Fazit Australien

 Bereiste Länder: 1

 

Grenzübertritte: 1

 

Reisezeit gesamt (AU): 20 Monate

 

Zurückgelegte Kilometer (AU): 29.961 km

 

Umfaller/Stürze Bea:

      2 x

 

Umfaller/Stürze Helle:

     1 x

 

Verletzungen/Krankheiten Bea:

- Aufgeschürfter Ellenbogen und blaue Flecken nach Motorradsturz

-  Über Monate immer wiederkehrende Probleme mit dem rechten Ohr nach Barotrauma/Trommelfellriss in Thailand, u.a. Ohrenschmerzen, Schwindel

 

Verletzungen/Krankheiten Helle:

- Nach Malheur mit einem Vorschlaghammer, Zeige- und Mittelfinger links verletzt.

(musste im Krankenhaus genäht werden)




 Defekte und Wartungsarbeiten Alperer:

 

- Kofferträger zusätzlich verstrebt und mit Topcase-Aufnahme

  versehen

- SW-Motech Softbag durch Topcase ersetzt (MTD Luggage)

- Vergaser wegen verschmutztem Benzin mehrmals gereinigt

  (Adelaide)

- defekten Hinterradschlauch ersetzt (Sunshine Coast)

- gebrochenen Unterdruckanschluss ersetzt (Queensland)

- Laderegler wegen Überspannung ersetzt (Melbourne)

- Luftfilter gereinigt (Adelaide)

- Dichtungen Hinterrad ersetzt (Adelaide)

- Behälter und Schlauch vom Kettenöler ersetzt (Adelaide)

- Kettensatz nach ca. 40.000 km ersetzt (Adelaide)

- Rücklichtbirne gewechselt (Brisbane)

- Bremsbeläge vorn gewechselt (Tasmanien)

- Batterie gegen Motobat Gelbatterie ersetzt (Melbourne)

- div. Radlager ersetzt (Adelaide)

- Kettenschleifer ersetzt (Brisbane)

- Lenkkopflager und Gabelöl gewechselt (Melbourne)

- Bremsscheibe vorn ersetzt (Adelaide)

 Defekte und Wartungsarbeiten Dicke Rosi:

 

- Kofferträger zusätzlich verstrebt und mit Topcase-Aufnahme

  versehen (Darwin)

- SW-Motech Softbag durch Topcase ersetzt (MTD Luggage)

- Tacho wegen mehrmalig gebrochenem Antriebsrad an der

  Tachowelle gegen Acewell ACE 3252 ersetzt

  (Sunshine Coast)

- defekten Hinterradschlauch ersetzt (Rockhampton)

- div. Stecker-Kontaktschwierigkeiten behoben

- 1 x Spiegel ersetzt (Queensland)

- beide Zündeinheiten nach mehrmaligem löten durch digitale

  Einheiten von M.S. ersetzt (Tasmanien) + Zündeinheiten nun

  liegend montiert

- Vergaser wegen verschmutztem Benzin gereinigt (Canberra)

- Laderegler wegen Überspannung ersetzt (Adelaide)

- Neutralschalter ersetzt (Adelaide)

- Behälter und Schlauch vom Kettenöler ersetzt (Adelaide)

- Kettensatz nach ca. 40.000 km ersetzt (Adelaide)

- je 1x Bremsbeläge vorn und hinten gewechselt

- div. Radlager ersetzt (Adelaide)

- Batterie gegen Motobat Gelbatterie ersetzt (Melbourne)

- Lenkkopflager ersetzt (Queensland)

- Gabelführungen und Dichtungen ersetzt (Queensland)


Reifenverschleiß:

Ausführliche Informationen zu den von uns verwendeten Reifen, dem Reifenverschleiß und unseren Erfahrungen mit verschiedenen Reifenmarken findet ihr in unserem großen Langzeit-Reifentest.



