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Mongolei2Nur die Rosi hat den Sturz diesmal nicht so gut verkraftet, denn die Gabelbrücke ist so verbogen, dass ein Weiterfahren unmöglich ist.So heißt es nun erst mal Werkzeug raus und die Gabelbrücke wieder einigermaßen gerade biegen. Nach über einer Stunde schweißtreibenderArbeit ist das ganze zumindestens wieder so weit ausgerichtet, dass Bea mit nach rechts eingeschlagenem Lenker wieder geradeaus fahren kann. Ja, richtig, sie muss den Lenker ab sofort immer nach rechts einschlagen, um geradeaus zu fahren, was vor allem auf diesen Offroad-Pisten gar nicht lustig ist, aber besser lässt sich die Gabelbrücke im Moment und ohne Werkstatt mit Schraubstock nicht ausrichten… :-/Unser nächstes Ziel ist der Uureg See, ein großer Salzsee im Nordwesten der Mongolei.Auf dem Weg Richtung Pass kommt uns ein Japaner mit seinem Motorrad entgegen. Wir halten an, tauschen kurz Informationen über die bekannten Fragen „woher“ und „wohin“ aus und erkundigen uns über den Zustand der Piste. Auch hier dauert es keine 5 Minuten, bis alle Bewohner dreier benachbarter Gers auf unser kleines Motorradtreffen aufmerksam werden und so sind wir sofort wieder umringt von Menschen.Es dauert dann auch nicht sehr lange, bis wir die erste heikle Stelle vor uns haben. Die Piste führt über ein teils matschiges, teils äußerst steiniges Flussbett. Nach einer kurzen Begehung der Strecke entschließen wir uns auf der Wiese links neben dem Weg vorbei zu fahren, aber auch das sieht auf den Foto´s einfacher aus, als es in Wirklichkeit war, denn auch die Wiese ist teilweise recht feucht und matschig und übersät mit mehr oder weniger tiefen Löchern und großen Steinbrocken.Eigentlich war als Tagesziel ja der Salzsee Uureg geplant, doch in der Mongolei kommt es oft anders als geplant und Strecken, die auf der Landkarte ausschauen wie ein Katzensprung, können dank tiefem Sand und anderen Überraschungen teilweise tagesfüllende Aufgaben sein… und so entschließen wir uns oben auf dem Gipfel auf über 2.600 m Höhe unser Nachtlager aufzuschlagen. Hier oben ist es zwar recht frisch und es weht ein kräftiger Wind, dafür ist der Ausblick auf die umliegenden Täler und den Uureg See, der nun zumindestens schon mal in Sichtweite ist, einfach unbeschreiblich!Am Abend zieht ein Gewitter auf, was bei einem so exponierten Zeltplatz ganz schön ungemütlich werden kann und so verziehen wir uns heute recht früh in unsere Zelte und schlafen nach diesem körperlich doch ziemlich anstrengenden Tag auch schnell ein!Wir haben Glück, denn das Gewitter hat sich in der Nacht verzogen und so werden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt. Und von einem Mongolen auf seinem Motorrad! :-)Wenig später kommt dann auch noch eine Gruppe junger Männer mit bunt geschmückten Pferden vorbeigeritten, die unsere Zelte und Motorräder aus etwas Entfernung begutachten. Sie entscheiden sich dann aber doch weiter zu reiten und nicht stehen zu bleiben.Auf einer weiteren Anhöhe kommen wir zu einem mit vielen blauen Gebetsfahnen geschmückten Steinmännchen. Diese Anhäufung von Steinen dient der besseren Orientierung und als Wegweiser und wird manchmal mit religiösen Gebetsfahnen geschmückt und mit diversen Opfergaben versehen. Solche Steinmännchen sind in der Mongolei weit verbreitet und reichen von nur 3, 4 aufeinander gestapelten Steinen als Markierung am Wegesrand bis hin zu diesen großen Steinhaufen, die über und über mit blauen Bändern geschmückt sind.Wie bereits erwähnt, transportieren die Einheimischen ja so ziemlich alles auf ihren kleinen Mopeds, unter anderem auch lebende Schafe wie man sieht:Und wenn das Moped dann doch mal nicht mehr ausreicht, weil man gleich eine ganze Pferdeherde transportieren möchte, dann wird einfach der Kleinlaster genommen:Da es kurz vor Ulaangom wie aus Eimern zu schütten beginnt, entschließen wir uns ein Zimmer zu nehmen. Als wir eingecheckt haben, lässt sich