Sprachwahl Home Wir beide Bea Helle Bisherige Touren Slowenien Frankreich Griechenland Frankreich 2 Frankreich 3 Griechenland 2 Griechenland 3 Vorbereitungen Organisatorisches Gesundheit Ausruestung Werkzeug Elektronik Gepaeck Bekleidung Geplante Route Motorradumbau Alperer Dicke Rosi Unterwegs Reisetagebuch Osteuropa Suedostasien RB Osteuropa Tschechei Slowakei Ukraine Ukraine2 Russland West Russland West 2 Russland West 3 Kasachstan Kasachstan 2 Kasachstan 3 Russland Altai Russland Altai2 Mongolei Mongolei2 Mongolei3 Sibirien Sibirien 2 Sibirien 3 Sibirien 4 Fazit Osteuropa RB Südostasien 5 Wo. ohne Mo 5 Wo. ohne Mo 2 Thailand 1 Thailand 1.2 Kambodscha Kambodscha2 Kambodscha3 Laos Laos2 Laos3 Laos4 Laos5 Unterkunft Osteuropa Suedostasien Unterkünfte Suedostasien 2 Unterstuetzung Privat Sponsoren Unterwegs Videos Suedostasien Links Kontakt Gaestebuch Presse Fotokalender 2012 Impressum Englisch%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Home About us Bea Helle Our last trips Slovenia France Greece France 2 France 3 Greece 2 Greece 3 Preparations Organizing Health Equipment Tools & Spares Electronic Baggage Clothing Planned Route Motorcycle Alperer Big Rosi Travelreport Eastern Europe RB Osteuropa eng. Tschechei eng. Slowakei engl. Ukraine engl. Ukraine2 engl. Russl. West engl. Russl. West2 engl. Russl. West3 engl. Kasachstan engl. Kasachstan2 engl. Kasachstan3 engl. Russl. Altai engl. Russl. Altai2 engl. Mongolei engl. Mongolei2 engl. Mongolei3 engl. Sibirien engl. Sibirien2 engl. Sibirien3 engl. Sibirien4 engl. Fazit Osteur. engl. Lodging East Europe Southeast Asia Lodging Southeast Asia 2 Support Privat Sponsorship On Tour Videos Southeast Asia Links Contact Guestbook Press Impressum Bayrisch%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Startseitn Mia Zwoa Bea Helle Do wama scho Slowenien Frankreich Griechenland Frankreich 2 Frankreich 3 Griechenland 2 Griechenland 3 Wias herganga is As drumherum Gsundheit Unsa Glump Werkzeig Elektronik Packzeig Gwand Do fama hi Mopedumbau Oipara Gwampade Rosi Do sama grod Wer uns huift Dahoam Sponsoren Auf da Roas Fuim Suedostasien Andane Seitn Oschreim Gaestebuach Pressegsatzal Impressum Zusammen%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%%% Trailer zus. Reisetagebuchzurück Bereits während unserer Vorbereitungszeit Zuhause in Oberbayern aber auch während unserer Reise erhalten wir unglaublich viel Feedback auf unser Vorhaben. Sei es via Email oder Gästebucheintrag auf unserer Homepage oder auch über die vielen, vielen Kommentare auf unserer Facebook-Seite.Man fragt uns bezüglich diverser Motorradumbauten, wie wir dieses oder jenes bürokratische Hindernis gelöst haben oder einfach nur, wie es uns momentan so geht und was unsere nächsten Pläne für die Reise sind.Allerdings bekommen wir auch immer wieder Nachrichten, in denen zu lesen ist, dass der- oder diejenige auch gerne mal zwei Jahre Urlaub machen würden, denn viele, so haben wir den Eindruck, assoziieren mit unserer Motorradweltreise nichts anderes als einen Langzeiturlaub.Aus diesem Grund wollen wir euch nachfolgend einmal unseren Reisealltag mit den vielen damit verbundenen Aufgaben schildern. Zum einen, damit dem Wort „Langzeiturlaub“ vielleicht eine neue Bedeutung zukommt und alle Reise- bzw. Motorradbegeisterten, die unsere Homepage verfolgen, verstehen, warum Reiseberichte und Videos manchmal etwas länger auf sich warten lassen, zum anderen, damit sich auch andere, die vielleicht eine ähnliche Reise planen, ein Bild vom tatsächlichen Reisealltag eines Motorradweltreisenden machen können, denn mit dem Motorrad