 Defekte am Equipment:

 

- Nolan X-Lite Helm X-550:

Visiere ausgetauscht da nach 2 ½ Jahren Weltreise schon relativ verkratzt (Bea + Helle)

Sonnenschild ausgetauscht da nach Sturz in Thailand gebrochen (Bea)

 

- Alpine Stars Tech 3 Endurostiefel:

Waren nach 2 ½ Jahren täglichen Weltreiseeinsatzes am Ende, deshalb ersetzt durch wasserdichte DIFI VENTURA AEROTEX Endurostiefel

 

- Nordisk Norheim 3 SI Zelt:

- Reisverschlüsse nach 2 ½ Jahren täglichem Weltreiseeinsatz nicht mehr funktionstüchtig

-> Zipper durch Austauschzipper von ZlideOn ersetzt

-> nach ca. 6 Monaten dasselbe Problem wieder

 

- Nähte nicht mehr zu 100 % Wasserdicht

- nach einer Nacht mit extremen Sturmböen auf dem Gipfel eines Berges ein Loch in der mittlerweile schon relativ dünnen Außenhaut des Zelts entdeckt -> notdürftig mit Panzertape geflickt

-> Zelt in Australien zurück gelassen und in Neuseeland durch Nachfolgemodell Nordisk Nordland 3 SI ersetzt

 

- Miniklappspaten am Klappmechanismus gebrochen -> Schweißen lassen

 

- Sigma Kameraobjektiv kein Zoom mehr möglich. Die Australischen Fotogeschäfte wollten es daraufhin einschicken, die Wartezeit von 6 - 8 Wochen war jedoch für uns keine Option. Daraufhin hat Helle das Objektiv selbst zerlegt und den Schuldigen – eine kleine lose Schraube – gefunden. Sobald die Schraube wieder an ihrem Platz war, funktionierte auch das Objektiv wieder.

 

- Nikon D 5100 Spiegelreflexkamera:

Durch Fachgeschäft gereinigt und defekte Teile ausgetauscht

 

- Sena SMH10 Bluetooth Headset:

Nach Problemen bezüglich des Koppelns zwischen den Geräten haben wir die Haupteinheiten nach über 2 Jahren gegen das Nachfolgemodell getauscht



Länderfazit

 - In jedem noch so kleinen Ort gibt es mindestens ein Pub mit angeschlossenem Campingplatz.

 Durchschnittlicher Preis für Zeltplatz: 30 AUD für 2 Personen/Nacht

 

- Auch Cabins und Zimmer sind in so gut wie jedem Ort verfügbar.

Preis ab ca. 90 AUD für 2 Personen/Nacht

 

- Sogenannte Rest Areas gibt es alle ca. 100 km entlang wirklich jeder Straße. Dort kann man kostenlos übernachten. Meist sind die Plätze sogar mit Komposttoilette und überdachten Picknick-Bänkchen ausgestattet. Manchmal sogar mit kostenlosem Gas-BBQ und Trinkwassertank

 

- Wild Campen ist unserer Erfahrung nach überall in Australien absolut problemlos möglich. Man sollte nur nicht auf das direkte Farmgelände einer Farm fahren und neben der Kuhweide zelten, dann könnte man evtl. von Farmern auf der Jagd erschossen werden! Hatten wir eines nachts und ist defintiv nicht zu empfehlen! ;-)

 

- Tankstellen sind an den Küsten und um die Ballungszentren ausreichend vorhanden, es gibt überall mindestens 92 Oktan Benzin.

+ Im Northern Territory wird manchmal sog. Opal-Benzin angeboten. Dieses Benzin kann nicht als Schnüffeldroge missbraucht werden, da es keine Aromastoffe enthält. Achtung: unsere Motorräder haben das Opal-Benzin nicht besonders gut vertragen und ihren Unmut durch starkes Rußen, Leistungsverlust, unrunden Lauf und erhöhten Benzinverbrauch kund getan.

+ Gerade im Outback liegen die Tankstellen manchmal bis zu 400 km auseinander und man muss mit Spritpreisen von deutlich über 2 AUD/L rechnen!

 

- Banken/ATMs sind im ganzen Land ausreichend vorhanden, es kann aber auch fast überall mit den gängigen Kreditkarten bezahlt werden

 

- Supermärkte sind im ganzen Land ausreichend vorhanden, in abgelegenen Gegenden kann es aber schon mal passieren, dass man 5 AUD für eine Packung Toastbrot und 6 AUD für eine 1,5 L Flasche Wasser bezahlen muss.

+ Unser Tipp: besser vorausschauen und ggf. auf Vorrat einkaufen, falls man durch abgelegene Gegenden fährt, das kann viel Geld sparen.

 

- Der Straßenzustand der Highways ist sehr gut.

+ Manche Nebenstrecken weisen viele Schlaglöcher und geflickte Stellen auf, hier ist gerade in Kurven Vorsicht geboten!

+ Der Zustand der Offroad-Tracks variiert je nach Jahreszeit und Instandhaltung von sehr gut bis übelstes Wellblech, Tiefsand und Überflutungen.