zwar dann doch wieder die Sonne blicken, aber unsere Sachen sind klitschnass und so nutzen wir die Gelegenheit und hängen diese zum Trocknen in unserem Mini-Zimmer auf. Außerdem hat das Hotel einen eingezäunten Hinterhof, in dem Helle sich mal wieder der Rosi widmet. Das Vorderrad steht ja nach wie vor schief und lässt sich einfach nicht richtig ausrichten…Christian 2 – Bild 0673Am nächsten Tag ist das Wetter wieder schöner und so machen wir uns schon früh auf Richtung Uws Nuur, dem mit 3.350 km² größten See der Mongolei, der unter anderem wegen der Artenvielfalt an Wasservögeln, die hier beheimatet sind, zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.Im Dorf Dzuungovi wird erst einmal getankt. Zu erkennen sind Tankstellen in der Mongolei im Allgemeinen an der Zapfsäule mit analoger Anzeige. Den Tankwart – oder in diesem Fall besser gesagt die Tank-Frau – findet man meistens irgendwo in der Umgebung der Tankstelle, dann einfach Geld abgeben und schon geht´s los! Ist eigentlich gar nicht so schwer! :-)Am späten Nachmittag treffen wir auf eine Gruppe Italiener, die mit zwei Jeeps unterwegs sind. Die Italiener haben die beiden Jeeps extrem höher gelegt, spezielle Offroad-Bereifung aufgezogen und auch der Innenausbau ist vom Feinsten. Das nennt man dann wohl Offroad-Reisen auf höchstem Niveau! Sogar ein paar mongolische Reiter, die gerade zufällig vorbei reiten, bleiben stehen und schließen sich unserer Jeep-Besichtigung an!Es sieht leider schon wieder stark nach Regen aus und als wir im nächsten Dorf unseren Proviant auffüllen, fegt zu allem Überfluss auch noch ein richtiger Sandsturm um die Häuser, nein, das ist nicht gemütlich, wir sollten uns wirklich schnell ein Plätzchen für die Nacht suchen und unsere Zelte aufbauen, bevor es so richtig zu schütten beginnt!Doch bevor wir ein geeignetes Nachtlager finden, steht uns noch eine ganz besondere Herausforderung bevor: unsere erste richtige Wasserdurchfahrt!Wie wir es „gelernt“ haben, wird die Furth erst einmal zu Fuß abgeschritten und die beste Linie festgelegt. Diese dann noch mit ein paar großen Steinen markieren und schon kann´s los gehen!Helmut bildet mal wieder die Vorhut……und auch Christian und Dirk folgen……nur Bea irgendwie mal wieder nicht! ;-)Am darauffolgenden Tag dann unsere zweite Flussdurchquerung. Da es ein sehr idyllisches Plätzchen ist, beschließen wir aber zuerst einmal Pause zu machen. Wieso finden wir solch herrliche Flecken eigentlich nie wenn es abends zum Zelten ist?Nach dem Vergnügen dann aber doch noch die Arbeit:Ach ja, eigentlich braucht man nicht zu erwähnen, wer sein Moped bereits vor dem Fluss mal wieder unfreiwillig abgeparkt hat! :-)Diesmal ist der Rosi zwar nichts passiert, dafür hat sich Bea ziemlich das rechte Knie verdreht, entsprechend ist dann auch ihre Laune… :-/Zu ihrer „Verteidigung“ muss man allerdings erwähnen, dass sie erst seit einem Jahr selbst Motorrad fährt und außer unserem Ausflug zu den italienisch-französischen Militärpässen im letzten Sommer keinerlei Offroad-Erfahrung hat, schon gar nicht mit einem so schwer bepackten Motorrad. Von daher ist es wirklich tapfer dass sie sich nach den mittlerweile schon unzähligen und teilweise auch wirklich heftigen Stürzen, die sie in den letzten Tagen hat wegstecken müssen, immer wieder auf´s Bike setzt und weiter fährt. Die Mongolei ist ganz klar kein Terrain für Offroad-Anfänger – schon gar nicht mit einer schweren Reise-Enduro – und der Regen der letzten Tage tat sein übriges, die eh schon anspruchsvollen Pisten fast unfahrbar zu machen, so überlegen wir langsam, was wir tun sollen… denn auch die Gabelbrücke der dicken Rosi lässt sich einfach nicht mehr komplett richtig ausrichten und Offroad-Fahren mit schiefem Lenker macht die ganze Sache auch nicht wirklich leichter… :-/Ach ja, hier mal wieder ein Beispiel für die „Straßen“ in der Mongolei: zurück Mongolei Seite: Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player. |