um die Welt zu fahren, ist definitiv harte Arbeit!Vorweg sollte gesagt sein, dass man vor einer solchen Reise eigentlich (im nach hinein betrachtet) keinen blassen Schimmer davon hat, was einen auf so einem Trip wirklich erwartet und auf was man sich da einlässt. Wir selbst haben versucht uns durch einige kleinere Touren – mehr war leider Aufgrund unserer bisherigen Jobs nicht möglich - (siehe Bisherige Touren) ein bisschen auf unser bevorstehendes Abenteuer vorzubereiten, u.a. auch um festzustellen, ob uns beiden diese Art des Reisens überhaupt gefällt. In den ersten Wochen nach dem Start unserer Reise hatten wir daher noch mehr das Gefühl, einen kurzen Urlaubstrip zu machen als nun tatsächlich die nächsten zwei Jahre zu reisen. Nach einiger Zeit wurde uns jedoch immer mehr bewusst, dass wir nun die nächsten zwei Jahre nahezu täglich unsere Mopeds ab- und wieder aufpacken müssen, unser Zelt auf- bzw. abbauen müssen, dass wir bei Regenwetter nicht einfach sagen können „Ach, heute lassen wir die Bikes doch lieber in der Garage“ oder wir morgens weder wissen, wo wir schlafen werden, noch welche Probleme wir zu lösen haben. Natürlich ist es u. a. genau das, was den Reiz einer Motorradweltreise ausmacht, aber gerade am Anfang ist man doch noch sehr unsicher und in unserem Fall auch unerfahren um diesen Aspekt der Reise wirklich zu genießen.Auch der Gedanke, Familie und Freunde für so lange Zeit zurück zu lassen, ist oft gegenwärtig, denn so nett und hilfsbereit die Menschen, die uns täglich begegnen, auch sind und wir unter ihnen auch viele Freunde gefunden haben, Familie oder langjährige Freundschaften Zuhause können diese nicht ersetzen!So wurden wir Woche um Woche vor neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt und je weiter wir uns nach Osten bewegten, je krasser wurden die Unterschiede zwischen Deutschland und den Ländern Osteuropas. Doch wir wuchsen mit jeder neuen Herausforderung und mit jeder neuen Aufgabe und nach ein paar Wochen hatte sich unsere Einstellung merklich verändert, denn eine Art Reisealltag war eingekehrt und das Gefühl, nur auf einem kurzen Urlaubstrip zu sein, war nun weg. Wir wussten plötzlich, dass das unser Leben für die nächsten Jahre sein wird. Diese Art des Reisens, speziell mit dem Motorrad, die vielen netten Menschen, mit denen man dadurch in Kontakt kommt, die täglichen kleinen und großen Abenteuer aber auch unsere alltäglichen Aufgaben machen uns trotz einiger unten aufgeführter Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten wahnsinnig viel Spass und genau nach diesen Erlebnissen und Herausforderungen hatten wir ja gesucht. Nun sind wir an einem Punkt angekommen, an dem wir definitiv sagen können:Wir sind angekommen! Angekommen in einem LEBEN als Motorradweltreisender.Allerdings haben wir auch von anderen gehört, die ähnliche Reisen geplant hatten, dass sie ihre Trips bereits wenige Wochen nach dem Start wieder abgebrochen haben oder die Motorräder nach Hause geschickt haben, um mit dem Rucksack weiter zu reisen, weil sie feststellen mussten, dass Ihr lang gehegter Traum einer Motorradweltreise doch nichts für sie ist. Zu anstrengend, zu schwierig mit dem eigenen Bike, zu unkomfortabel im Zelt oder, oder, oder… Im nach hinein betrachtet, können wir das verstehen, denn was Motorradweltreisen WIRKLICH bedeutet, kann man nicht nachlesen, auch wenn man noch so viele Bücher und Reiseberichte liest und auch nicht durch eine (wenn auch sehr gut gemachte) DVD zweier lustiger Engländer erfahren. Selbst kleinere Motorradtouren durch Europa zeigen nur einen sehr kleinen Bruchteil dessen, was