Hier informiert man sich am besten vor Ort.

 

- Uns hat in 20 Monaten nicht ein einziges Mal die Polizei aufgehalten. Trotzdem haben wir unsere Motorräder offiziell registriert und eine KfZ-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die in Australien Pflicht ist.

Achtung: Je nach Bundesstaat kostet diese KfZ-Haftpflichtversicherung unterschiedlich viel!

Wir haben pro Motorrad bezahlt:

ca. 70 AUD im Northern Territory für 1 Monat

ca. 70 AUD in Queensland für 1 Jahr

ca. 120 AUD in South Australia für 4 Monate



Tipps & Tricks

 -Tipp Nr. 1:

Der Camping-Atlas „Camps 7 Australia Wide“ (www.campsaustraliawide.com) bietet nicht nur ein komplettes Straßenkartenwerk für Australien, er listet auch 3.900 kostenlose bzw. Budget-Zeltplätze auf und hat uns trotz seines stolzen Preises von 59,95 AUD SEHR gute Dienste geleistet und wir können ihn nur jedem empfehlen.

 

-Tipp Nr. 2:

Der „Australia Motorcycle Atlas + 200 Top Rides“ von Hema (www.hemamaps.com.au) bietet ebenfalls ein komplettes Kartenwerk für Australien. Darüber hinaus listet er die top 200 Motorradstrecken in Australien auf und beschreibt diese kurz in Wort und Bild.

 Wir hatten den Atlas nicht so oft im Einsatz wie gedacht und sind uns nicht sicher, ob wir in daher noch einmal kaufen würden, da auch dieser Atlas im DIN A 5 Format stolze 39,95 AUD kostet

 

-Tipp Nr. 3:

Da wir Aufgrund der ständigen Arbeit an unserer Homepage nicht auf das kostenlose Internetangebot von McDonalds & Co verlassen wollten, haben wir uns einen Internetstick mit Prepaid Karte zugelegt. Wir haben den Anbieter Telstra gewählt, der zwar der teuerste auf dem Markt ist, dafür aber Australien weit die beste Netzabdeckung hat.

Der Datenvolumenabhängige Preis für Telstra Prepaid-Karten variiert von 20 AUD für 250 MB bis 180 AUD für 12 GB.

 

-Tipp Nr. 4:

Sogenannte „Toll Roads“ gibt es in jeder australischen Großstadt. Auch manche Brücken und Tunnel sind gebührenpflichtig. Nutzt man eine „Toll Road“, weisen große Schilder darauf hin, dass man die Gebühren online bezahlen kann. Wir haben die entsprechenden Webseiten besucht und versucht unsere Deutschen Kennzeichen einzugeben, doch ohne Erfolg.

Bis zur Ausreise aus Australien wussten wir nicht, ob uns diese nicht bezahlten Straßennutzungen zum Problem werden, doch augenscheinlich wird bei der Ausreise nicht überprüft, ob offene Bußgelder für die Fahrzeuge vorliegen. Wir hatten bei der Ausreise auf jeden Fall trotz unzähliger unbezahlter „Toll Road“ Benutzungen keine Probleme.



Motorrad- und Personen-Transport

Motorradtransport Australien - Neuseeland

 

Wir haben uns aus Kostengründen für die Verschiffung der Motorräder auf dem Seeweg von Brisbane nach Auckland entschieden, da Luftbraucht bei zwei zu transportierenden Maschinen gleich deutlich mehr ins Geld schlägt.

 

Nachdem wir einige Reedereien angefragt hatten und nur Absagen kassiert hatten, da diese keine Fahrzeuge von Privatpersonen verschiffen wollten, haben wir uns für das einzige und unserer Auffassung nach auch recht günstige Angebot von Wallenius Wilhelmsen Logistic „WWL“ (www.2wglobal.com) entschieden.



Kosten für die Verschiffung von Brisbane – Auckland (Stand Januar 2014)

 

Ocean Freight pro Fahrzeug: 425 AUD

Bunker Adjustment Factor: 10 % der Ocean Freight

Documentation Fee Brisbane Port: 50 AUD pauschal

Documentation Fee Auckland Port: 50 NZD pauschal

 

Für zwei Motorräder haben wir dann in Australien insgesamt 1.029,67 AUD an WWL überwiesen.



