiheit liegt für uns jedoch nicht in der zeitlichen Ungebundenheit oder der totalen Entscheidungsfreiheit. Die wahre Freiheit liegt für uns in der materiellen Reduktion auf das Wesentliche, das das Reisen mit dem Motorrad mit sich bringt.

Denn je weniger Dinge wir mit uns herumschleppen - auch im Alltag! -, umso weniger müssen wir uns Sorgen darum machen bzw. auch Zeit aufbringen, um uns um diesen Ballast zu kümmern. Und plötzlich bleibt viel mehr Zeit - und auch Geld - um das zu tun, was wir wirklich wollen. Für uns ist genau das wahre FREIHEIT… Probiert es aus!

 

 

 

 

 

 


Eine längst vergessene Geschichte auf der Straße zur Sonne

Im Süden der Peloponnes Halbinsel streckt sich das Festland fingerartig bis weit ins Meer hinaus und bietet so unglaublich viele Küstenstrecken, die sich an unzähligen kleinen Buchten und Landzungen entlang schlängeln. Hinter jeder Kurve und Kehre tun sich neue, tolle Aussichten auf malerische kleine Küstenorte, versteckte Buchten mit traumhaften weißen Stränden und türkiesblauem Wasser auf. Eingerahmt wird die wunderschöne Küstenlinie von imposanten Gebirgen, die unmittelbar an der Küste in die Höhe ragen.

Und so kommt es - mal wieder! - dass wir viel öfter stoppen als eigentlich gedacht, viel mehr Bilder schießen und schließlich vieeeel länger brauchen als am Morgen geplant. Auf dem Bild steht die Sonne bereits tief und wir sind noch viele Kilometer von unserem heutigen Tagesziel entfernt! Jetzt heißt es aber Gas geben und ab durch die Mitte, bevor es dunkel wird!!!

 

Früh am nächsten Morgen sind wir bereits wieder on Tour, denn Helmut hat sich für den Sonnenaufgang ein weiteres, ganz besonderes Fotomotiv gesucht. Im Dezember 1981 strandete die Dimitrios, ein 67 Meter langes griechisches Containerschiff, an einem einsamen Sandstrand im Süden der Peloponnese Halbinsel. Es gibt viele Geschichten und Gerüchte darüber, wie und warum das Schiff vor fast 40 Jahren in der Bucht auf Grund lief und nie geborgen wurde. Sogar von einem Geisterschiff ist die Rede. Sehr wahrscheinlich wurde das Containerschiff jedoch zum Zigarettenschmuggel zwischen Italien und der Türkei genutzt, bevor es vom griechischen Zoll beschlagnahmt und in einem offiziellen Hafen festgesetzt wurde.

 

Warum das Schiff im Winter 1981 während eines Unwetters aus dem Hafen gespült und etwa 5 Kilometer weiter auf der Sandbank strandete, wo es noch heute liegt, ist nie abschließend geklärt worden. Waren die Taue marode oder wurde das Schiff vielleicht absichtlich los gemacht?

 

Sicher ist nur, dass die Dimitrios seit diesem Dezember-Tag vor fast 40 Jahren auf einer Sandbank direkt am Strand liegt und langsam aber stetig vom salzigen Meerwasser aufgefressen wird. Mittlerweile ist das rostige Stahlskelett von unzähligen Graffitis bedeckt, die die regelrechte Endzeitstimmung, die das Schiffswrack bei uns auslöst, nur noch intensivieren. Der Anblick, wie der vergessene Stahlkoloss im Sonnenaufgang in der Brandung liegt und stoisch dem Meer und dem Vergessen werden trotzt, ist für uns einfach spektakulär und beschert uns ordentlich Gänsehaut!

 

PS: Auch diese beiden Bilder Road to the Sun und Lost in History könnt ihr euch in unserer TimetoRide-FineArt Galerie als hochwertigen Druck oder als Limited Edition für eure eigenen vier Wände nach Hause holen!

 

 

 

 

 

 


Routenplanung unter Motorradfahrern

An dieses Thema geht jeder Motorradfahrer anders heran. Einige von euch fahren vielleicht ohne Plan und Ziel jeden Tag ins Blaue hinein, andere von euch planen vielleicht schon Tage oder Wochen vor der Tour jeden Kilometer minuziös durch.

Auf unseren allerersten Motorradreisen haben wir sicher zu den „ins Blaue“ Fahrern gehört, aber während unserer Motorradweltreise haben wir begonnen uns immer intensiver mit den besuchten Ländern zu beschäftigen. So hat sich für uns im Laufe der Zeit ein guter Mittelweg ergeben.

 

Wenn es heute bei uns an die Routenplanung geht, dann überlegen wir in der Regel zum einen, welche kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten wir auf jeden Fall besuchen wollen. Zum anderen kommen natürlich noch die „Motorrad-Schmankerl-Strecken“ dazu, die wir auf gar keinen Fall verpassen wollen.

 

Wie wir die Strecken und Fahrtage zwischen diesen Zielen gestalten, das lassen wir vorab aber ziemlich offen. Aus unseren Reiseerfahrungen haben wir gelernt, dass sich ganz oft erst unterwegs im Gespräch mit den Einheimischen oder anderen Motorradfahrern völlig unerwartete, aber spannende und neue Wege und Orte auftun.

 

PS: Falls ihr Unterstützung bei der Planung eurer eigenen Motorradreise durch Griechenland benötigt, so können wir euch unseren eTourguide Griechenland nur wärmstens empfehlen. Neben unserer gefahrenen Route zum Download findet ihr darin auch Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und natürlich auch die besten Motorradstrecken Griechenlands!