es bedeutet, monatelang mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Wir haben mittlerweile für uns eine ganz klare Entscheidung getroffen: wir LIEBEN Motorradweltreisen! :-) Wir haben gelernt, dass die immer wieder auftretenden Schwierigkeiten und Probleme, die wir u. a. mit Behörden und Staatsdienern, bei der Suche nach dem richtigen Weg oder einem geeigneten Platz zum wild campen haben, einfach zu so einer Reise dazu gehören und dass es immer eine Lösung für all diese Probleme gibt. Wir haben gelernt, offen auf alle Menschen zuzugehen, um Hilfe zu fragen (was im Übrigen der einfachste und beste Weg überhaupt ist, ein Problem zu lösen!), flexibel zu sein, egal ob es nun unsere Reiseroute oder die Wahl des nächsten Schlafplatzes angeht und vor allem haben wir gelernt: Egal was passiert und wenn es uns im ersten Moment manchmal noch so ärgert, es ist in der Regel immer für irgendetwas gut! :-)Aber nun genug der vielen Worte und zurück zum eigentlichen Thema:Zu allererst wollen wir uns mit unseren grundlegenden, täglichen Aufgaben befassen und zwar Essen und Trinken zu besorgen, die Mopeds mit passendem Brennstoff zu füttern, einen geeigneten und sicheren Schlafplatz für die Nacht zu finden, hin und wieder einen Bankautomaten aufzutreiben und unsere Schmutzwäsche zu waschen. Hört sich für westeuropäische Verhältnisse sehr einfach an, kann aber in Osteuropa (und mit Sicherheit auch in vielen anderen Ländern dieser Welt) zu einer tagesfüllenden Aufgabe werden.Unser Tag beginnt in der Regel mit Zelt samt Equipment abbauen, Geschirr spülen und alles irgendwie wieder auf dem Motorrad verstauen. Dauer der Prozedur ca. 1 1/2 Stunden. Als nächstes heisst es dann Sprit für die Bikes besorgen. Da in Osteuropa - mit Ausnahme der Mongolei und einigen Teilen Kasachstans und Sibiriens - das Tankstellennetz relativ dicht ist, hatten wir diesbezüglich nie wirklich Probleme mit der Versorgung, vielmehr mit dem Volltanken der Bikes, da das in Osteuropa anders funktioniert als bei uns Zuhause. (Mehr dazu in unserem Fazit Osteuropa) Kleine Anmerkung zur Mongolei: Hier gab es eigentlich nie wirklich Probleme eine Tankstelle zu finden, sondern eher Probleme mit der Verfügbarkeit des dazugehörigenTankwarts! :-)Der Tankwart in der Mongolei befindet sich nämlich in der Regel nie an der Tankstelle, sondern bei sich Zuhause im Dorf, beim Schafe oder Ziegen hüten, bei seinen Nachbarn oder sonst irgendwo. Willst du also tanken, musst du zu allererst den Tankwart finden! Am besten funktioniert hier die folgende Taktik: Tankwart – von wo auch immer - abholen, Tankwart tankt, Tankwart zurück bringen – wohin auch immer -….wobei der gute Mann in unserem Fall in der Regel von den Einheimischen gefahren wurde oder er kam selbst des Weges gefahren, aber auch das kann manchmal dauern…Alles aber halb so wild, denn meist befinden sich um diese „Tankstellen“ herum wartende Einheimische, die einem mit alkoholischen Köstlichkeiten wie Bier oder Vodka die Wartezeit versüssen. So waren zumindest wir schon mal betankt! ;-))Haben wir nun unser Benzin-Problem mehr oder minder gut gelöst, so stellt sich uns bald darauf die nächste Aufgabe des Tages, nämlich Essen und Getränke besorgen. Da in Osteuropa der Grossteil der Menschen noch als Selbstversorger leben (ausser in den Grossstädten), ist das Warenangebot in den meisten Geschäften, die vor allem auf dem Land mehr an zu klein geratene Tante Emma Läden erinnern, als an richtige Supermärkte, nicht gerade üppig. Der eine Laden hat kein Gemüse, der nächste keine Wurst oder Käse, wieder andere haben kein Brot oder