Reisetagebuch Südamerika


 

Über die interaktive Google Maps Karte könnt ihr mit nur einem Klick direkt den Reisebericht (orangefarbenes Motorrad) anwählen, der euch interessiert. Nun noch die Beschreibung angewählt und schon öffnet sich ein separater Tab mit dem gewünschten Bericht!

 

RB 80 - Südamerika #4 | Argentinien - Im Tal des Mondes!

 

Am Morgen schlafen wir erst mal aus. Naja, wenn 8 Uhr als Ausschlafen zählt. Leider war die Nacht nicht besonders geruhsam, das mag zum einen an der lauten Musikbeschallung unserer Zeltnachbarn gelegen haben, oder aber an der kalten nächtlichen Temperatur, die Bea frösteln lies… oder an Helmuts Isomatte, der irgendwann in der Nacht die Luft ausgegangen ist! :-)

 

Der oder besser gesagt die Übeltäter, es sind nämlich drei, sind dann auch schnell überführt, es sind mal wieder so spitze Stacheln, diesmal wohl von dem Baum, unter dem wir campen, die sich durch unsere Bodenplane und durch den Zeltboden bis tief in die Isomatte gebohrt haben. Na super! :-/

 

Bloß gut, dass wir ein Isomatten-Reparatur-Set mit uns herum fahren. Helmut klebt damit nicht nur die drei Löcher in der Isomatte, sondern auch die im Zeltboden, nicht dass wir beim nächsten Regen zwei Pfützen im Zelt haben!

 


 

Als nächstes geht es mit dem Motorrad auf kleine Erkundungstour am Fluss entlang, denn die Besitzerin unseres Campingplatzes hat uns erzählt, dass, wenn man dem Fluss für einige Kilometer folgt, in ein wunderschönes Tal mit vielen großen Kakteen und bunten Bergen gelangt. Und was sollen wir sagen, die Dame hat nicht zu viel versprochen. Wir folgen einer schmalen, gut zu fahrenden Offroad-Piste immer entlang des Flusses, der sich zwischen den Bergen hindurch windet. Das Flussufer ist mit leuchtend grünen und gelben Alge bewachsen, die in der Sonne richtig kräftig strahlen. Die Berghänge leuchten in allen erdenklichen rot, orange, braun und Ocker-Tönen und hunderte, teilweise mehrere Meter hohe Kakteen wachsen an ihren Hängen. Wow!

 

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RB 79 - Südamerika #3 | Argentinien - Jetzt wird´s Bunt!

 

Ziemlich erschöpft kommen wir am frühen Abend auf dem Campingplatz an (GPS: S32 51.308 W68 53.789). Der Hausmeister des Zeltplatzes, mit dem wir uns halb auf Spanisch, halb auf Englisch unterhalten, erzählt uns, dass noch andere Deutsche auf dem Campingplatz seien… und tatsächlich, wir entdecken einen Landrover mit Bamberger Kennzeichen! Was für eine Überraschung! Da die Besitzer nicht da sind, beschließen wir, ihnen später einen Besuch abzustatten. Wir machen es uns jetzt erst einmal gemütlich und öffnen zur Feier des Tages einen Malbec, das ist ein typisch argentinischer Rotwein, der vor allem in der Region um Mendoza angebaut wird.

 


 

Bea:

Als ich später am Abend mit meiner Ortlieb-Faltschüssel und unserem dreckigen Geschirr bewaffnet in Richtung Waschbecken laufe, erspähe ich eine Dame, die bereits in einem der Waschbecken ebenfalls mit einer Ortlieb-Faltschüssel am Wäsche waschen ist. Das muss eine Deutsche sein, ganz klar! :-)

Und tatsächlich, die Dame, Viola mit Namen, gehört zu dem Landcruiser mit Bamberger Kennzeichen. Nach einem kurzen Ratsch lädt uns Viola kurzer Hand ein, bei ihrem Auto vorbei zu schauen. Also erledige ich nur noch schnell den Abwasch, schnappe mir Helmut und unsere Flasche Malbec und auf geht´s zu Bernd & Viola.

 

Es stellt sich heraus, dass die beiden bereits seit 2 Jahren auf Weltreise sind und genau aus der Richtung kommen, die wir noch vor uns haben. Die beiden sind nämlich in Kanada gestartet und folgen der Panamericana seither in Richtung Süden.

Wir verbringen einen sehr netten Abend, trinken uns noch durch die 5 Liter Weinflasche, die die beiden wenige Tage zuvor am Straßenrand erstanden hatten und tauschen jede Menge lustiger wie auch informativer Reisegeschichten aus.