 Ablauf der Verschiffung auf australischer Seite:

 

Folgende Dokumente mussten wir vorab ausfüllen:

- Export Receival Advice „ERA“ ein Exemplar pro Motorrad

- Cargo Marking Sheet: ein Exemplar pro Motorrad

- Forwarding Instruction: ein Exemplar für beide Motorräder zusammen

- Certification of uses mobile Machinery & Vehicles: ein Exemplar pro Motorrad

 

Die o. g. Unterlagen werden alle vorab von WWL per Email übermittelt. Die WWL Mitarbeiter sind sehr freundlich und hilfsbereit und beantworteten all unsere Fragen bezüglich der Formulare zeitnah und sehr ausführlich.

 

Achtung: Im Dokument „Forwarding Instruction“ wird nach einer Export Authority Number gefragt. Mit dieser Nummer ist jedoch nicht die sog. „Export Declaration Number“ (EDN) gemeint, wie uns die Reederei fälschlicherweise mitgeteilt hat. Die EDN kann nämlich nur durch einen Shipping Agent und nicht durch eine Privatperson beim Zoll beantragt werden. Die Agents verlangen dafür ca. 250 AUD.

 

Durch unsere Hartnäckigkeit und persönliche Nachfrage beim Zoll kam schließlich heraus, dass wir statt der kostenpflichtigen EDN nur eine sogenannte CAN „Customs Authoity Number“ benötigen, welche die Reederei – in unserem Falle WWL – selbst und kostenlos für uns beantragen muss.

 

Hat man alle Unterlagen per Email eingereicht muss man mit dem Hafen einen Termin zur Übergabe der Motorräder vereinbaren. Außerdem erhält man zeitgleich von WWL bereits seine Bill of Lading per Email übermittelt.

 

Bei der Emailkorrespondenz mit dem Hafen stellte sich in unserem Fall heraus, dass wir eine Sicherheitseskorte für den Hafen buchen müssen, da wir als Privatpersonen eigentlich keinen Zutritt zum Hafen bekommen.

 

Für stolze 110 AUD kann man diese Sicherheitseskorte direkt per Email über den Hafen buchen.

Zusätzlich zur Eskorte muss jede Privatperson die den Hafen betritt eine Sicherheitsweste und Sicherheitsschuhe (wir hatten nur Turnschuhe an, ist niemanden aufgefallen) tragen sowie eine sog. „Site Induction“ ausfüllen und das Zertifikat ausdrucken und beim Betreten des Hafens vorweisen.

Die „Site Induction“ kann direkt online ausgefüllt und ausgedruckt werden: www.inductee.com.au

 

Liegen alle o. g. Dokumente korrekt ausgefüllt vor so ist die Abgabe der Motorräder im Hafen von Brisbane ziemlich stressfrei.

Die Motorräder werden von einem Hafenmitarbeiter kurz auf Sauberkeit überprüft, dann bekommt man einlaminierte Zettel, die man am Motorrad befestigen muss und die das Schiff sowie den Bestimmungshafen aufweisen und schließlich wird man von der Eskorte ganze 200 m durch den Hafen zu einem Lagerhaus eskortiert, wo man die Motorräder abstellt und den Schlüssel stecken lässt. Das war´s.

 

Laut Vorgaben von WWL darf eigentlich kein persönliches Gepäck in den Koffern sein, doch mangels Alternativen waren unsere Koffer sowie Topcase vollgestopft bis obenhin. Zum Glück hat sich bei der Motorradübergabe niemand für die Koffer geschweige denn deren Inhalt interessiert.

 

Der Hafen stellt dann eine Bestätigung aus, dass man die Motorräder abgegeben hat.

 

Mit dieser Bestätigung, den Carnets de Passages und der Bill of Lading geht es dann zum Zoll, der sein Büro am Flughafen in Brisbane, leider gut 25 km vom Hafen entfernt, hat.

Die Bearbeitung der Carnets dauert laut offizieller Auskunft einen Arbeitstag, in unserem Fall hat der nette Beamte genau 10 Minuten gebraucht, um unsere Carnets auszustempeln. Das war´s.

 

Eine Kopie der ausgestempelten Carnets sowie der Bestätigung, dass wir die Motorräder im Hafen abgegeben haben, muss dann noch per Email an WWL geschickt werden.

 

Sobald die Motorräder verladen und das Schiff in See gestochen ist bekommt man dann von WWL per Email noch den Frachtbrief, die sog. „Sea Waybill of Lading“, zugesandt.

 

Seite: 1 - 2

Anmelden und nie wieder ein Abenteuer verpassen!

Mehr von uns auf Facebook



SUPPORTED BY