Getränke. D.h. selbst wenn wir nach teilweise längerem planlosen umherirren (das Erkennen von Lebensmittelgeschäften als solche ist gerade in Osteuropa gar nicht immer sooo einfach) endlich einen Tante Emma Laden gefunden haben, so bedeutet das nicht, dass wir dann auch alles bekommen haben, was wir wollten. Je nach Dringlichkeit der benötigten Produkte haben wir dann noch weitere 3 – 5 Läden abgeklappert, in der Hoffnung dort endlich das Gewünschte zu finden, oder es gab eben mal wieder Keks mit einem Klecks Senf statt Brot mit lecker Wurst und Käse. Dass man dann locker auch mal ein bis zwei Stunden für die Suche und den täglichen Einkauf benötigt, ist also ganz normal.Da auch in Osteuropa das bevorzugte Zahlungsmittel Bargeld ist (wir hatten die Option „körperliche Dienstleistungen“ bisher nie in Betracht gezogen ;-)), mussten wir uns von Zeit zu Zeit mit diversen Bankautomaten vergnügen. Einen ATM in den bisher von uns bereisten Ländern zu finden, stellte in der Regel zwar nie ein Problem dar, da die Automaten aber oftmals ein sehr niedriges Abhebe-Limit haben, ist es schon des Öfteren vorgekommen, dass wir doch tatsächlich 3 oder 4 verschiedene Banken suchen mussten, um den gewünschten Geldbetrag zusammen zu bekommen. Sehr nervig und zeitintensiv so etwas!Nachdem wir nun einige hundert Kilometer gefahren sind und unsere Aufgaben mehr oder minder erfolgreich gelöst haben, geht es als nächstes an die Schlafplatzsuche. Da wir so oft wie nur möglich wild campen (zum einen natürlich, um Geld zu sparen, zum anderen aber auch, da wir das Campen einfach lieben), müssen wir jeden Tag eine neue, geeignete und vor allem auch sichere Stelle für unser Zelt und die Motorräder finden und auch wenn man meinen könnte, dass das in den Weiten Osteuropas kein allzu großes Problem sein sollte, so haben wir schon oft viele Stunden mit der Suche nach solchen Plätzen verbracht. Für die Platzwahl spielen vor allem die folgenden Kriterien eine entscheidende Rolle: 1. Ist die Strecke zu unserem ausgewählten Platz mit unseren Bikes überhaupt befahrbar (Untergrund zu grob, sandig, sumpfig, dichter Wald, usw.) und bleibt die Strecke z.B. auch nach einem nächtlichen Regenschauer noch befahrbar?2. Gibt es am Ende der Strecke ein geeignetes Plätzchen um unser Zelt aufzuschlagen? (denn was nützt uns das beste Versteck, wenn wir vor lauter hohem Gestrüpp oder felsigem Boden unser Zelt nicht richtig aufstellen können?)3. Liegt der gewählte Zeltplatz etwas versteckt, so dass nicht unbedingt mit unerwünschtem nächtlichen Besuch zu rechnen ist? (fremde Menschen und deren Kultur kennen zu lernen, ist zwar ein wichtiger Teil unserer Reise, muss aber nicht unbedingt des Nächtens stattfinden…)4. Wenn es die Landschaft hergibt, versuchen wir natürlich uns ein Plätzchen an einem Gewässer, auf einem Hügel, einer Lichtung oder ähnliches auszusuchen, schließlich wohnt ja das Auge mit! Vor allem ein Bach oder See in der Nähe des Zeltplatzes ist Gold wert, oder hat jemand von euch schon mal ohne Wasser Geschirr abgespült oder Wäsche gewaschen?Um ein geeignetes Plätzchen zu finden vergehen somit täglich zwischen 15 Minuten bis zu 3 Stunden, wobei der Schnitt wohl bei 1,5 Stunden liegen dürfte. Dabei suchen wir uns eine mögliche Stelle aus, fahren diese dann mit dem Bike ab oder erkunden sie oftmals vorab zu Fuss. Sollte sich der Platz als nicht geeignet erweisen, so fahren wir weiter und suchen eine neue Stelle und das Spielchen beginnt von vorne. Auch wenn das jetzt relativ locker klingt, so ist das Ganze, vor allem wenn man schon 5 oder 6 Stellen abgelaufen ist und noch immer kein