 

Eine dieser Strecken findet sich im Übrigen an der Westküste Griechenlands. Von der Peloponnese Halbinsel kommend schlängeln wir uns auf der Küstenstraße langsam aber stetig weiter gen Norden

Nachdem uns sowohl Kreta als auch der südliche Teil der Peloponnese bereits mit einigen mehr als atemberaubenden Küstenstrecken begeistert haben, legt das griechische Festland noch mal eine Schippe drauf!

 

Die wenig befahrene Küstenstraße windet sich mal auf Meereshöhe, mal erhöht in den Ausläufern des Küstengebirges am Meer entlang und verwöhnt uns wieder mit vielen einmaligen Ausblicken über die glitzernden Fluten des ionischen Meeres. So könnte es für uns noch (fast) ewig weiter gehen!

 

 

 

 

 

 


Der perfekte Traumstrand

Wenn ihr euch euren perfekten Traumstrand vorstellt, wie würde er aussehen?

  • Schneeweißer Strand?
  • Glasklares, türkiesblaues Wasser?
  • Sonnenschein und laue Temperaturen?
  • Weite soweit das Auge reicht, aber trotzdem niemand um euch herum? Nur das Rauschen der Brandung, wenn sie auf den Strand trifft und das Geräusch der Steinchen, wenn sie zurück ins Meer gespült werden?

Klingt paradiesisch, oder nicht?

Leider sieht die Realität meist ganz anders aus. Strandliege an Strandliege, hunderte Touristen, die sich mit einem am Strand drängen und von jeder Ecke musikalische Beschallung aus einer anderen Strandbar. Eigentlich hatten wir auch von Griechenland erwartet, dass all diese „Traumstrände“ touristisch erschlossen und entsprechend überlaufen sind.

 

ABER wir haben ihn tatsächlich gefunden, UNSEREN GANZ PRIVATEN TRAUMSTRAND!

Den schönsten Strand, an dem wir je unser Zelt frei aufschlagen konnten.

Wir haben nackt gebadet, ausgiebig geschnorchelt, einen fantastischen Sonnenuntergang genossen und einen unvergesslichen Abend unter einer Million Sterne erleben dürfen – das ist für uns Motorradreise-Leben pur!

 

Wir saßen am Abend noch lange an unserem kleinen, einsamen Strand-Paradies vor unserem Zelt, um in die Sterne zu schauen und diesen tollen Flecken Erde zu genießen. Die kleinen, runden Kieselsteine waren von der Sonne so aufgeheizt, dass sie uns wie eine Bodenheizung von unten gewärmt haben und irgendwann sind wir dann, eingelullt vom monotonen Rauschen der Brandung, einfach vor unserem Zelt eingeschlafen.

 

Am nächsten Morgen wurden wir von traumhaftem Sommerwetter und blauem Himmel geweckt und bevor wir unserem Strand Lebewohl gesagt haben, gab´s natürlich noch eine an diesem Morgen besonders lange und ausgedehnte Runde Morgenkaffee samt diesem herrlichem Ausblick! Oh man, wir vermissen diesen Ort jetzt schon…

 

 

 

 

 

 


Traumhafter Sonnenuntergang über Meteora

Wir hatten bereits viel von den berühmten Klöstern gehört und meine (Bea) Eltern, die die Meteora Klöster vor 36 Jahren besucht hatten, schwärmen noch heute davon, als wäre es gestern gewesen.

So war ein Besuch der Klöster auch für uns Pflicht!

 

Gerade am frühen Abend, wenn die Sonne über den teilweise mehr als 100 Meter hohen Sandsteinfelsen untergeht und die ohnehin schon märchenhafte Landschaft in sanftes Abendlicht hüllt, sind die Metéora Klöster ein wahrhaft magischer Ort.

Wenig magisch sind allerdings die Horden von Touristen, die vor allem im kurzen Zeitfenster während des Sonnenuntergangs von einem Aussichtspunkt zum nächsten hetzten um - oft aus den fahrenden Autos heraus - so viele "Schnappschüsse" wie möglich zu machen.

 

Irgendwo durchrasen und seine obligatorischen Bilder zu schießen, nur um das nächste Sightseeing-Highlight abzuhaken ist so gar nicht unsere Art und so haben wir spontan entschlossen, es mal wieder ganz anders zu machen als die anderen!

Ich hab in meiner Dicken Rosi immer eine kleine aber feine Brotzeit dabei und so beschlossen wir kurzerhand es uns einfach am Straßenrand bequem zu machen. Einige breite Beton-Begrenzungsblöcke, die von der Sonne so richtig toll aufgeheizt und herrlich warm waren, boten den perfekten Tisch, auf dem ich frisches Brot, Schafskäse, Oliven, Tomaten und für Helmut ein Stück geräucherte Salami ausbreitete.

 

Während wir also gemütlich bei unserer Brotzeit saßen rasten gefühlt hunderte von Touristen an uns vorbei, von denen nicht wenige sehr erstaunte Blicke auf unser kleines Picknick-Gelage warfen - was uns natürlich köstlich amüsierte! Am Ende war dieser laue Sommerabend einer der besten Abende auf unserer gesamten Griechenland-Reise, an den wir uns sicher noch sehr , sehr lange und mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht erinnern werden!

 

PS: Wenn ihr euch die schwebenden Klöster von Metéora im Sonnenuntergang für eure eigenen vier Wände nach Hause holen wollt, dann findet ihr auch dieses Bild als hochwertigen Druck oder als Limited Edition in unserer TimetoRide-FineArt Galerie.


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