 

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RB 78 - Südamerika #2 | Chile / Argentinien - On the road again!

 

Nach einem weiteren 15 Stunden Flug mit Air Europa, auf dem es genau zweimal (kostenlos) etwas zu Trinken und einmal etwas warmes zu Essen gibt – das kommt davon, wenn man sich eine Billig-Airline aussucht :-) – landen wir um 6 Uhr morgens auf dem internationalen Flughafen von Santiago de Chile.

 

 

Die Immigration haben wir schnell hinter uns, doch am Zoll werden unsere Pakete natürlich raus gezogen. Diesmal sind unsere Reifen verdächtig und wir müssen sie auspacken, da der Zollbeamte kontrollieren will, ob sie neu oder gebraucht sind. Wären die Reifen gebraucht gewesen, hätte man sie eventuell einkassiert, da Dreck und Samen in den Reifen haften könnte.

 

In unserem Fall ist aber alles in Ordnung und wir dürfen das Paket nach kurzer Zeit wieder einräumen. Sehr gut! :-)

 

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RB 77 - Zwangspause Deutschland!

 Unser Abflug nach Chile rückt mit schnellen Schritten näher und es kommt uns vor, als wäre unsere gut fünfmonatige „Zwangspause“ wie im Fluge vergangen. Wir hatten das Glück beide sofort nach unserer Rückkehr aus Neuseeland wieder eine Vollzeitanstellung zu finden und so haben wir die letzten Monate vor allem dazu genutzt, unsere Reisekasse wieder etwas aufzufüllen.

Aber auch die Zeit mit Familie und Freunden haben wir nach der langen Trennung sehr genossen.



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RB 76 - Südamerika #1 - Chile - Alles Männersache!

 Es ist Montagabend irgendwann Anfang Juni und ich stehe mit meinem besten Freund Markus in unserer heimatlichen Werkstatt. Wir genießen einige isotonische Kaltgetränke auf Hopfenbasis und plaudern ein wenig. Während des Gesprächs kommen wir beiläufig auf unsere weiteren Reisepläne und ich erzähle ihm, dass wir in einem kleinen Dilemma stecken.

 

Wir hatten unsere Motorräder Mitte April von Neuseeland aus nach Valparaíso verschifft, mit dem Gedanken, während der Verschiffungszeit von gut drei Monaten zurück nach Deutschland zu fliegen. Unsere Motorräder würden dann Mitte bis Ende Juli in Chile ankommen, was nicht unbedingt optimal wäre, da dort dann gerade Winter ist. Erfahrungsgemäß dauern Verschiffungen aber immer wesentlich länger als vom Frächter angegeben und so hofften wir, dass wir vor Ende August nicht mit unseren Bikes zu rechnen brauchten. Unsere Hoffnung wurde jedoch vor ein paar Tagen zerstört, nachdem wir die eigentlich gute Nachricht erhalten hatten, dass die Motorräder sogar zwei Wochen früher als geplant ankommen werden. Nun war also die große Frage, was tun? Nach Chile fliegen und unsere Reise sofort beginnen? Mitten im Winter, wo viele der Anden-Pässe gesperrt sind und uns so viele der Highlights entgehen würden? Zuerst nach Norden in wärmere Regionen fahren und Patagonien später bereisen, was aber den doppelten Weg bedeuten würde, da wir ja von Kolumbien aus nach Panama wollen? Unseren Reisestart verschieben und die Motorräder im Hafen von Valparaíso gegen ein nettes Sümmchen einlagern, nicht zu wissen, ob unsere Bikes dort sicher stehen? Schwierig...

 Nachdem wir die Flugpreise nach Chile gecheckt haben, steht die Entscheidung fest. Ich fliege ohne Bea für ca. zwei Wochen nach Valparaíso, nehme bereits einiges an Ersatzteilen und zwei neue Heidenau K 60 Scout Reifen mit und regele die Einfuhr der Motorräder mit Hilfe von Enzo und Martina von der Villa Kunterbunt selbst vor Ort. Als ich Markus von dem Plan erzähle, kommt von ihm sofort das Angebot, mich zu begleiten, allerdings hat er Bedenken, dass er mir bei bürokratischen Fragen keine große Hilfe sein wird, da sein Englisch doch so schlecht sei… Macht nichts, sage ich, die sprechen dort alle Spanisch! ;-)

Abflug von München nach Chile
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