passender Platz dabei war, irgendwann relativ nervig, zeitaufwendig und auch anstrengend.Haben wir dann endlich einen optimalen Platz für unser Zelt gefunden, so muss als nächstes dieses samt Equipment aufgebaut werden. Da bei uns noch klassische Rollenverteilung herrscht ;-) bereitet Bea dann unser Abendessen zu, während sich Helle um die Bikes und unser Equipment kümmert (Schrauben nachziehen, Sturzschäden reparieren, Öl kontrollieren, Kette spannen, usw.). Da sich zu unserem normalen Fahrtag natürlich noch diverse Sonderaufgaben hinzugesellen, sei es Ersatzteile für unsere Bikes oder unser Equipment aufzutreiben, die nächste Route zu planen oder bürokratische Dinge zu lösen, wird uns auch in der vermeintlich freien Zeit dazwischen nicht wirklich langweilig. Hinzu kommt, dass in den meisten Ländern außerhalb Westeuropas die Zeit etwas „langsamer“ läuft, was die Bewältigung dieser Dinge nicht wirklich vereinfacht. So haben wir schnell gemerkt, dass man nicht nur bei den oben erwähnten Tagesaufgaben gleich mal mit der doppelten oder dreifachen Zeit rechnen muss, besonders bei „Sonderaufgaben“ schlägt der Zeitfaktor ganz gewaltig zu buche, was wir in den nachfolgend aufgeführten Beispielen kurz veranschaulichen wollen:Der Ölwechsel bei unseren Bikes steht an. In Deutschland ist das keine große Sache, schnell mal eben zum nächsten „Dealer des Vertrauens“ gefahren, einen Kanister Motorradöl gekauft und los geht´s! In Russland dagegen war Helle fast einen ganzen Tag lang unterwegs, nur um geeignetes Motorradöl für unsere Bikes aufzutreiben, von Dingen wie Ölfilter oder dergleichen wollen wir hier gar nicht erst reden!Mitten in Sibirien bricht der Kofferträger an Bea´s Bike. Da weit und breit keine Werkstatt in Sicht war, die sich im Stande fühlte, den Träger zu schweißen, hat Helle die Bruchstelle erst einmal mit einigen Schraubenschlüsseln und Kabelbindern „geschient“. Mit dieser „Behelfskonstruktion“ musste Bea dann noch ganze 3.000 Kilometer mit voller Gepäckbeladung fahren, bevor wir in Vladivostok endlich Gelegenheit hatten, den Kofferträger wieder zu schweißen. Trotz der wirklich tollen Unterstützung der Jungs vom Biker-Club „Iron Angels Vladivostok“ waren Helle und Ilia, einer der Jungs vom Club, fast einen geschlagenen Tag lang unterwegs und mussten mehrere verschiedene Werkstätten abklappern, bis ein „Schweißer-Guru“ gefunden war, der sich im Stande fühlte, unser Problem zu lösen!Um unser ständiges Internetproblem zu lösen, haben wir uns irgendwann dazu entschlossen, einen Internetstick, der über das Handynetz funktioniert, zu kaufen. Super Idee, allerdings hat uns auch hier die Umsetzung einen ganzen Tag gekostet, denn zuallererst mussten wir einen entsprechenden Shop finden (nicht soo schwer, da wir gerade in einer Großstadt waren), als nächstes sollte aber der/die Verkäufer/in natürlich ein paar Brocken englisch sprechen, was den Schwierigkeitsgrad schon deutlich nach oben geschraubt hat. Denn in den ersten 3 Shops, in denen wir waren, versuchten uns die netten russisch sprechenden Mitarbeiter irgendetwas zu verkaufen, nur irgendwie keinen Internetstick… In Russland jemanden zu finden, der auch nur halbwegs vernünftig englisch spricht, ist ungefähr genauso aussichtsreich, wie die Hoffnung auf einen baldigen Ausbau der A 94… Dies sind nur einige Beispiele, wie solche „Sonderaufgaben“ aussehen können. Alleine über dieses Thema könnten wir inzwischen wahrscheinlich einige Reiseberichte schreiben! Hierzu noch ein abschließender Gedanke: Hätten wir auf unserer bisherigen Reise nicht schon so viele hilfsbereite Menschen getroffen, wären wir wahrscheinlich immer noch irgendwo in Osteuropa auf der Suche nach was auch immer! :-) Aber unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es kein Problem gibt, das nicht zu lösen wäre, man muss oftmals nur sehr viel Zeit und Geduld bei der Bewältigung dieser Dinge mitbringen, nicht zuletzt auch wegen der sprachlichen Barrieren, die wir vor allem in den osteuropäischen Ländern hatten. Und obwohl wir uns auf sprachlicher Ebene eigentlich nicht wirklich verständigen konnten, so fanden wir durch Mimik, Gestik, unser tolles „550 Zeigebilder für Weltreisende“-Büchlein und vor allem durch die Hilfsbereitschaft und die Bemühungen der Einheimischen immer eine Lösung, egal welches Problem es mal wieder zu lösen galt!Zu guter Letzt wollen wir noch auf das Thema fotografieren, filmen, Reiseberichte erstellen, Videos schneiden, E-Mail Korrespondenz und aktualisieren unserer Homepage sowie der Facebook-Seite eingehen. Entgegen vieler Meinungen stellen diese Aufgaben einen unvorstellbaren Arbeits- und Zeitaufwand während der Reise dar.Während das Fotografieren oftmals mehr oder weniger nebenher läuft, sieht es beim Filmen schon ganz anders aus. An einem normalen Tag sind wir mindestens 1 - 2 Stunden damit beschäftigt unsere Kamera samt Stativ aufzubauen, zu unseren Motorrädern zurück zu laufen, an der Kamera vorbei zu fahren, um die Szene zu filmen, wieder umzudrehen, zur Kamera zurück zu fahren und diese wieder abzubauen. Dieses Spielchen wiederholt sich, je nach Landschaft und Häufigkeit guter Motive, etliche Male jeden Tag. Außerdem filmen wir zusätzlich mit 2 Helmkameras, deren Positionen an unseren Bikes bzw. den Helmen auch mehrmals täglich verändert werden will. Abends muss das gesamte Video- und Filmmaterial dann gesichtet, ausgemustert und archiviert werden, da sonst irgendwann der Überblick verloren geht. Die jeweiligen Länder-Reiseberichte zu schreiben Bedarf es dann schon deutlich mehr Zeit. Da wir versuchen, unsere Reiseberichte relativ ausführlich zu gestalten, benötigt Bea im Schnitt ca. 40 Stunden um einen Reisebericht zu schreiben sowie die entsprechenden Fotos dazu auszuwählen. Danach muss Helle dann aber noch alle ausgewählten Bilder komprimieren und die Texte und Bilder in unsere Homepage einbauen, was dann nochmals einen kompletten Tag in Anspruch nimmt. Bei unseren Videos sieht es da auch nicht viel besser aus. Bis ein fertiges Video entstanden ist, vergehen ungefähr ca. 10 – 15 Stunden. Das Material des jeweiligen Landes muss komplett gesichtet, entsprechend geschnitten und bearbeitet werden. Zudem muss Helle natürlich noch die passende und vor allem auch Gema-freie Musik im www finden, was ebenfalls so zwischen 3 und 5 Stunden Zeit beansprucht.Selbst die Email-Korrespondenz (nichtsdestotrotz freut es uns natürlich sehr, wenn uns Leute schreiben!!) ist oftmals sehr zeitintensiv. Allein im letzten Monat hatten sich ca. 180 Mails von Freunden, Familie und vielen Interessierten angesammelt, die wir natürlich sehr gerne alle beantworten, sobald wir eine Internetverbindung und ein bisschen Zeit haben. Dass die Beantwortung aber ebenfalls Stunden verschlingt, vor allem wenn wir mal wieder 1 – 2 Wochen ohne Internet sind und sich in der Zwischenzeit ein richtiger Berg an Emails angesammelt hat, der schnellstmöglich bearbeitet werden will, dürfte jedem klar sein. Deshalb an dieser Stelle auch eine Bitte an alle: Nicht böse sein, wenn die Antwort auf eure Emails oder Gästebucheinträge ein paar Tage oder leider manchmal auch Wochen auf sich warten lässt! Wir antworten in jedem Fall auf jede Mail die wir erhalten und wir freuen uns immer sehr über das rege Interesse an unserer Tour, über gute Länder- und Reisetipps und, und, und… es kann nur eben manchmal ein wenig länger dauern! :-)Zu guter Letzt benötigen wir zum aktualisieren unserer Homepage sowie Facebook-Seite und zur Beantwortung unserer Emails natürlich eine vernünftige und vor allem auch preisgünstige Internetverbindung, was vor allem in Osteuropa oftmals eine Herausforderung für sich darstellte und nicht gerade förderlich für die Aktualität unserer Homepage war.Nichts desto trotz macht uns auch diese Arbeit in der Regel sehr viel Spass, allein schon um unsere Familien, Freunde und alle anderen Interessierten über unsere Reise auf dem Laufenden zu halten. Zudem freut es uns natürlich umso mehr, dass wir so viel positives Feedback erhalten und dass das Interesse an unserer Reise und unserer Homepage so groß ist! Viele von euch schreiben, dass sie durch unsere Berichte und Videos quasi gedanklich mit auf Reise gehen. Dass wir euch durch unsere Reiseberichte oft zum schmunzeln bringen, freut uns sehr und dass wir in unseren Videos auch mal Szenen zeigen, in denen eben nicht alles glatt läuft, ist so gewünscht, denn so ist die Realität. Und genau so soll es sein, das ist, warum wir uns gerade mit unserer Homepage und allem was dazu gehört so viel Arbeit „antun“, denn wir wollen, dass andere Spaß daran haben, uns auf unserer Reise zu begleiten und wir wollen, dass die Leute sehen, was Motorradreisen wirklich bedeutet! So, für einige mag diese Seite nur sehr viel bla, bla ohne Bilder sein, vielleicht auch ein bisschen Gejammer und Geschimpfe, wo wir uns doch eigentlich einen Traum erfüllen, von dem viele ihr Leben lang nur träumen. Nein, so sollte diese Seite natürlich nicht gemeint sein und so kommt sie hoffentlich auch nicht rüber! Wir wollen nur einfach mal zeigen, dass Motorradweltreisen eben kein Langzeiturlaub ist, in dem immer alles Sommer, Sonne, Sonnenschein ist, in dem wir nur jeden Tag entspannt am Strand herum liegen, uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und alle Viere von uns strecken! Motorradweltreisen bedeutet oftmals harte Arbeit, Streit mit Behörden und Bürokratie, tagelang nicht Duschen und oftmals kein richtiges Essen. Aber es bedeutet auch unglaubliche Erfahrungen mit fremden Ländern, deren Kultur und den Menschen dort zu machen, die man als Pauschaltourist – da sind wir uns mittlerweile sicher - so niemals erleben würde. Vor allem und gerade weil wir mit Motorrad & Zelt unterwegs sind, was uns Land und Leuten noch näher bringt als es z.B. mit einem Geländewagen der Fall wäre, bietet sich uns die Möglichkeit, diese Welt auf eine ganz besondere, manchmal auch anstrengende oder nervige, aber meistens jedoch unglaublich tolle und bereichernde Art und Weise zu entdecken und wir bereuen bisher keine Sekunde unserer Reise und hoffen, noch viele, viele Tage, Wochen und Monate unterwegs sein zu können!Und als allerletztes sei noch gesagt: Nein, nur weil wir mit unseren Reiseberichten leider immer noch 2 Monate im Verzug sind, heißt das nicht, dass wir unsere Reise abgebrochen haben oder keine Lust mehr haben, weitere Reiseberichte online zu stellen! Wir arbeiten daran, also habt etwas Geduld!O.k. eins noch, dann ist´s aber wirklich gut:Auf der Startseite unserer Homepage könnt ihr ganz oben immer sehen, wo wir uns aktuell befinden und etwas weiter unten findet ihr unter "Aktuelles" eine Übersicht über alles, was wir in letzter Zeit auf unserer Homepage aktualisiert haben! Time to RideEinmal Urlaub, bitte! Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |